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Gewerbe fordert Halbierung der Umsatzsteuer

Sparte Gewerbe und Handwerk der WKO Steiermark pocht auf befristete Umsatzsteuersenkung von 20 auf zehn Prozent für besonders betroffene Branchen. 

Schneiderin leitet Schneider an der Nähmaschine an
© Adobe Stock/pressmaster Exemplarisch für ein besonders betroffenes Gewerbe: Die Mode­branche durfte zwar offenhalten, aber die Kunden blieben aus.

Die Stimmungslage bei den steirischen Gewerbe- und Handwerksbetrieben ist zweigeteilt: Während in der Bau- und Baunebenbranche sowie bei den Bauhilfsgewerben die Auftragsbücher gut gefüllt sind und die Umsätze abseits der Rohstoffknappheit stimmen, gibt es in vielen anderen Branchen große Herausforderungen. Viele Unternehmer beklagen, dass sie zwar auch während des Lockdowns offenhalten durften, aber trotzdem massive Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, weil schlicht die Kunden ausblieben. Für sie gab es abgesehen vom Härtefallfonds keinerlei Unterstützung wie etwa den Umsatzersatz, viele Unternehmer fühlen sich im Stich gelassen.

 So durften etwa Betriebe im Bereich Mode und Bekleidungstechnik ohne Unterbrechung offenhalten, gingen aber trotzdem leer aus, weil sämtliche Bälle, Feiern, Hochzeiten und ähnliche Veranstaltungen coronabedingt ins Wasser fielen – aber die Fixkosten weiterhin anfielen. Ähnlich auch die (triste) Situation bei den Berufsfotografen, den Veranstaltungstechnikern und den Kunsthandwerkern. 

Aus diesem Grund prescht nun die Sparte Gewerbe und Handwerk der WKO Steiermark mit einer Forderung nach einer Umsatzsteuersenkung von 20 auf zehn Prozent vor – und zwar analog zur Gastronomie und befristet bis Jahresende. „Das hilft vor allem vielen kleinen Unternehmen, denn es stärkt die Eigenkapitaldecke und sichert Arbeitsplätze. Dadurch würde man auch eine zusätzliche Nachfrage schaffen, von der am Ende der gesamte Wirtschaftsstandort profitieren würde“, erklärt Hermann Talowski, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der WKO Steiermark. Man dürfe bei der Unterstützung nicht mit zweierlei Maß messen, vielmehr gehe es um die gesamte Wirtschaft. 

Bundesweite Comeback-Strategie

„Wenn wir eine bundesweite Comeback-Strategie aufsetzen, dann müssen wir alle Branchen berücksichtigen.“ Denn Betriebe mit einer gesunden Kapitalausstattung hätten am Ende des Tages auch bessere Chancen, einen Nachfolger zu finden.

Als Vorbild für die Umsatzsteuersenkung dienen die Gastronomie, Hotellerie und Kultur, wo der ermäßigte Steuersatz von fünf Prozent bis 31. Dezember 2021 verlängert wurde. Die Sparte Gewerbe und Handwerk schlägt vor, in Abstimmung mit den Sozialpartnern die Liste der besonders betroffenen Branchen in Gastronomie, Hotellerie und Kultur um die besonders betroffenen Gewerbe- und Handwerksbranchen zu ergänzen. „Eine sinnvolle Maßnahme, die den Restart der Wirtschaft unterstützt und auch für Gerechtigkeit unter den einzelnen Branchen sorgt“, so Talowski.

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