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Jetzt aber "App" aufs Motorrad

Mit der ersten Motorrad-App, die das Fahrverhalten der Nutzer kennt, setzt "UP-Ride" neue Maßstäbe in puncto Sicherheit.

Diese neuartige Softwarelösung und die mittels Big Data und  Statistik ermittelten „generell gefährlichen Hot-Spots“ auf der gewählten Strecke sollen die Biker schon vor dem Losfahren vor bösen Überraschungen warnen
© AA + W stock.adobe.com Die neuartige Softwarelösung soll die Biker schon vor dem Losfahren vor bösen Überraschungen warnen.

Endlich ist der Sommer da – und die ersten wirklich schönen Tage des Jahres locken jetzt tausende Motorradfans hierzulande auf die Straßen. Eine Leidenschaft, die auch der junge Maschinenbauer und TU-Dissertant Alessio Sevarin teilt und die ihn sogar zum Unternehmer gemacht hat. Gemeinsam mit zwei Gründungskompagnons tüftelt er im Grazer Sciencepark nämlich an einer Marktneuheit, die für mehr Sicherheit auf zwei Rädern sorgen soll. 

„Im Zuge des Studiums befasste ich mich verstärkt mit Fahrassistenzsystemen und intelligenten Vorrichtungen, die in Pkw für ein immer höheres Maß an Sicherheit sorgen. Akustische, visuelle und haptische Signale warnen den Lenker. Aber fürs Motorrad gibt es derartige Hilfestellungen nicht“, erklärt der Techniker die Hintergründe, die im vergangenen Herbst zum Start von „UP-Ride“ führten. 

Erhöhung der eigenen Sicherheit

Aber die Vorstellung von mehr Sicherheit am Bike geht beim Gründertrio gleich einen entscheidenden Schritt weiter: Indem das jeweilige Fahrverhalten des Nutzers dank „Machine-Learning“ erkannt und mit jeder Fahrt entsprechend weiter interpretiert wird, sei es möglich, maßgeschneiderte Vorschläge zur Erhöhung der eigenen Sicherheit zu geben. „Eine Kurve auf der Strecke kann für den versierten Fahrer kein Problem, für den weniger geübten aber eine große Gefahr darstellen“, vereinfacht Sevarin die Idee hinter der ersten „wirklich smarten“ Motorrad-App am Markt. Zusätzliche Sensoren benötige man für die Datenerfassung nicht, das Smartphone reicht. 

Diese neuartige Softwarelösung und die mittels Big Data und  Statistik ermittelten „generell gefährlichen Hot-Spots“ auf der gewählten Strecke sollen die Biker schon vor dem Losfahren vor bösen Überraschungen warnen, betont Sevarin – aber auch während der Fahrt: „Es bieten sich verschiedene Lösungen an, wir denken hier in erster Linie aber an akustische Warnungen von der App über das Headset im Helm.“

Aktuell befinde man sich in der Beta-Test-Phase, so Sevarin: „Jetzt geht es darum, die von uns entwickelten ‚Machine-Learning‘-Modelle im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße zu bringen, weshalb wir Fahrer suchen.“ 

Quer gefragt:

Sind Sie alle drei passionierte Motorradfahrer?

(lacht): Jein, einer im Gründungstrio fährt „nur“ ein Moped. 

Was motivierte Sie, mit „unter 30“ zu gründen?

Der Glaube an unsere Innovation hat das Risiko überstimmt.

Was genau steht noch auf Ihrer To-do-Liste?

Wir forschen an weiteren Bereichen zur Bike-Sicherheit. 

Wo kurven Sie am liebsten mit dem Motorrad?

Ich bin Italiener und liebe die Strecken rund um den Gardasee.


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