th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Heißes Eisen statt weicher Törtchen

Die gelernte Konditorin Marianne Wechselberger hat den alten Schmiedebetrieb ihres Mannes auf neue Beine gestellt.

Einen höchst ungewöhnlichen Karriereweg hat die Obersteirerin Marianne Wechselberger beschritten: Als sich ihr Mann Hans vor gut eineinhalb Jahren entschied, den elterlichen Schmiedebetrieb in Feistritz bei Knittelfeld hauptberuflich weiterzuführen, tauschte die gelernte Konditorin kurzerhand Rollfondant gegen Metalllegierungen und Zuckerguss gegen Plasmaschneider – und baute im Betrieb ein neues Standbein auf: dekorative Metallobjekte für Haus und Garten.

Seitdem wird mit Hochdruck geschweißt, geschliffen, geplant und designt. „In meiner Arbeit kombiniere ich die Werkstoffe Metall, Keramik und Holz“, erzählt sie. Ob Deko-Vögel, kunstvolle Rankhilfen, eherne Willkommensschilder, Blumenständer oder Metallblumen: Im Metalldesign sind ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Meine Frau ist unglaublich kreativ. Wenn sie mit dem Plasmaschneider arbeitet, ist es, als würde sie ein Bild malen. Genauso kunstvoll, wie sie seinerzeit Torten verziert hat, bearbeitet sie heute Metallgegenstände“, streut Wechselberger seiner Frau Rosen.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: „Die Dekorationsartikel gehen weg wie die warmen Semmeln. Wir haben Kunden aus ganz Österreich, aus Deutschland und aus Südtirol“, sagt der Firmenchef, der mit klassischen Schmiedearbeiten auch namhafte Industriebetriebe beliefert. Schon vor einiger Zeit hat der Schmiedebetrieb mit einer Innovation aufhorchen lassen, als der findige Unternehmer mit jahrelanger Industrie-Erfahrung spezielle Rennradträger für ein Rad-Team kreierte. „Wir wollten uns aber nicht zu sehr in einer Nische bewegen, sondern uns breiter aufstellen.“

Es sollte die richtige Entscheidung sein: Mittlerweile entfallen schon 40 Prozent der Aufträge auf das kreative Metalldesign, das die Handschrift der Firmenchefin trägt. Dementsprechend gut gefüllt sind die Auftragsbücher.

Mix aus Tradition und Innovation

„Wir haben viele Bestellungen auf Halde und kommen kaum mit der Arbeit nach“, erzählt das Ehepaar, das den Traditionsbetrieb in vierter Generation führt. Seit 1910 ist die traditionsreiche Schmiede in Familienbesitz. Und mit den Söhnen Lukas (18) und Florian (15) scharrt schon die fünfte Generation in den Startlöchern.

Das erfolgreiche Duo setzt jedenfalls auf konsequente Aufgabenteilung: Während die Quereinsteigerin der kreative Kopf der Firma ist, zeichnet Gatte Hans auch für Marketing und Vertrieb verantwortlich. „Auch als klassischer Handwerksbetrieb muss man am Puls der Zeit bleiben“, sagt er: „Für Werbung nutzen wir Kanäle wie Facebook, unsere Produkte vertreiben wir auch über einen Online-Marktplatz.“

Trotz der unternehmerischen Erfolgsgeschichte sind die beiden bescheiden geblieben. Es wird nur langsam eng im Betrieb: Der alte Stall soll deshalb zu einer Werkstatt und einem Atelier ausgebaut werden. Personell wollen die Wechselbergers vorerst nicht aufstocken. „Wir sind ein eingespieltes Team und wollen nicht zu schnell wachsen. Wir denken aber darüber nach, ein oder zwei Lehrlinge auszubilden, um unser Wissen weiterzugeben.“

Autorin: Karin Sattler/Steirische Wirtschaft


Hier geht es zur Schmiede Reparatur Wechselberger.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Unternehmerinterviews

Mehr Leistungsfähigkeit für Sie und Ihre Mitarbeiter

Smilings® Moringa liefert dem Körper natürliche Energie, stärkt das Immunsystem und fördert die Konzentration. mehr

  • Presseaussendungen 2015

Am Reformweg führt kein Schritt vorbei

Als „alternativlos“ bezeichnet WKO Steiermark Präsident Josef Herk die Fortführung des weiß-grünen Reformwegs. mehr

  • Presseaussendungen 2015

Bühne frei für die besten steirischen Lehrlinge

46 Siegerinnen und Sieger nahmen bei der Abschlussgala am 29. Juni im Europasaal die begehrten Trophäen entgegen. mehr