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Grazer verpassen nun „Siri“ Ohren

Navi oder Telefon werden im Auto häufiger verbal aktiviert – doch zu oft versteht der Sprachassistent nicht alles richtig. Das intelligente „Hörgerät“ des Start-ups „evolve“ soll die Kommunikation im Cockpit jetzt erleichtern.

Ein intelligentes Hörgerät aus Graz soll das Kommunizieren mit einem Sprachassistenten nun erleichtern.
© sdecoret - Fotolia Ein "intelligentes Hörgerät" aus Graz soll das Kommunizieren mit einem Sprachassistenten nun erleichtern.

Mittels reichlich Technik-Knowhow und der Entwicklung eines cleveren Algorithmus für die künstliche Intelligenz dahinter lässt das Grazer Start-up „evolve“ Autobauer aufhorchen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn dank dieser steirischen Innovation zur akustischen Kanaltrennung von Geräuschen im Fahrzeug werden verbale Kommandos ans Smartphone oder den Sprachassistenten im Cockpit herausgefiltert. Oder anders gesagt: Dank diesem innovativen „Hörgerät“ werden Sprachbefehle von Programmen wie Siri, Alexa und Co. um ein Vielfaches exakter als bisher wahrgenommen – weil diese nicht mehr aufgrund von Motorengeräuschen, sprechenden Mitfahrern, der Musik aus dem Radio oder einfachem Straßenlärm irritiert werden. 

„Damit gehören leidige Fehlfunktionen, wie ständiges Nachfragen nach dem gewünschten Telefonkontakt oder der nicht verstandenen Adresse im Navi, der Vergangenheit an“, erzählt Gründer Matthias Zöhrer und ergänzt, dass er mit dieser Technologie weltweit Neuland betrete. Zuletzt habe sich das für den Forscher im Bereich des „Machine Learning“ an der TU Graz bei einer kürzlich angetretenen Reise nach Kanada bzw. in die USA bestätigt. Dort hat Zöhrer seine Entwicklung mit Größen wie Google, Amazon oder auch Bose ins Vergleichsrennen geschickt. „Nicht nur die intelligente Technik, sondern auch das bewusst lokal und nicht wie bei anderen über das Internet laufende System grenzen uns am Markt deutlich ab. Denn Privatsphäre und Sicherheit sind uns in Zeiten von Big Data besonders wichtig.“ 

Der Clou aber ist die Nutzung des sogenannten „Deep Learnings“. Nur dadurch sei es nämlich überhaupt möglich, aus allen in der Fahrkabine vorherrschenden und sich überlagernden Klangwellen nur den Sprecher herauszuhören. „Vier Jahre lang haben mein Kollege und ich an der Entwicklung und der Miniaturisierung dieser wirklich neuartigen Technik gearbeitet“, verdeutlicht der Gründer die großen wissenschaftlichen Anstrengungen hinter dem kleinen Chip, der ganz einfach ins Lenkrad eingebaut werden kann. „Und dieses höchst praktische Argument nutzen wir jetzt, um intensiv mit Herstellern über Pilotprojekte zu verhandeln.“ 

Quergefragt

Warum kein Internet?

Das System läuft ohne Rückkopplung ans Netz, weil es die Privatssphäre sichert und der Sprachassistent auch schneller auf die Befehle reagiert. 

Was ist geplant?

Aktuell ist an die Entwicklung für den Einsatz in Autos – zuerst klarerweise im Premiumbereich – gedacht. 

Wohin geht die Reise?

Auf längere Sicht ist ein Einsatz natürlich auch für andere Bereiche möglich, etwa in Schallschutzkopfhörern.

Das Start-up „evolve“ arbeitet aktuell am Grazer Science Park (www.sciencepark.at) an der marktreifen Umsetzung der „akustischen Innovation“. Alle Infos auf: www.evolve.tech

Von Veronika Pranger.

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