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Halbjahresbilanz: Im Handel geht es wieder aufwärts

Bei einem Umsatzplus von 160 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2021 ist der "Restart" im steirischen Einzelhandel gelungen. 

Gerhard Wohlmuth und Peter Voithofer präsentierten die durchaus erfreuliche Bilanz.
© Fischer Obmann Gerhard Wohlmuth und Wirtschaftsforscher Peter Voithofer zogen eine erfreuliche Bilanz.

2,7 Milliarden Euro konnte der steirische Einzelhandel von Jänner bis Juni erwirtschaften, das entspricht einem Plus von 6,2 Prozent. Im gesamten weiß-grünen Handel wurden 9,1 Milliarden Euro erzielt – eine Zunahme von sogar 13 Prozent. Damit befinden sich die Umsätze bereits wieder über dem Vorkrisenniveau, die Entwicklung im Detail fällt je nach Branche allerdings sehr unterschiedlich aus: Während der gesamte Onlinehandel eine enorme Dynamik erlebt, verzeichnen vor allem modische Branchen einen Rückgang. „Alles in allem kann trotzdem von einem gelungenen Restart gesprochen werden, wenn auch nicht in allen Bereichen – diese darf die Politik nicht im Stich lassen. Denn mit der Delta-Variante schwebt ein Damoklesschwert über unseren Betrieben, hier darf es unter keinen Umständen mehr zu einem weiteren Lockdown kommen“, betont der Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark, Gerhard Wohlmuth.

Im ersten Halbjahr 2021 konnte der steirische Handel Netto-Umsätze in Höhe von insgesamt 9,1 Milliarden Euro generieren und damit um (nominell) 13 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2020 und um 1,8 Prozent mehr als von Jänner bis Juni im Vorkrisenjahr 2019. „Auf den Einzelhandel entfallen davon rund 2,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 6,2 Prozent bzw. von knapp 160 Millionen Euro netto gegenüber 2020 und von 0,8 Prozent bzw. rund 20 Millionen Euro im Vergleich zu 2019“, berichtet Peter Voithofer vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung. Damit konnten viele Lockdown-bedingte Umsatzeinbrüche (in der Steiermark rund 140 Millionen Euro) ausgeglichen werden, wobei dies nicht auf alle Branchen zutrifft, wie Voithofer betont: „Vor allem modische Branchen konnten im ersten Halbjahr 2021 das ohnehin geringe Umsatzniveau von 2020 nicht erreichen. Das dynamische Wachstum im Online-Handel hält hingegen weiter an.“ Im Gegensatz zum Einzelhandel kann auch der Großhandel in der Steiermark mit einer Steigerungsrate zwischen Jänner und Juni 2021 von nominell 7,8 Prozent (gegenüber 2020) das Vorkrisenniveau (noch) nicht erreichen (-4,2 Prozent gegenüber 2019). In der Kfz- Wirtschaft ist dies auf Grund hoher Umsatzzuwächse (+26,3 Prozent gegenüber 2020) bereits der Fall (+2,8 Prozent gegenüber dem Vorkrisenniveau 2019).  

Arbeitsmarkt im Handel zeigt deutlichen Aufwärtstrend

Mit 72.450 unselbständig Beschäftigten kann der steirische Handel – vor allem durch deutliche Beschäftigungszuwächse im Groß- und Einzelhandel – ein Mitarbeiterplus von 2,6 Prozent im ersten Halbjahr 2021 verzeichnen. „Damit beschäftigen unsere Betriebe heute um 620 Personen mehr als noch vor der Coronakrise. Eine tolle Leistung, die von großer sozialer Verantwortung zeugt, die unsere Handelsunternehmen in Zeiten größter Herausforderungen wahrgenommen haben“, betont der Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark, Gerhard Wohlmuth. Weit überdurchschnittliche Wachstumsraten kann demnach der Onlinehandel verzeichnen (+23,1 Prozent), aber auch der Bau- und Heimwerkerbedarf, elektrische Haushaltsgeräte und Möbel sowie der Lebensmittelbereich verzeichnen vergleichsweise hohe Steigerungsraten. Mit dem Anstieg der Beschäftigung ist die Zahl der Arbeitslosen im Handel im ersten Halbjahr 2021 um 20,9 Prozent gesunken (im Vergleich zum Vorjahr), wobei die Kfz-Wirtschaft mit -31,5 Prozent besonders starke Rückgänge aufweist. Gleichzeitig ist die Zahl der offenen Stellen auf 1.932 gestiegen, davon entfallen rund 70 Prozent auf den Einzelhandel. Von den insgesamt mehr als 30.000 zur Kurzarbeit angemeldeten Personen seit März 2020 sind im Juni 2021 nur mehr 9,1 Prozent (2.733 Personen) zur Kurzarbeit gemeldet.

Positiver Ausblick auf das zweite Halbjahr, aber mit Risiko behaftet

Die Konjunkturentwicklung im ersten Halbjahr 2021 war im steirischen Einzelhandel weiterhin stark geprägt von der Covid-19-Krise. Zudem zeigt sich eine starke Divergenz in den Konjunkturverläufen der einzelnen Einzelhandelsbranchen mit hohen Wachstumsraten im Online-Handel und hohen Rückgängen in den modischen Branchen. „Prognosen lassen für den steirischen Handel auf Umsatzzuwächse im zweiten Halbjahr 2021 schließen“, so Voithofer. Denn die Konsumausgaben der privaten Haushalte dürften österreichweit weiter ansteigen und die Sparquote zurückgehen. Das Risiko für den (Einzel-)Handel betreffend des Infektionsgeschehens (Delta–Variante) und damit verbundener etwaiger Maßnahmen im Herbst bleibt jedoch weiterhin bestehen. „Corona hat in den vergangenen Monaten viele Unternehmerinnen und Unternehmer völlig unverschuldet vor existenzielle Fragen gestellt. Die Politik darf hier auch in Zukunft niemanden im Stich lassen“, appelliert Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark. 

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