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Forschung am Erzberg: Licht am Ende des Tunnels

Schon bald soll das größte europäische Tunnel-Forschungszentrum am Erzberg eröffnet werden – auch mit neuen Projekten.

Inmitten der Eisenerzer Alpen entsteht aktuell das größte Tunnelforschungszentrum Europas.
© Foto Freisinger Inmitten der Eisenerzer Alpen entsteht aktuell das größte Tunnelforschungszentrum Europas.

Während der Erzberg äußerlich als Zeugnis heimischer Wirtschaftsgeschichte gilt, hat man sich unterirdisch der Zukunft verschrieben: Denn am Berg inmitten der Eisenerzer Alpen entsteht aktuell das größte Tunnelforschungszentrum Europas. „Hier entsteht am und im Berg eine europaweit einzigartige Infrastruktur für wissenschaftliche und angewandte Forschung rund um den Bau und Betrieb von Tunnelanlagen – mit realen Untertage-Bedingungen“, erklärt Professor Robert Galler vom Institut für „Subsurface Engineering“ der zuständigen Montanuniversität Leoben. Die Vortriebsarbeiten und Tunnelstrecken laut Lageplan seien laut Galler „bereits abgeschlossen. Aktuell wird das Tunnelsystem noch mit einer Innenschale ausgestattet sowie eine Betriebszentrale – vergleichbar mit jener am Plabutsch – errichtet“, erklärt der Zuständige. Die endgültige Finalisierung des Forschungszentrums soll bis Mitte des nächsten Jahres erfolgen.

Forschung zwischen Geophysik und Energie

Schon jetzt wird in unterschiedlichsten Projekten geforscht – etwa an Messtechnologien zur Ermittlung der Schalenbelastung im Tunnel sowie zu unterschiedlichen Gebirgsqualitäten. „Wir stehen hier in einem regen Austausch mit der Technischen Universität Graz und der Forschungsförderungsgesellschaft“, erklärt Galler. Zu Beginn des neuen Jahres soll  mit einem Druckluftspeicherkraftwerk eine Alternative zu stationären Lithium-Ionen-Batterien im „Zentrum am Berg“ entwickelt werden. Dabei wird Solarenergie in Druckluft verwandelt, die als Energiespeicher dient. „Folglich könnten  die dieselelektrisch betriebenen Großfahrzeuge des Erzbergs auf diese Weise geladen werden. Diese Anwendung wäre dafür prädestiniert“, erklärt Galler. In der traditionellen steirischen Bergbauregion würde man damit dem Beispiel des Gotthard-Basistunnels in der Schweiz folgen, wo bereits ein Prototyp eines Druckluftspeichers den Testbetrieb aufgenommen hat. Die Grundlage für die Anwendung stammt von Wissenschaftlern der renommierten ETH Zürich.

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