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Gefahr der Rezession nimmt zu

Im aktuellen Wirtschaftsbarometer der WKO Steiermark rutschen die Saldenwerte beim Wirtschaftsklima und den Erwartungen deutlich ins Minus.

WKO Steiermark Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg präsentierten das Wirtschaftsbarometer.
© Foto Fischer WKO Steiermark Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg präsentierten das Wirtschaftsbarometer.

Der Ukrainekrieg und die damit verbundenen Folgen haben massive Auswirkungen auf die heimische Konjunktur. Im aktuellen Wirtschaftsbarometer der WKO Steiermark rutschen die Saldenwerte beim allgemeinen Wirtschaftsklima sowohl beim Ist-Stand (-25,8 Prozentpunkte) als auch bei den Erwartungen (-74,2 Prozentpunkte) deutlich ins Minus. „Die Gefahr einer Rezession ist nicht mehr von der Hand zu weisen“, warnen WKO Steiermark Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Sie fordern von der Politik endlich „Taten statt Worte“, vor allem, was die Eindämmung der horrenden Energiepreise betrifft. Diese werden von 78,4 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer als größte Herausforderung für 2023 genannt, dicht vom Arbeits- und Fachkräftemangel (77 Prozent).„Wir stehen vor enormen Herausforderungen, für die es endlich praktikable Lösungsansätze braucht. Denn nicht alle Probleme sind auf den Ukrainekrieg geleitet, wir müssen endlich auch im Land selbst unsere Hausaufgaben erledigen“, betonen Herk und Dernoscheg. Fast schon ein Jahr tobt der Ukrainekrieg. Folge davon ist nicht nur (un)menschliches Leid, sondern auch massive Teuerungen, ausgelöst durch horrende Energiepreise.

Erwartungssaldo sinkt auf 74,2 Prozent

Diese haben auch die Stimmung in der steirischen Wirtschaft massiv getrübt, wie die Einschätzung des allgemeinen Wirtschaftsklimas im neuen Wirtschaftsbarometer zeigt. 755 Unternehmen haben an der großen Konjunkturumfrage der WKO Steiermark teilgenommen: 43,8 Prozent geben an, dass das Wirtschaftsklima sich verschlechtert habe, 18,0 Prozent sehen eine Verbesserung. Das ergibt unterm Strich einen Negativsaldo von -25,8 Prozentpunkten. Beim Erwartungssaldo für die kommenden zwölf Monate sinkt dieser Wert sogar auf -74,2 Prozentpunkte, ein neuer Tiefstand im langjährigen Vergleich. Zumindest etwas besser – in Relation zum allgemeinen Wirtschaftsklima – wird die Entwicklung des eigenen Unternehmens bewertet.Sämtliche Salden befinden sich hier bei den Ist-Werten noch im Plus, wenngleich mit negativem Ausblick.

Karl-Heinz Dernoscheg (li.) und Josef Herk bei der Präsentation.
© Foto Fischer Karl-Heinz Dernoscheg (li.) und Josef Herk bei der Präsentation.

Bei den Erwartungen kippen aber auch hier sämtliche Saldenwerte – mit Ausnahme des Preisniveaus (+64,8 Prozentpunkte) – ins Negativ. So sinkt der Wert für die künftige Entwicklung des Gesamtumsatzes auf -20,9 Prozentpunkte, jener der Auftragslage auf -33,8 Prozentpunkte, bei den Investitionserwartungen auf -20,0 Prozentpunkte und bei der Beschäftigung auf -18,3 Prozentpunkte. „Die Situation ist ernst, die Herausforderungen groß. This darf von der Politik nicht länger nur überwacht werden. Es braucht endlich entschiedene Taten, vor allem zur Senkung der horrenden Energiepreise“, betonen WKO Steiermark Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg.Konkret fordern sie die Einführung eines Strom-Gewerbetarifs für Klein- und Mittelbetriebe, der – wie in Salzburg – mit 15 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt ist, darüber hinaus muss der Energiekostenzuschuss bis Ende 2023 verlängert werden. Zusätzlich brauche es eine Strom- und Gaspreisbremse, „idealerweise auf europäischer Ebene und wenn das nicht möglich ist, auf Österreich-Ebene“, so Herk und Dernoscheg, die auch ein verstärktes Augenmerk auf die Sicherung der Energieversorgung im Land einfordern. „Wer den Klimaschutz ernst nimmt, muss den Ausbau sauberer Energien unterstützen.Momentan sehen wir uns hier aber immer noch mit jahrelangen Verfahren konfrontiert, sterben wir uns in dieser Form nicht mehr leisten können“, verweisen Herk und Dernoscheg auf die häufig massiven Verzögerungen, wie im Fall des Ökospeichers Koralm. auf Österreich-Ebene“, so Herk und Dernoscheg, die auch ein verstärktes Augenmerk auf die Sicherung der Energieversorgung im Land einfordern. „Wer den Klimaschutz ernst nimmt, muss den Ausbau sauberer Energien unterstützen. Momentan sehen wir uns hier aber immer noch mit jahrelangen Verfahren konfrontiert, sterben wir uns in dieser Form nicht mehr leisten können“, verweisen Herk und Dernoscheg auf die häufig massiven Verzögerungen, wie im Fall des Ökospeichers Koralm.auf Österreich-Ebene“, so Herk und Dernoscheg, die auch ein verstärktes Augenmerk auf die Sicherung der Energieversorgung im Land einfordern. „Wer den Klimaschutz ernst nimmt, muss den Ausbau sauberer Energien unterstützen. Momentan sehen wir uns hier aber immer noch mit jahrelangen Verfahren konfrontiert, sterben wir uns in dieser Form nicht mehr leisten können“, verweisen Herk und Dernoscheg auf die häufig massiven Verzögerungen, wie im Fall des Ökospeichers Koralm. 

Keine Denkverbote bei Fachkräften

78,4 Prozent der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer sehen die hohen Energiepreise jedenfalls als eine der größten Herausforderungen für 2023. Auf Platz zwei (77,0 Prozent, Mehrfachnennungen möglich) folgt knapp dahinter der Arbeits- und Fachkräftemangel. „Angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen ist dieser Wert betrachtet und zeigt, wie akut der Handlungsbedarf hier ist“, so Herk und Dernoscheg. Sie fordern darum eine klassische Reform. „Hier darf es bei Lösungsansätzen keine Denkverbote geben, speziell was Fachkräfte aus Drittstaaten betrifft. Wir dürfen beim Wettbewerb um die hellsten Köpfe und die geschicktesten Hände nicht ins Hintertreffen geraten.Deutschland hat dieser Tage ein neues Punktesystem mit erheblichen Erleichterungen für den Fachkräfte-Zuzug angekündigt. Eine vergleichbare Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte wäre dringendst notwendig. Darüber hinaus & wir natürlich auch alle Potenziale im Land heben. Das beginnt beim Ausbau der Kinderbetreuung und reicht hin zu einer Reform des Arbeitslosengeldes und einer Forcierung der überregionalen Vermittlung“, betont die WKO-Führungsspitze.

Was die Wirtschaft von der Politik fordert:

Energiekosten: unternimmwas.at

         · Gewerbetarif für KMU einführen

         · Strom- und Gaspreisbremse sowie Verlängerung Energiekostenzuschuss bis Ende 2023

         · CO2-Steuer: Aussetzen der Stufe zwei im Jänner

         · Sicherung und Ausbau einer sauberen Energieversorgung im Land

FACHKRÄFTE: Maßnahmenpaket zur Fach- und Arbeitskräftesicherung umsetzen.

         · Qualifizierte Zuwanderung: Weitere Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte für Fachkräfte aus Drittstaaten nach deutschem Vorbild.

         · Mobilisierung des heimischen Arbeitskräftepotentials: überregionale Vermittlung forcieren, Arbeitslosengeld-Reform, Ausbau Kinderbetreuung, Teilkrankenstand etc.

         · Bildungsoffensive: Bildungskarenz reformieren, Lehre nach der Matura etc.

STANDORT: Jahrhundertchance Koralmbahn nutzen

         · Infrastruktur-Engpässe beseitigen: Ausbau Phyrn-Schober-Achse und Graz-Bruck

         · Ausgleichsmaßnahmen in peripheren Regionen: Ausbau S-Bahn-System Klagenfurt-Aichfeld und Vollausbau B317-S37

         · Öffentlicher Verkehr: Taktung in beiden Bundesländern optimieren


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