th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Halbjahresbilanz im steirischen Einzelhandel

Im ersten Halbjahr 2015 gab es erstmals wieder reale Zuwächse im steirischen Einzelhandel.

41 Prozent der Handelsunternehmen lukrierten Umsatzzuwächse, 13 Prozent konnten das Vorjahresniveau erreichen und 46 Prozent mussten Erlösrückgänge hinnehmen – so lautet kurzgefasst die Halbjahresbilanz der KMU Forschung Austria für den heimischen Handel. Unterm Strich bedeutet das Nettoeinnahmen in der Höhe von 3,7 Milliarden Euro, das entspricht einem nominellen Umsatzwachstum von 1,2 Prozent bzw. einem realen Plus von 0,5 Prozent. „Damit konnte der steirische Einzelhandel von Jänner bis Juni 2015 erstmals seit dem Jahr 2010 wieder reale Zuwächse verzeichnen“, freut sich Susanne Aigner-Haas, Obmann-Stellvertreter in der Sparte Handel in der WKO Steiermark.


Mehr als 20.000 Unternehmen zählt der steirische Handel insgesamt, davon 5.700 im Einzelhandel. Ein wichtiger und stabiler Arbeitgeber, der in Zeiten des Internets vor großen Herausforderungen, aber auch Chancen steht. Das zeigt die aktuelle Halbjahresbilanz. In dieser weist die KMU Forschung Austria dem steirischen Einzelhandel (inkl. Tankstellen) ein nominelles Umsatzplus von 1,2 Prozent aus. Damit konnte der stationäre Einzelhandel in der grünen Mark erstmals seit 2010 wieder real – also unter Berücksichtigung der Preissteigerung im Einzelhandel – um 0,5 Prozent zulegen. Spartenobmann-Stellvertreterin Susanne Aigner-Haas: „In absoluten Zahlen sind es 3,7 Milliarden Euro, die der steirische Einzelhandel zur Jahreshälfte 2015 umsetzen konnte.“ Mit dieser Entwicklung liege man voll und ganz im Österreich-Schnitt. Eine vergleichsweise positive Zwischenbilanz angesichts der nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Umso erfreulicher ist darum auch die künftige Geschäftserwartung zu sehen, wie Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria berichtet: „Unseren Daten zufolge erwarten 19 Prozent der steirischen Einzelhändler in den kommenden Monaten eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung. 75 Prozent rechnen mit einem stabilen Geschäftsverlauf und nur 6 Prozent gehen von Umsatzrückgängen aus.“ Das könnte auch Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl haben. Nach einem starken Anstieg im Jahr 2014 (+2,3 %) pendelte sich diese im Einzelhandel in der Steiermark (inkl. Tankstellen, inkl. nicht-stationärer Einzelhandel) im ersten Halbjahr 2015 wieder auf dem Niveau von 2013 ein. 44.600 unselbstständig Beschäftigte waren hier im Durchschnitt beschäftigt, das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von -2,0 Prozent.

500.000 Steirer haben im Vorjahr online eingekauft

Ein rasantes Wachstum legt nach wie vor der gesamte Bereich des Onlinehandels hin. Die letzte Dekade zeigt hier sowohl eine dynamische Entwicklung der Internet-Nutzer als auch der Internet-Käufer. Bereits 81 Prozent der Steirerinnen und Steirer (16-74 Jahre) nutzen das Internet, 54 Prozent kaufen online ein. Zwischen 2004 und 2014 ist die Zahl der Internet-Käufer (16–74 Jahre) in unserem Bundesland damit von rund 150.000 auf rund 500.000 angestiegen. Online-Shopping betrifft in der Steiermark bereits viele Einzelhandels- und Dienstleistungsbranchen. Besonders häufig kaufen die Steirer im Netz Bekleidung und Sportartikel ein (34 %). Auf Platz zwei im Ranking der meistgekauften Waren bzw. Dienstleistungen im Internet liegen Urlaube/Reisen (28 %), gefolgt von Büchern/E-Books (25 %). Häufig bestellt werden im Internet zudem Veranstaltungstickets, diverse Haushaltsgüter, wie Spielzeug und Möbel, aber auch elektronische Geräte. Für Aigner-Haas braucht es aufgrund des zunehmenden Onlinehandels auch mehr politisches Augenmerk auf die Durchsetzung von fairen Spielregeln. Waren Mitbewerber früher vielleicht nur ein paar Straßen weiter beheimatet, so findet man diese heute quer über den Globus. „Das ist Chance und Herausforderung zugleich. Um diese nutzen zu können müssen wir den Rahmen für einen fairen Wettbewerb garantieren“, betont Aigner-Haas. Allerdings zeige die Realität heutzutage vielfach ein anderes Bild: Heimische Handelsbetriebe sehen sich da im Internet oft mit Billigkonkurrenz aus dem Ausland konfrontiert, die weder im Lohn- und Abgabenbereich noch bei den Sozialstandards vergleichbares leisten. Aigner-Haas: „Hier müssen wir verstärkt die Einhaltung bestehender Gesetze im Auge halten, aber auch die Bemühungen auf europäischer Ebene verstärken. Natürlich stehen wir zum Wettbewerb, dieser muss aber nach fairen Spielregeln ablaufen, die dann auch für alle gelten. Das Internet bietet hier eine enorme Chancen für unsere Handelsbetriebe.“

 

Neues Servicecenter für leichteren Einstieg ins E-Business

Aus diesem Grund hat die Sparte Handel im heurigen Jahr auch ein neues Servicecenter namens „go online“ ins Leben gerufen (www.wko.at/stmk/go-online). Im Rahmen dessen steht allen Mitgliedern ein umfangreiches Rechtshilfe- und AGB-Paket für einen leichteren Einstieg ins E-Business zur Verfügung. Darüber hinaus bietet man gemeinsam mit einer Anwaltskanzlei kostenlose Sprechtage an, zum Start im Februar gab es auch eine große Tour quer durch die Steiermark. Weiters bietet man im Rahmen des Servicecenters zahlreiche Informationsveranstaltungen wie auch Messebesuche (geplant). Auch ein neuer Leitfaden bezüglich E-Commerce und Smartphonetauglichkeit, Barrierefreiheit und Online-Kundenaquise in Kooperation mit der Fachhochschule Campus 02 befindet sich in Arbeit. Bemühungen, die laut Aigner-Haas fruchten: „Die E-Business-Anfragen haben im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent zugenommen. Ein gutes Zeichen, denn unser Ziel ist so viele Handelsbetriebe wie möglich fit fürs Netz zu machen.“


Rückfragehinweis:
Mario Lugger
Referatsleiter Kommunikation
0316/601-652
mario.lugger@wkstmk.at

Das könnte Sie auch interessieren

  • News 2016

Austria Druckguss will mit China-Hilfe Umsatz verdoppeln

Die Übernahme von Austria Druckguss durch die chinesische Zhongding-Gruppe bestärkt den Gleisdorfer Betrieb. Hier wird das internationale Druckguss-Headquarter entstehen, der Umsatz soll verdoppelt werden. mehr

  • Newsletter 2016

Rote Karte für Dumpingpreise

Eine TU-Studie zeigt die dramatischen Folgen von Lohn- und Sozialdumping am Bau durch ausländische Betriebe. mehr

  • Newsletter 2016
'">

'">Mit individueller Beratung punkten

Wolfgang Rohrer sucht das beste Produkt für seine Kunden und berät sie nachhaltig. '"> mehr