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Grüner Strom gegen Bahnen

Tauplitzer Liftbetreiber bringt mit Unterstützung der WKÖ Klage gegen verdreifachte Ökostrompauschale ein.

Hubert Mayrhofer, Rechtsanwalt und Liftbetreiber auf der Tauplitz, hat im Mai des Vorjahres seinen Augen nicht getraut. Bei genauer Durchsicht seiner (höchst unübersichtlichen) Stromrechnung musste er feststellen, "dass meine Abgaben doppelt so hoch waren wie die Kosten für den Strom". Mayrhofer zahlt auf Netzebene 5 (mittleres Unternehmen im produzierenden Bereich) nach der Erhöhung nicht mehr 5.200 Euro pro Zählpunkt, sondern 15.500 Euro, womit seine jährliche Ökostrompauschale von 26.000 Euro auf 77.500 Euro in die Höhe geschossen ist.

Teurer Ökostrom

Grund genug für Mayrhofer, beim Verfassungsgerichtshof einen Individualantrag einzubringen, "um auf unglaubliche Ungerechtigkeiten und Missstände hinzuweisen. So wird etwa ein Kunde mit 500.000 kWh Jahresverbrauch und 250 kW Leistungsbezug in Netzebene 6 mit Ökostromkosten in der Höhe von 6.086,25 Euro belastetet, während einem Kunden in Ebene fünf bei gleichem Verbrauchsverhalten 19.693,75 Euro verrechnet werden." Mayrhofer stellt sich aufgrund exorbitanter Kosten berechtigt die Frage, "ob man Ökostrom in dieser Höhe wirklich fördern muss. Die Rechnung zahlen am Schluss die Kunden, und gerade bei den Schipässen wollen wir nicht unbedingt die Schraube nach oben drehen."

Alle Stromkonsumenten betroffen

Die Pauschale betrifft übrigens alle Stromkonsumenten, private wie gewerbliche Unternehmer. Die Ökostrompauschale, die im Vorjahr um 200 Prozent auf allen Netzebenen in die Höhe geschossen ist, bringt jetzt aber vor allem Betriebe mit mehreren Zählpunkten (Netzstellen, an denen Strom entnommen wird) in große wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die WKO Steiermark bezieht bereits seit 2014 ganz klar Stellung und spricht sich mit aller Vehemenz für markttaugliche Lösungen aus. Ewald Verhounig, Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung: "Die Förderung von Ökostromanlagen muss novelliert werden, permanente Subventionen können nicht die Lösung sein." Der WKO schwebt - so der Experte - ein Modell in Richtung Markttauglichkeit vor. Vor allem in Forschung und Entwicklung soll nachhaltiger investiert werden.

Nicht zumutbar

Völlig unzumutbar ist in jedem Fall die Erhöhung für Unternehmen, die mehrere Zählpunkte haben. Darauf pocht auch Arthur Moser, Fachgruppenobmann der Seilbahnen, der Mayrhofer bei seiner Klage tatkräftig unterstützt und sich auch für seine Branchenkollegen stark macht: "Wir sind Infrastrukturbetriebe, die meisten von uns haben hohe Summen investiert, um den Strom auf den Berg zu bringen." Moser hofft mit großer Zuversicht, wie auch Mayrhofer, dass die Erhöhung zurückgenommen wird. Dass der streitbare Jurist gute Chancen hat, mit Rückendeckung der WKO einen Erfolg zu erzielen, dafür spricht die Tatsache, das der VfGH den Individualantrag schon einmal angenommen hat.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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