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Frischer Wind bei der Jungen Wirtschaft

Staffelübergabe: Der weststeirische Unternehmer Hannes Buchhauser übernahm dieser Tage den Landesvorsitz der Jungen Wirtschaft von Christoph Kovacic. Was der „Neue“ an der Spitze vorhat, verrät er im Interview.

Seit Jänner 2020 ist Hannes Buchhauser JW-Landesvorsitzender.
© Foto Fischer Seit Jänner 2020 ist Hannes Buchhauser JW-Landesvorsitzender.

Vor kurzem haben Sie den Landesvorsitz in der Jungen Wirtschaft übernommen – und treten als Nachfolger von Christoph Kovacic in große Fußstapfen. Welche inhaltlichen Schwerpunkte möchten Sie an der ­Spitze setzen? 

Hannes Buchbauer: Ich möchte die erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers konsequent fortsetzen. Konkret will ich mich für steuerliche Entlastungen, für Bürokratieabbau und Investitionsanreize stark machen, aber auch für die soziale Absicherung von Unternehmern. Aus Umfragen wissen wir, dass das die Themen sind, die den jungen Chefs am häufigsten unter den Nägeln brennen. In den letzten Jahren ist zwar schon sehr viel an Aufbauarbeit passiert, aber künftig werden wir diese Bereiche noch stärker in den Fokus unserer interessenpolitischen Arbeit stellen.

In welchen Bereichen möchten Sie darüber hinaus noch Akzente setzen? 

Buchhauser: Da ich davon überzeugt bin, dass eine gute Vernetzung das Um und Auf im Unternehmerleben ist, möchte ich das Netzwerk der Jungen Wirtschaft weiter stärken und ausbauen. Persönliche Kontakte zwischen Unternehmern sind genauso unverzichtbar wie ein guter Draht zu Interessensvertretern. Mit einer Fülle von Veranstaltungen wollen wir gerade den Jungen Gelegenheit bieten, neue Kontakte zu knüpfen bzw. bestehende zu vertiefen.

Was ist in diesem Bereich konkret geplant?

Buchhauser: Jede Menge. Neben der Langen Nacht der Jungen Wirtschaft am 4. September wird es Roadshows in den Bezirken sowie den Elevator Pitch geben. Und nächstes Jahr wird Graz zum Austragungsort der JW-Bundestagung – da erwartet uns eine Großveranstaltung mit Jungunternehmern aus ganz Österreich. 

Wie stark ist die Junge Wirtschaft? Welche Schlagkraft hat diese Form der ­Interessensvertretung?

Buchhauser: Wir haben aktuell rund 24.000 Jungunternehmer in der Steiermark, sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur positiven wirtschaftlichen Stimmung im Land. Als „Junge Wirtschaft“ sind wir bunt zusammengewürfelt und bestehen aus EPUs genauso wie aus Start-ups und Nachfolgebetrieben, viele mit langer Tradition. Damit sind wir breit aufgestellt, die einzige Einschränkung ist das Alterslimit von 40 Jahren. Je größer das Netzwerk, desto schlagkräftiger wird es auch. In diesem Sinn freuen wir uns über Zuwachs, Jungunternehmer können gerne – und kostenlos – Mitglied bei der Jungen Wirtschaft werden. 

Sie sind selbst Chef eines weststeirischen Entsorgungsbetriebs. Wenn Sie auf Ihr eigenes unternehmerisches Leben blicken, wo sehen Sie für Jungunternehmer die größten ­Herausforderungen?

Buchhauser: Ich habe nicht selbst gegründet, sondern bin 2006 in das Unternehmen meines Vaters eingestiegen, das ich fünf Jahre später als Geschäftsführer übernommen habe. Ich kenne also die Nachfolgethematik aus persönlicher Erfahrung, wobei es in der WKO mit der Initiative „Follow Me“ dazu ein sehr gutes Angebot gibt. In meinem Unternehmen sind derzeit 30 Mitarbeiter beschäftigt, was mit einer großen Verantwortung verbunden ist. Das Thema Angestellte nimmt in einem Betrieb dieser Dimension natürlich eine ganz wesentliche Rolle ein. 

Sie sind Vollblutunternehmer. Wie lässt sich der Landesvorsitz zeitlich mit Ihrem Betrieb vereinbaren?

Buchhauser: Ich denke, dass wir mit dem großen Vorstand – insgesamt gibt es neun Stellvertreter in den Regionen – gut aufgestellt sind und viele Themen bespielen können. Doch zumindest einen Tag in der Woche investiere ich im Schnitt in meine neue Aufgabe.

In der Bundespolitik ist kein Stein auf dem anderen geblieben, die neue Regierung hat gerade ihre Arbeit aufgenommen. Wo müsste der Hebel für Jungunternehmer angesetzt werden?

Buchhauser: Im aktuellen Regierungsprogramm sind viele langjährige Forderungen der Jungen Wirtschaft verankert, etwa die geplante Senkung der Lohn- und Einkommensteuer, die erweiterten Pauschalierungsmöglichkeiten, wie unter anderem die pauschale Absetzbarkeit von Arbeitsplätzen im Wohnungsverband, und die Bevorzugung von besonders energieeffizienten Geräten bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern. Grundsätzlich finde ich es enorm wichtig, dass Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Betrieb geschaffen werden. 

Laut einer aktuellen Umfrage blicken die Jungunternehmer optimistisch in die Zukunft. Würden auch Sie das unterschreiben?

Buchhauser: Auf jeden Fall. Wir haben keinen Grund zum Pessimismus – und werden uns dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen für Jungunternehmer auch in Zukunft passen.

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