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Graz: Neuer Re-Start nach dem Lockdown

Seit 8. Februar haben Händler und körpernahe Dienstleister wieder geöffnet. Wir haben die Unternehmen in Graz zu ihrer ersten "Bilanz" des Wiederhochfahrens befragt.

Andreas Mayer mit FFP2-Maske und Desinfektionsmittel in der Hand vor seinem Geschäft im Grazer Citypark.
© Intercoiffeur Mayer Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter wird auch bei Andreas Mayer in den fünf Salons in Graz sowie der Filiale in Bruck großgeschrieben.

Andreas Mayer, Intercoiffeur Mayer: Gemeinsam mit seinen rund 90 Mitarbeitern in insgesamt fünf Salons in Graz sowie einer Filiale in Bruck an der Mur hat Andreas Mayer das Wiederaufsperren nach dem Lockdown bereits sehnlichst erwartet: "Die letzten Wochen waren wirklich hart. Wir sind alle so unglaublich froh, dass wir wieder für unsere Kunden da sein dürfen. Und auch die Kunden sind happy, dass sie wieder zu uns kommen können", erzählt Mayer. Und für Sicherheit ist gesorgt: Sämtliche Corona-Auflagen wurden natürlich erfüllt und sogar noch zusätzliche Maßnahmen, wie etwa Plexiglasscheiben zwischen den Waschstationen oder auch deutlich sichtbare räumliche Absperrungen, getroffen. Auch die wöchentlich geforderten Corona-Testungen werden, so weit es den Mitarbeitern möglich sei, sogar auf zwei Tests pro Woche erweitert, so Mayer: "Damit geben wir nicht nur den Kunden, sondern auch uns selbst ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit." Und auch die Kunden hätten die Auflage, nur mit negativem Test zum Friseur kommen zu dürfen, sehr gut angenommen.  Wobei es doch in der ersten Woche mitunter gerade für Kunden aus der Peripherie schwierig gewesen sei, einen Testtermin rechtzeitig zu bekommen, erzählt Mayer: "Da haben wir eben alle rasch und unkompliziert zusammengearbeitet – uns also mit den Apotheken abgesprochen und die Kunden auf die Möglichkeit von Tests am Hauptplatz oder in den Einkaufscentern direkt hingewiesen." 

Er sei erleichtert, dass es nun wieder endlich wieder einen Schritt in diese neue Normalität gebe, erzählt Mayer – und auch darüber, dass er alle Mitarbeiter über die schwierigen Corona-Monate halten konnte: "Das war unglaublich wichtig – denn jeder Unternehmer weiß, dass es gute, engagierte Hände braucht, wenn es wieder los geht."  Dass man dafür in Zeiten wie diesen eben bestimmte Corona-Auflagen mittragen müsse, sei zu akzeptieren – aber es brauche auch Planungssicherheit und wirtschaftlich verträgliche Rahmenbedingungen, betont Mayer mit Blick auf die Betriebe im Land insgesamt: "Wir Unternehmer tun wirklich alles in unserer Macht stehende dafür, dass dieser Re-Start nach dem letzten harten Lockdown hoffentlich der allerletzte bleiben wird. Denn einen weiteren werden sich viele Betriebe im Land nicht mehr leisten können." 


Centerleiterin Heike Heinisser am Infostand im Einkaufszentrum mit Desinfektionsmittel.
© ShoppingNord Shopping-Nord-Centerleiterin Heike Heinisser freut sich über den gelungenen Re-Start nach dem Lockdown: "Wir tun alles dafür, unseren Besuchern ein sicheres Einkaufen zu gewährleisten."


Heike Heinisser, Shopping Nord: "Gemeinsam mit den Shops und deren Mitarbeitern freuen wir uns, dass wir wieder unsere Center-Tore für die Kunden öffnen konnten", erzählt ShoppingNord-Centerleiterin Heike Heinisser. Der erste Tag sei sicherlich eine Challenge gewesen, schließlich wusste man nicht, wie groß das Einkaufsinteresse ausfallen würde. "Auch wenn wir das Prozedere seit dem ersten Lockdown bereits kennen und eingespielt sind, haben wir dennoch darauf erneut akribisch vorbereitet – nicht nur, was die Hygiene- bzw. Abstandsregelungen sowie Quadratmetervorgaben in den Shops betrifft, sondern auch im Bereich der Kundenleitsysteme", erklärt Heinisser. Und auch die Kunden hätten erneut wieder sehr vorbildlich reagiert und natürlich die geforderten FFP2-Masken getragen. Einzig das nicht erlaubte konsumieren von Getränken oder Speisen hätte höfliche Aufklärungsarbeit der darauf geschulten Security erfordert, so Heinissser. "Der Neustart hat einwandfrei geklappt, die Kundenfrequenz war sehr gut, aber nicht so hoch, sodass es hier Probleme in irgendeiner Form gegeben hätte." Und die Besucher würden sich sicher fühlen, was Heinisser auch auf die Größe des Centers bezieht: "Wir sind ein eher kleineres Einkaufscenter, wir sind ein Nahversorger – hier tummeln sich die Massen nicht.  Und unser Fachmarktzentrum steht sowieso im Freien." Heinisser hofft nun, dass die Menschen im Land auch weiter bereit sind, die Auflagen der Regierung mitzutragen, damit es nicht zu einem weiteren Lockdown kommt: "Wir müssen alle gemeinsam durchhalten. Noch einmal das Land herunterzufahren, wäre ein Super-Gau. Das betrifft uns alle - und das können wir auch nur alle gemeinsam verhindern."


Ulrike Gugel, City Classic Damenmoden: "Wie nach jedem Lockdown fehlt auch jetzt die Frequenz massiv", berichtet Ulrike Gugel, die ihre "City Classic Damenmoden" im Herzen der Stadt betreibt. Die Kundinnen, die seit dem Wiedereröffnen vor wenigen Tagen, könne sie an einer Hand abzählen. "Solange die Gastronomie weiter zuhaben muss, ist es für uns Händler im Zentrum weiterhin sehr dramatisch, denn ohne Gastro fehlt  das Leben in der Stadt – es wird nicht flaniert und gustiert. Es gibt keine Möglichkeit, gemütlich einen Kaffee zu trinken, etwas zu essen oder schlicht: auch eine Toilette aufzusuchen. Und es fehlen  die Tagesgäste und die Touristen. Die Stadt ist tot."

Dass erneut nur Teile der Wirtschaft wieder öffnen könnten und andere weiter zuhaben müssten, sei "weder Fisch noch Fleisch", die Planungssicherheit fehle und bei vielen Förderungen würden insbesondere kleine Betriebe vor massiven Hürden stehen, so Gugel: "Viele Betriebe werden im nächsten Jahr um diese Zeit wohl nicht mehr hier sein. Ich kann auch die meisten verstehen, die sagen: Das tue ich mir nicht weiter an, das unternehmerische Risiko lohnt sich nicht mehr."

Dennoch lasse sie sich nicht unterkriegen und habe im letzten Jahr gelernt, jeden Tag aufs Neue irgendwie positiv zu sehen, so Gugel: "Ich bin leidenschaftliche Unternehmerin. Ich will nicht aufgeben, ich will weiter für meine Kundinnen da sein."  Auch wenn die Situation jetzt sehr hart für viele sei, ist Gugel dennoch zuversichtlich: "Es werden wieder bessere Zeiten kommen. Wir werden alle gemeinsam einen Weg finden, mit Corona zu leben. Und dann geht es für alle im Land wieder bergauf." Bis dahin aber vertraut sie weiter auf die treuen Stammkundinnen, denn auch wenn Online-Shopping seit der Pandemie massiv zugenommen habe, gäbe es doch ein Klientel, das rein auf den stationären Fachhandel, wie sie ihn mit ihrer Mode-Boutique betreibe, setze: "Auch wenn es nur zwei, drei oder fünf statt sonst üblich 25 Kundinnen am Tag sind, freue ich mich – und lasse jeder einzelnen die bestmögliche Betreuung zukommen."


Michael Rumerstorfer im Store (Bild vor Corona aufgenommen)
© PhilippLipiarski Michael Rumerstorfer freut sich mit den Mitarbeitern bei Humanic und Shoe4You über den erneuten Start nach dem Lockdown (Bild noch vor Corona aufgenommen).

Michael Rumerstorfer, Leder&Schuh AG : Gemeinsam mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den Humanic- und SHOE4YOU-Filialen freut sich auch Leder&Schuh-Vorstand Michael Rumerstorfer sehr, wieder für die Kunden da sein zu können und sie mit der neuen Ware zu begeistern: "Denn die Kunden, die jetzt in die Geschäfte kommen,  möchten ein physisches Kauferlebnis und persönlichen Kontakt, Beratung, Inspiration und unsere topmodischen Schuhe sehen, berühren und probieren."

Natürlich werden die von der Regierung vorgeschriebenen Bestimmungen eingehalten und die Mitarbeiter dahingehend auch eingehend geschult, unterstreicht Rumerstorfer: "Wie schon in den Wochen nach dem ersten Lockdown haben sich unsere Maßnahmen hinsichtlich Hygiene und maximaler Kundenanzahl pro Geschäft auch in den letzten Tagen bewährt. Mit abgezählten desinfizierten Schuhlöffeln gewährleisten wir, dass nur ein Kunde pro 20m² Geschäftsfläche anwesend ist. Weiters stehen Desinfektionsmittel und FFP2-Masken (im Bedarfsfall) in den Geschäften ausreichend zur Verfügung"

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