th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Grazer "Airbnb" für Segler

Innovative digitale Plattform, gepaart mit Weltraum-Technologie: Das steirische  Yachthafen-Start-up „Seasy“ segelt trotz weltweiter Corona-Stürme auf Erfolgskurs. 

Segelboot
© AdobeStock_Alex Stemmer "Seasy" erleichtert Hobbyseglern das Marina-Prozedere.

Wer träumt in Zeiten wie diesen nicht vom Urlaub am Meer? Umso „schlimmer“ wird die Sehnsucht nach dieser zu lange verwehrten Freude, wenn man mit Niklas Baumgartner, dem Gründer von „Seasy“, spricht, schließlich hat er sozusagen das ultimative Freiheitsgefühl gepachtet: „Wir vernetzen über unsere Plattform Marinas mit Seglern.“ Ein Yachthafen-Airbnb also, das per Fingertipp freie Anlegeplätze vermittelt. Aktuell erstreckt sich dieser digitale Hafenführer auf Kroatien, Italien, Montenegro und Griechenland, doch längst hat das „Seasy“-Team (Bild re.) die Fühler in Richtung Spanien und Frankreich ausgestreckt. Und wer glaubt, das könne mitten in der von Reiserestriktionen gekennzeichneten Corona-Pandemie nicht funktionieren, der wird bei „Seasy“ rasch eines Besseren belehrt. Schließlich wurde das Unternehmen selbst nur zwei Monate nach Beginn des ersten Lockdowns im Vorjahr gegründet. 

Ziel: europäischer Marktführer

„Viele haben gesagt, ihr seid verrückt. Doch davon haben wir uns nicht berirren lassen. Die Idee ist zuvor zwei Jahre lang intensiv gereift und wir waren überzeugt davon, dass es auch trotz Corona funktionieren kann“, erzählt Baumgartner. Und wie es funktionierte – bereits im Oktober konnten rund 200 Marinas gelistet werden und es wurde auch weit über das angestrebte Maß hinaus gebucht. „Es gibt eine Handvoll Anbieter in Europa, aber diese stehen im Vergleich zu uns noch in der Frühpase. Wir haben die Digitalisierungsmöglichkeiten in der Coronazeit wirklich ausgereizt, um unsere Position grenzüberschreitend zu unterstreichen“, erzählt Baumgartner. Deshalb sei auch das Ziel, 2022 europäischer Marktführer zu sein, nach wie vor auf Kurs: „Wir sind bereits in Gesprächen mit namhaften Investoren.“ 

Weltraumtechnologie für Segelfans

Diesen kann „Seasy“ auch weitere Ideen präsentieren: So tüftelt man nicht nur an Drohnenscans von Marinas, die das Buchen und Anlegen automatisiert erlauben sollen, sondern auch an einer Art „Google Maps“ für das Meer. Und da kommt Weltraum-Technologie ins Spiel. „Wir sind am Sciencepark beheimatet, sind also mit dem ESA-Inkubationszentrum verbunden. Warum nicht die Kräfte bündeln?“, erzählt Baumgartner. Überlegungen werden bereits angestellt, um anhand von Navigationsdaten in Echtzeit Mitteilungen zur Hafen-Belegung zu erstellen. „Der Skipper kann direkt abrufen, ob am nächsten Ziel auch wirklich ausreichend Platz für sein Boot ist. Das ist wichtig, wenn man hier etwa an Unwetter denkt. Der Segler bekommt eine Push-Nachricht über die für ihn nächstmögliche Anlegestelle.“ 

Mittelfristig will man bei „Seasy“ also im Binnenstaat Österreich den europaweit maßgeblichen „One-Stop-Shop“ für Hobby-Segler etablieren. Klingt ambitioniert – aber zuzutrauen ist es dem jungen, engagierten Team auf jeden Fall. Schließlich hätte auch niemand gedacht, dass man mitten in Corona-Zeiten eine Firma für Segelurlaube derart erfolgreich starten kann.


Quergefragt:

Wie kamen Sie auf die Idee?

Als passionierter Segler nervte es mich immer mehr, dass man im digitalen 21. Jahrhundert immer noch auf Hafenführer in Papierform zurückgreifen bzw. sich erst vor Ort – oft mühsam – verständigen muss.

Wohin geht die Segel-Reise?

Wir werden heuer unsere Position am Markt weiter ausbauen.  

Für wen ist Seasy gedacht?

Für die Hobby-Segler, die Urlauber. Wir erleichtern das Prozedere indem wir es erstmals umfassend von der Papier- bzw. Mailform auf die digitale Ebene heben. 

Team Seasy am Segelboot
© Seasy Das "Seasy"-Team hat nur zwei Monate nach Ausbruch der Pandemie ein Unternehmen gegründet, das sich auf Segelurlaube am Meer spezialisiert. "Viele haben gesagt, wir seien komplett verrückt", sagt CEO Niklas Baumgartner.

Das könnte Sie auch interessieren

Sandra Sprung betreibt in Leoben ein Textilfachgeschäft

Leoben: Der erneute Neustart der Wirtschaft

Seit 8. Februar haben Händler und körpernahe Dienstleister wieder geöffnet. Wir haben nachgefragt, wie es den Unternehmern in Leoben beim Re-Start gegangen ist. mehr

Irene Schwarz (li.) mit ihren Mitarbeiterinnen

Graz-Umgebung: So haben sich die Betriebe für den Neustart gerüstet

Seit 8. Februar haben Händler und körpernahe Dienstleister wieder geöffnet. Wir haben die Betriebe gefragt, wie sie die erste Zeit des Wiederhochfahrens der Wirtschaft erleben. mehr