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Fokus auf Innovationen statt Verbote

Das „Ölkesselverbot“ kommt in der Steiermark doch (noch) nicht. Die Zeit wird genutzt, um grüne Alternativen voranzutreiben.

Heizöl-Zapfhahn am Hausanschluss
© AdobeStock_U.J.Alexander An Alternativen zu fossilen Brennstoffen wird unter Hochdruck geforscht – E-Fuels stehen hier im Fokus.

Heftig im Vorfeld diskutiert wurde der Gesetzesentwurf zur Novelle des steirischen Baugesetzes, das einen Tausch von bestehenden Ölheizungen gegen neue ab 2022 verboten hätte. Nun sorgte die Wende, wonach dieses „Ölheizungsverbot“ doch nicht im Gesetz verankert wird, erneut für Debatten. Man stehe für den Ausstieg aus dem Öl, aber dafür brauche es Planungssicherheit für die Steirer, so Umweltlandesrätin Ursula Lackner. 

„Das ist genau der Punkt, den auch wir im Vorfeld in die Diskussion eingebracht haben. Umso mehr begrüßen wir diesen Schritt“, zeigt sich Jürgen Roth, Fachverbandsobmann des Energiehandels, erfreut: „Immerhin betrifft das hunderttausende Menschen im Land, denen verboten werden soll, ihre in Gebrauch befindlichen Heizungen zu reparieren bzw. gegen neue, hocheffiziente und damit praktisch feinstaubfrei arbeitende Geräte zu tauschen.“ In Zahlen ausgedrückt hätte sich das Verbot österreichweit mit Investitionskosten von 20 Milliarden Euro für die Bürger niedergeschlagen, rechnet Roth vor.  

„E-Fuels als Alternativen stehen global im Fokus“

Die nun gewonnene Zeit werde man nutzen, um den Beweis anzutreten, dass E-Fuels – also aus erneuerbaren Energien gewonnene „grüne“ Brenn- und Heizstoffe – eine echte und vor allem sozial verträgliche Zukunftslösung darstellen, so Roth: „Weltweit stehen E-Fuels im Fokus von Wissenschaft und Wirtschaft, auch in der EU arbeitet man aktiv daran, diese Alternativen für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern voranzutreiben. Da sprechen wir nicht nur vom Heizen oder dem Individualverkehr, hier geht es um Luft- und Schifffahrt genauso wie den Schwerverkehr auf der Straße.“ 

Hierzulande sei man bereits längst auf Kurs, so Roth, eine europaweit einzigartige Pilotanlage zur Herstellung von derartigen synthetischen Alternativen aus Sonnen- und Windstrom soll noch 2022 in Betrieb gehen. „Und schon in den nächsten Tagen wird dazu auch die österreichische E-Fuel-Allianz starten“, erzählt Roth. „Sie vereint bereits jetzt mehr als 100 Player aus der Wirtschaft.“


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