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Graz-Umgebung: So haben sich die Betriebe für den Neustart gerüstet

Seit 8. Februar haben Händler und körpernahe Dienstleister wieder geöffnet. Wir haben die Betriebe gefragt, wie sie die erste Zeit des Wiederhochfahrens der Wirtschaft erleben.

Irene Schwarz (li.) mit ihren Mitarbeiterinnen
© Schwarz Irene Schwarz: "Als Unternehmerin trage ich nicht nur für meinen Betrieb, sondern auch für meine Mitarbeiter Verantwortung – da hat Jammern keinen Platz, da muss man mutig in die Zukunft blicken."

Irene Schwarz, Salon Irene Schwarz, Graz-Raaba: Der erforderliche Covid-Test sowie das Tragen von FFP2-Masken beim Besuch ihres Friseursalons sei für den Großteil ihrer Kunden kein Problem, erzählt Irene Schwarz. Und sie habe gemeinsam mit ihren vier Mitarbeitern alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm gerecht zu werden, verrät die Unternehmerin: "Nach so langer Zeit ist es vielen ein ganz besonderes Bedürfnis, die Frisur wieder auf Vordermann zu bringen – wir sind für fünf Wochen ausgebucht." Sie sei schon länger auf der Suche nach weiteren engagierten Händen, "doch Mitarbeiter zu finden ist trotz Corona und der damit verbundenen hohen Arbeitslosenzahl, sehr schwierig".

Und schwierig sei es auch für Kunden, an einen raschen Testtermin zu kommen, erzählt Schwarz. "Gerade in der ersten Woche nach dem Lockdown war das ein großes Problem, da es am Land keine ausreichenden Kapazitäten bzw. Teststationen gab. Besonders ältere bzw. nicht sehr mobile Kunden stellte das vor große Probleme - sie können ja nicht dreißig Kilometer weit für einen Test herumfahren", berichtet Schwarz – und auch davon, wie erleichtert nicht nur sie, sondern vor allem auch ihre Mitarbeiter seien, dass man endlich wieder arbeiten dürfe: "Man braucht ja einen Sinn im Leben. Man braucht einen Grund, warum man in der Früh aufsteht. Wenn man wochenlang zum Nichtstun gezwungen wird, schlägt das auf die Psyche." Umso engagierter krempelt sie nun gemeinsam mit ihrem Team die Ärmel hoch.

Wie sie selbst als Unternehmerin die Corona-Lockdowns erlebt hat? "Ich habe zwei Tage vor dem ersten Zusperren im vergangenen Frühjahr einen Salon in Wien eröffnet – musste also sofort wieder dicht machen. Das war keine leichte Zeit. Umso mehr freue ich mich, dass ich meine Mitarbeiter über alle drei Lockdowns halten konnte und wir nun wieder durchstarten dürfen." Und generell sei sie ein positiv gestimmter Mensch: "Insbesondere als Unternehmerin trage ich nicht nur für mich und meinen Betrieb, sondern auch für meine Mitarbeiter Verantwortung – da hat Jammern keinen Platz, da muss man mutig in die Zukunft blicken."



Markus Gangl (re.) vor seinem Geschäft in Premstätten.
© privat Markus Gangl (re.) hat die Tore seines Geschäfts in Premstätten wieder für die Kunden geöffnet.

Markus Gangl, Gangl 162, Premstätten: Auch während des Lockdowns war man bei Markus Gangl immer für die Kunden erreichbar, "aber Click&Collect funktioniert nur bedingt, gerade bei Mode will man ja gustieren und probieren", erzählt der Unternehmer, der das Geschäft für Bodenbeläge, Schulbedarf/Bücher und Mode am Premstättener Standort bereits in zweiter Generation führt. Umso mehr freute er sich mit seinen Mitarbeiterinnen, als es vor knapp einer Woche wieder "aufsperren erlaubt" hieß. "Denn gerade für uns kleine Händler waren die Lockdowns sehr bitter. Während wir zum Zusperren gezwungen wurden, konnten große Lebensmittelhändler Sortimente wie unsere aber vertreiben", erklärt Gangl. Nun aber seien die Geschäftstüren Gott sei Dank wieder offen, "und mit den geforderten Corona-Sicherheitsmaßnahmen kennen wir Unternehmer uns ja bereits aus, da waren wir natürlich perfekt für unsere Besucher vorbereitet", erzählt er von freudigen Wiedersehen mit Stammkunden.

Was er sich nun aber vom erneuten "Re-Start" erhofft? "Man hat ja gerade bei Lebensmitteln im Verlauf der Pandemiezeit deutlich gesehen, dass Kunden Regionalität immer mehr schätzen. Und das würde ich mir auch generell beim Einkaufsverhalten der Konsumenten wünschen. Nur so können kleine Betriebe in den Regionen erhalten bleiben."  Man könne nur an die Vernunft der Menschen appellieren, so Gangl. "Wer vor Ort bzw. in der Region, kauft, der sichert also nicht nur die Lebensqualität  in den Orten nachhaltig ab, sondern hält auch die Kaufkraft und damit den Wohlstand im Land", so Gangl. 


Renate Wanko (li) mit einer Kundin in ihrem Schönheitssalon.
© privat Renate Wanko (li.) freut sich, wieder eine ihrer Kundinnen in ihrer "Wohlfühlfarm" begrüßen zu dürfen.

Renate Wanko, Wohlfühlfarm, Lieboch: Dass sie nun endlich wieder für ihre Kunden da sein darf, freut auch Renate Wanko, die in Lieboch den Beautysalon "Wohlfühlfarm" betreibt, sehr: "Wir haben wie auch schon nach den vorhergegangenen Lockdowns natürlich alle Sicherheits- und Hygienemaßnahmen umgesetzt. Unsere Kunden sind also bereits daran gewöhnt und es funktioniert großartig." Und Wanko hat sich hier zusätzlich einen Wellnessfaktor ausgedacht, so bekommt jeder Besucher ihrer Schönheitsoase ein zuvor sterilisiertes, warmes Handtuch zusätzlich gereicht – "Wie man es aus dem Flugzeug oder aus gehobenen Hotels kennt, das sorgt sofort für Entspannung und innere Ruhe". Natürlich gehe es in erster Linie für die Kunden darum, sich wieder schön zu fühlen, doch auch die persönlichen Gespräche gehörten hier dazu. "Man ist eine Art Stammtisch, Informationsaustauschzentrale und Psychologe gleichermaßen", lacht die leidenschaftliche Unternehmerin. Wobei das Reden sofort eingestellt werde, wenn es an die Arbeit nahe am Kunden gehe: "Sobald auf der Liege Platz genommen wird, wird nicht mehr gesprochen. So wird für ein noch stärkeres Gefühl der Sicherheit auf beiden Seiten gesorgt ", betont Wanko. Und Sicherheit stehe bei ihr schon lange an erster Stelle, so testet sich das Team bereits seit dem zweiten Lockdown permanent. Und was die "Corona-Müdigkeit" vieler Bürger betrifft, bezieht die Unternehmerin klar Stellung: "Sicherlich ist es für viele Menschen im Land nicht mehr ganz einfach, sich an alle Corona-Regeln zu halten, weil es eben schon so lange dauert. Aber gerade deshalb müssen wir uns alle jetzt umso mehr zusammenreißen. Denn ein weiterer Lockdown wäre eine Katastrophe – für alle im Land."

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