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Große Probleme mit der "kleinen Not"

Mit Schwierigkeiten der ganz anderen Art haben die Frächter zu kämpfen. Fahrern wird bei Zulieferung der Zutritt zu Sanitäranlagen verweigert

LKW Frachtentladung
© siwakorn, adobestock Die pünktliche Anlieferung von Waren sorgt bei den Lkw-Fahrern für viel Druck. Jetzt kommen sie auch menschlich unter Druck.

Peter Farner, Obmann der weiß-grünen Transporteure, kann es nicht fassen: „Es häufen sich die Hilferufe unserer Fahrer, dass ihnen beim Anliefern oder bei der Abholung von Waren der Gang zur Toilette verwehrt wird. Damit wird nicht nur zutiefst menschlichen Bedürfnissen ein Riegel vorgeschoben, es wird den Dienstleistern auch unmöglich gemacht, sich an die wichtigsten Corona-Grundregeln wie Händewaschen und Desinfektion zu halten.“ 

Schikanös und einfach menschenunwürdig

Schon im Zuge des ersten Lockdowns im März wurde das Fahrpersonal der Transporteure zunehmend von der Benutzung sanitärer Einrichtungen ausgesperrt. Fahrner hat dafür kein Verständnis und versteht die Welt nicht: „Unsere Mitarbeiter garantieren die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und allen lebensnotwendigen Waren, jetzt so mit den Systemerhaltern umzugehen, das ist einfach unakzeptabel.“ Fahrner appelliert an den Hausverstand jedes Einzelnen, dem Fahrpersonal, das unter den derzeit auch noch verschärften Corona-Bedingungen ohnehin keinen leichten Job zu erledigen hat, mit Vernunft und Respekt zu begegnen.  

Die Forderung nach klaren Hygieneregeln

So schlägt Fahrner vor, klare Hygieneregeln aufzustellen, nach denen sich Lkw-Fahrer richten können, sowie auf Masken, Abstand und Desinfektion zu setzen. „Denn es ist immer noch ein Mensch, der hier anliefert und abtransportiert“, ruft Fahrner nochmals mit Nachdruck in Erinnerung. Damit aber nicht genug, auch dem Thema Ladegutsicherung und Lkw-Sicherung komme durch Corona neue Bedeutung zu.

Ladegutsicherung wird zum Problem

Plötzlich ist es nämlich aus Angst vor einer Ansteckung nicht mehr gewünscht, dass die Lkw-Fahrer wie üblich beim Beladen oder Entladen anwesend sind, was Fahrner mit völligem Unverständnis quittiert, „weil Maske und Abstand sowie Desinfektion vor Corona ausreichend schützen. Das führt dazu, dass Ladegut nicht entsprechend professionell gesichert wird und das Fahrpersonal mit erhöhtem Aufwand nachsichern muss“, weiß der Transport-Experte. Außerdem komme es auch immer wieder vor, dass der Lkw Schäden durch die Fremdbeladung bzw. Fremdentladung nehme und der Transporteur auf den Reparaturkosten sitzen bleibe.

Der Frächter-Obmann wirbt mit Nachdruck um Verständnis für eine Branche und ihre Mitarbeiter, die nicht nur jedem Einzelnen bringen, was er täglich braucht, sondern auch die Wirtschaft insgesamt mit Gütern und Rohstoffen versorgt, damit diese produzieren oder Dienstleistungen anbieten kann. Nur damit wird garantiert, dass der Warenkreislauf in Schwung bleibt.

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