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Hartberg-Fürstenfeld: So fährt die Wirtschaft wieder hoch 

Für Handel und körpernahe Dienstleister ist der Lockdown vorbei. Wie es den Unternehmern in Hartberg-Fürstenfeld in den ersten Tagen ergangen ist? Wir haben nachgefragt. 

Unsere Kunden akzeptieren die Test- und Maskenpflicht und fühlen sich dadurch auch sicher im Salon, so Friseurin Irene Schreiner-Jank.
© kk "Unsere Kunden akzeptieren die Test- und Maskenpflicht und fühlen sich dadurch auch sicher im Salon", so Friseurin Irene Schreiner-Jank.

Irene Schreiner-Jank, Friseur Jank in Hartberg:  "Der Lockdown war lang, weshalb der Wunsch nach einem Friseurbesuch natürlich jetzt sehr groß ist. Wir sind sehr gut gebucht, was uns natürlich freut", erzählt Irene Schreiner-Jank, Geschäftsführerin von Friseur Jank in Hartberg. Trotz des guten Starts nach dem Lockdown blickt die Unternehmerin auch etwas besorgt in die Zukunft. "Ich nehme eigentlich jedes Jahr einen neuen Lehrling auf. Heuer wird sich das wahrscheinlich aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise nicht ausgehen", so Schreiner-Jank. Obwohl der Re-Start nach dem Lockdown geglückt ist, kann der fehlende Umsatz der letzten Wochen nicht wett gemacht werden. Und auch die Prognose für die kommenden Monate ist alles andere als rosig: "Wenn es so weitergeht, werden auch heuer wieder viele Hochzeiten und andere Festlichkeiten nicht stattfinden können. Das wirkt sich dann natürlich auch auf unsere Branche negativ aus", erklärt Schreiner-Jank. Zusätzlich beobachtet die Unternehmerin einen Anstieg von illegalen Friseurterminen, die "schwarz" hinter verschlossenen Türen vergeben werden. „Um diesem Negativtrend entgegenzuwirken, wären strengere Kontrollen wünschenswert", so Schreiner-Jank. Trotz aller Schwierigkeiten freut sich die Friseurin über die hohe Testbereitschaft und die jahrelange Treue der Kunden, denn „sie sind es, die unsere Betriebe stärken und Arbeitsplätze sichern.“

© Fachpraxis Anita Winkler "Hier in Hartberg funktioniert das Testen eigentlich ganz gut, aber je weiter man auf's Land fährt, desto spärlicher gesät sind die kostenlosen Testmöglichkeiten", so Anita Winkler.

Anita Winkler, Fachpraxis Anita Winkler in Hartberg: "Ich kann zum Glück sagen, dass die ersten Tage nach dem Lockdown besser gebucht waren, als erhofft. Trotzdem merkt man natürlich auch noch eine gewisse Verhaltenheit, vor allem bei den Massageterminen", erzählt Anita Winkler, die in Hartberg eine Fachpraxis für Kosmetik, Massage und Fußpflege leitet. Einen Grund für die Hemmschwelle sieht die Unternehmerin in den limitierten Test-Angeboten. "Hier in Hartberg funktioniert das Testen eigentlich ganz gut, aber je weiter man auf's Land fährt, desto spärlicher gesät sind die kostenlosen Testmöglichkeiten. Besonders ältere Menschen werden dadurch abgeschreckt", so die diplomierte Fußpflegerin und Kosmetikerin. Diese Tatsache wurde Winkler auch schon von anderen Branchenkollegen bestätigt. "Es würde den Alltag erleichtern, wenn uns Covid-Tests für Kunden und Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden würden und wir selbst testen dürften. Man muss den Kunden einen unkomplizierten Besuch ermöglichen, denn nur so können wir unsere Existenz auf Dauer sichern", ist Winkler überzeugt. 

Vor allem in der ersten Woche nach dem Lockdown strömten viele Besucher in das Schuhgeschäft.
© kk Vor allem in der ersten Woche nach dem Lockdown strömten viele Besucher in das Schuhgeschäft.

Christina Herbst, Totter – Schuhe & Co.: "Nach sechs Wochen zu Hause sind meine Mitarbeiter und ich sehr froh, endlich wieder Kunden im Geschäft begrüßen zu dürfen", freut sich Christina Herbst, Geschäftsführerin von Totter – Schuhe & Co. in Fürstenfeld. Vor allem in der ersten Woche nach dem Lockdown strömten viele Besucher in das Schuhgeschäft. "Es halten sich alle vorbildlich an die Maskenpflicht und wahren den nötigen Abstand. Dadurch können sich unsere Kunden und Mitarbeiter sicher fühlen und einem Einkauf steht nichts mehr im Weg", so Herbst. Trotzdem wirkt sich die fehlende Gastronomie und der nicht vorhandene Thermen-Tourismus auf den Umsatz aus. "Das gemütliche Bummeln fällt komplett weg. Die Leute kommen also nur, wenn sie was brauchen – das macht am Ende des Tages schon einen Unterschied", betont die Geschäftsführerin. Auch der ausgefallene Winterschlussverkauf bereitet der Unternehmerin Sorgen. "Bis wir uns diesbezüglich bereinigt haben, vergeht mindestens noch ein Jahr", so Herbst. 

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