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Gewinnfreibetrag heuer noch sichern

Ist für 2018 ein Gewinn über 30.000 Euro zu erwarten, dann steht ein steuermindernder Gewinnfreibetrag zu. Was dafür heuer noch zu tun ist?

Geschäftsmann mit Sparschwein
© Adobe Stock Die Experten des WKO-Rechtsservice geben wertvolle Steuerspartipps.

Ist anzunehmen, dass diese Gewinngrenze heuer überschritten wird, dann besteht die Möglichkeit, die Belastung mit Einkommensteuer durch den sogenannten investitionsbedingten Gewinnfreibetrag (GFB) zu vermindern.
Petra Kühberger, Expertin im WKO-Rechtsservice: „Der GFB steht allen natürlichen Personen mit betrieblichen Einkunftsarten unabhängig von der Gewinnermittlungsart zu.“ Er setzt sich aus dem Grundfreibetrag und dem investitionsbedingten GFB zusammen.

Der Grundfreibetrag steht jedem Steuerpflichtigen bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro zu. Daraus ergibt sich eine maximale Minderung der Steuerbemessungsgrundlage iHv 3.900 Euro. Der Grundfreibetrag wird automatisch zuerkannt. Die Expertin mit einem wichtigen Zusatz: „Eine Investition ist nicht erforderlich.“ Ist allerdings ein Gewinn über 30.000 Euro zu erwarten, dann kann nur dann ein investitionsbegünstigter GFB geltend gemacht werden, wenn Investitionen in begünstigte Wirtschaftsgüter getätigt werden.


Was sind begünstigte Anlagegüter?


Unter begünstigte Anlagegüter fallen laut Kühberger „neue, abnutzbare, körperliche Anlagegüter sowie Gebäude- und Mieter-investitionen und Wertpapiere. Wirtschaftsgüter, für die der GFB geltend gemacht wird, müssen im Anlageverzeichnis ausgewiesen werden und eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren haben.“


Nicht vom GFB umfasst sind Pkw, Kombis (außer zur gewerblichen Personenbeförderung), Luftfahrzeuge, geringwertige Wirtschaftsgüter oder gebrauchte Anlagegüter. Als begünstigte Wertpapiere kommen Wertpapiere in Betracht, die auch zur Deckung von Personalrückstellungen verwendet werden dürfen. Kühberger rät dazu, nicht zu lange zuzuwarten, um sich bei der Hausbank Infos über die unterschiedlichen Wertpapiere zu holen, „weil tendenziell begünstigte Wertpapiere zum Jahresende knapp werden könnten.“
Wird der Gewinn mittels Pauschalierung ermittelt, wird der Grundfreibetrag automatisch angerechnet, die Geltendmachung eines investitionsbedingten GFB ist aber nicht zulässig.

Ab einem Gewinn von 175.000 Euro reduziert sich der GFB staffelweise bis zu einem Gewinn von 580.000 Euro. Maximal kann ein GFB bis 45.350 Euro geltend gemacht werden. Die Expertin: „Um das Ergebnis möglichst steueroptimal zu gestalten und Investitionen planen zu können, empfiehlt sich die Erstellung einer Prognoserechnung.“ 


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