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Grazer bauen nun die erste Wasserstoff-Lok

Die Grazer Bahnspezialisten von RCC rüsten in einem Forschungsprojekt alte Dieselloks auf emissionsfreie Hybrid-Fahrzeuge um – auch auf Basis von Wasserstoff

Einst als Flüsterlok vorgestellt, soll die „2068“ nun zur emissionsfreien Hybridlok umgerüstet werden.
© Herbert Ortner Einst als Flüsterlok vorgestellt, soll die „2068“ nun zur emissionsfreien Hybridlok umgerüstet werden.

Völlig emissionsfrei auf Schiene: Daran tüftelt aktuell der steirische Bahnspezialist RCC. In einem in Österreich noch nicht da gewesenen Forschungsprojekt soll – gemeinsam mit weiteren Projektpartnern – eine bestehende Verschub-Diesellok in ein Brennstoffzellen-Hybrid-Fahrzeug umgerüstet werden. Ziel des Projekts, das von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG unterstützt wird, ist der „erste zulassungsfähige und seriennahe Prototyp einer Hy­brid-Lok“, erklärt RCC-Geschäftsführer Alexander Schimanofsky. Schlüssel zu einer nachhaltigeren Bahnzukunft ist für das Grazer Unternehmen die technologische Verbindung von zwei Energiequellen: Der Strom für den Antrieb des Zugs von morgen kommt dabei einerseits aus Batterien, andererseits aus zukunftsträchtigen Brennstoffzellen. Letztere verwandeln Wasser- und Sauerstoff in elektrische Energie, die in der Batterie des Zugs zwischengespeichert werden kann. „Für Leistungsspitzen kann der elektrische Antrieb der Lok von beiden Energiequellen gespeist werden, im Normalbetrieb wird automatisch das energieeffizienteste Zusammenspiel von Batterie und Brennstoffzelle kombiniert“, erklärt RCC-Geschäftsführer Schimanofsky. 

„Wasserstoff ist die  langfristige Strategie“

Während die eingesetzte Energie zur Wasserstoffherstellung für Schimanofsky im „Forschungsvorhaben noch sekundär ist“, soll die Bahn von morgen ausschließlich mit Wasserstoff aus erneuerbaren Energien versorgt werden: „Insbesondere im Bahn-Sektor orten wir hohes Potenzial für diese Art von Antrieb, was auch für Wasserstoff als Alternativ-Treibstoff für den Straßenverkehr wichtige Impulse geben kann. Wasserstoff wird Teil der Langfriststrategie sein“, ist sich der Bahnspezialist sicher. 

Erster Wasserstoffzug in ganz Österreich

Derzeit gilt vor allem die teure Herstellung von Wasserstoff als Bremsklotz der Technologie. Auch da will RCC ansetzen: „Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz und unterstützen die Konzeption von Gesamtsystemen zur wasserstoffbasierten Mobilität – das geht vom Entwurf über die Planung und Berechnung, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Modellregionen, bis hin zur Rea­lisierung der Bahn-Fahrzeuge“, erklärt Schimanofsky. Das nötige Know-how der Grazer stammt aus bereits realisierten Projekten. Zuletzt etwa zeichnete RCC für Planung, Entwicklung und Bau des ersten wasserstoffbetriebenen Eisenbahnzugs in Österreich verantwortlich: Die Schmalspur-Lokomotive „HydroLilly“ kurvt auf der Liliputbahn im Wiener Prater. 

Anerkannte Prüfstelle für Schienenfahrzeuge

Auch außerhalb der Forschung bleibt das Grazer Unternehmen auf Schiene: Denn das täglich’ Brot erwirtschaftet RCC als „Benannte Stelle“. Heißt: Als Inspektionsstelle ist das Unternehmen für die Typenzulassung von Schienenfahrzeugen wie Loks und Waggons zuständig – von der Entwicklung über die Entwurfs- bzw. Baumusterprüfung bis zur Qualitätssicherung. 

Quergefragt mit Alexander Schimanofsky

Wofür steht RCC?

RCC steht für Railway Competence Center.

Wie hoch ist die F&E-Quote der RCC? 

Im Vorjahr belief sie sich auf 17 Prozent.

Mit wem arbeiten Sie generell zusammen?

Mit allen großen Bahnplayern in Mitteleuropa.


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