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In der Medienlandschaft wird wieder zugehört

Podcasts werden seit Jahren immer beliebter. Auch hierzulande wächst die Zahl der Podcast-Anhänger und Producer täglich. Wir haben bei Experten nachgefragt, welche Vorteile das audiobasierte Medium mit sich bringt. 

1.900.000 Podcasts wurden Ende 2020 allein auf Spotifiy verzeichnet. Im Jahr 2019 lag die Zahl noch bei 500.000 Podcasts.
© Adobe Stock/Lightfield Studios 1.900.000 Podcasts wurden Ende 2020 allein auf Spotifiy verzeichnet. Im Jahr 2019 lag die Zahl noch bei 500.000 Podcasts.

Sie sind das akustische Pendant zu Netflix, Amazon Prime und Co.: Audio-Streaming-Dienste wie Spotify, SoundCloud, Apple Podcast oder Deezer versorgen uns mit einer Vielzahl an Podcasts, die quer durch alle Themengebiete für Unterhaltung im Alltag sorgen. Von leichter Comedy über wissenschaftliche Berichte bis hin zu Nachrichten und spannenden Interviews – das Angebot scheint grenzenlos und wächst von Stunde zu Stunde.  Doch was macht den Erfolg von Podcasts aus? Wie gelingt es einzelnen Hosts (= Personen, die einen Podcast kreieren bzw. leiten und moderieren), pro Folge Millionen Menschen zu erreichen? Wir haben zehn Antworten auf die spannendsten Fragen zum großen Trend. 

  1. Wieso sind Podcasts derzeit so erfolgreich? Seit rund fünf Jahren erobern Podcasts sukzessive unsere Medienwelt. Zwar gab es die ersten deutschsprachigen Podcasts bereits um 2005, doch von einem Trend war man damals noch weit entfernt. Während die USA, Südkorea und Spanien schon seit mehreren Jahren Vorreiter auf diesem Gebiet sind (mehr als die Hälfte der Südkoreaner hört pro Monat mindestens einen Podcast), wird das audiobasierte Medium spätestens seit Beginn der Corona-Krise auch am deutschsprachigen Markt immer präsenter. „In Zeiten von Lockdowns waren Podcasts ein guter Zeitvertreib. Aber auch das Informationsbedürfnis konnte dadurch gestillt werden: Die vielen Aufnahmen rund um Corona haben uns stets mit Wissen und neuesten Infos versorgt“, unterstreichen Dominik Haintz und Tobias Turk, Hosts von „Grazcast“, einem 2021 gegründeten Interview-Podcast. „Viele haben dadurch erkannt, dass Podcasts leicht umzusetzen sind“, ergänzt Turk.
  2. Welche Vorteile haben Podcasts gegenüber herkömmlichen Unterhaltungsformaten wie Radio oder Fernsehen? Im Gegensatz zum Radio, wo der Inhalt vom Sender vorgegeben ist, kann man mit Audio-Streaming-Diensten selbst entscheiden, wann und wo man welchen Content konsumieren möchte. „Podcasts sind außerdem ein sehr gutes ,Nebenbei‘-Medium – dadurch können selbst langweilige Tätigkeiten wie Putzen, Aufräumen oder Wäschewaschen unterhaltsam werden“, so Haintz. Egal ob zum Einschlafen oder auf der Busfahrt zur Arbeit – der Lieblingspodcast kann jederzeit abgerufen, pausiert und erneut abgespielt werden. 
  3. Was braucht man, um einen neuen Podcast zu starten? In erster Linie eine gute – wenn möglich innovative – Idee, die auch langfristig funktioniert. Podcasts erscheinen meistens regelmäßig und wiederholen sich in ihrem Ablauf, weshalb sich Interviews, Nachrichten oder Geschichten besonders gut als Format eignen. 
  4. Welche Hard- und Software wird benötigt?  Wenn das Konzept erstmal steht und etwaige Gesprächspartner gefunden sind, braucht man noch ein entsprechendes Equipment für die Aufnahme. „Bereits für rund 1.000 Euro bekommt man eine gute Ausrüstung in Form von Mikrofon und Audio-Interface“, so Peter Siegmund, der mit „Gut.Besser.Wir. – der Unternehmerpodcast“ und „Stimmrecht“ gleich zwei Podcasts hostet. Zum Produzieren empfiehlt der PR-Experte die Software Audacity, aber auch Anbieter wie „ocenaudio“ oder „Adobe Audition“ eignen sich gut für eine professionelle Aufnahme  und Bearbeitung von zu Hause aus.
  5. Wo und wie finde ich Podcasts, die mich interessieren? Zu den größten und wichtigsten Anbietern zählen derzeit Spotify, Apple Music, Deezer und YouTube. Auch wenn letzterer vor allem für Video-Inhalte bekannt ist, konsumieren viele Hörer ihre Podcasts auf dem Videoportal. Doch ähnlich wie auch bei der Suche nach einem geeigneten Film auf Netflix kann auch die Suche nach einem neuen Lieblingspodcast zur Herausforderung werden. „Das Angebot ist einfach riesig. Im Gegensatz zum Radio muss man sich aktiv auf die Suche machen und sich dafür interessieren“, so Siegmund.
  6. Kann man mit Podcasts auch Geld verdienen? Ja, kann man. Allerdings nur durch Werbeeinschaltungen oder zahlungspflichtige Anbieter. „Podcasts sind  das Werbemittel der Zukunft, weshalb sich vor allem Unternehmen nicht davor verschließen sollten. Man kann mit wenig Aufwand sehr viel transportieren und seine eigene Marke einfach, aber sehr effektiv platzieren“, so Siegmund. 
  7. Welchen Anreiz haben Unternehmen, einen eigenen Podcast zu starten? „Podcasts sind ein zusätzlicher Marketing-Kanal, um neue bzw. andere Zielgruppen zu erschließen. Man kann dort nicht nur Werbung für die eigenen Produkte betreiben, sondern auch die Kernkompetenzen des eigenen Unternehmens widerspiegeln“, so Turk. Außerdem überzeugen die Schnelligkeit des Mediums und der flexible Konsum der Inhalte.
  8. Wird der Boom anhalten? Neben der Zahl der Hörer steigen auch die Werbeerlöse stark an. Im Corona-Jahr 2020 hörten sich knapp 1,1 Milliarden Menschen mindestens einmal im Monat einen Podcast an. Bis zum Jahr 2023 rechnet die Branche mit fast zwei Milliarden regelmäßigen Hörern und einem Anzeigenvolumen von rund vier Milliarden US-Dollar (2020: 2,1 Milliarden Dollar). Zahlen wie diese deuten darauf hin, dass die audiobasierten Medien auch weiterhin großes Potenzial aufweisen und in Zukunft eine noch wichtigere Rolle für Medien, Wirtschaft und Unternehmertum spielen werden.
  9. Wie heißt der erfolgreichste deutschsprachige Podcasts? An der Spitze der Charts ist der Comedy-Podcast „Gemischtes Hack“ von Felix Lobrecht und Tommi Schmitt, der pro Woche 1,1 Milionen Hörer in seinen Bann zieht. Zu den Top-Genres zählen Kultur, Comedy, Lifestyle, Gesundheit, Unterhaltung, Kunst und Wissenschaft.
  10. Goldene Tipps für Anfänger?  „Man sollte sich ausreichend über alle Anforderungen erkundigen – sowohl aus technischer als auch aus inhaltlicher Sicht“, so Haintz und Turk. Stimmt die Tonqualität? Wie sieht es mit dem Marketing aus? Fragen wie diese müssen vorab geklärt sein. „Wichtig ist, dass man sich nicht zu schnell entmutigen lässt und einfach dranbleibt und vor allem Spaß an der Sache hat“, so Haintz.      

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