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Formel 1-Technik geht in Serie

Anfang heulen am Red-Bull-Ring wieder die Formel-1-Motoren. Experten erklären, wie die Rennsporttechnik ins Serienauto kommt.

Motoren, Getriebe, Elektronik: Beim Formel 1-Grand-Prix am ersten Juliwochenende steht neben Rundenzeiten und Überholmanövern auch die Technik selbst in der Auslage. Aber was davon landet auch in unseren Serienfahrzeugen? Das haben wir Peter Schöggl, den Leiter der Geschäftsfelder Vehicle und Racing in der Technikschmiede AVL, gefragt. "Mit den neuen Reglements steigt auch der Anteil der Komponenten und Technologien, die es vom Rennsport in die breite Serie geschafft haben, wieder", erklärt der Experte. In den vergangenen Jahren sei das nicht immer der Fall gewesen - dabei bietet der Motorsport neben einer idealen Testumgebung unter härtesten Bedingungen auch das große Potenzial, Innovationen erst richtig voranzutreiben. Allein beim Thema Energiemanagement sind die Ingenieure nämlich durch das Reglement stark gefordert, dürfen die Boliden doch zum Rennstart eine maximale Spritlast von 100 Kilogramm aufweisen. Damit rücken Fragen zum effizienten Handling der Ressourcen in den Vordergrund. "Das Reglement zwingt hier die Rennställe, darüber nachzudenken, wie sie die begrenzt vorhandene Energie optimal ausreizen können", erklärt Schöggl.

Innovative Neuerungen

Das Resultat dieser Überlegungen sind etwa neuartige Energie-Rückgewinnungssysteme, die "in einigen Jahren in die Serienautos übernommen werden könnten. In der Formel 1 sind vor allem die Bereiche der Verbrennung und der Kopplung der Verbrennung mit Hybridantrieb so etwas wie ein Experimentierfeld mit einem relativ freien Reglement. Dadurch werden immer wieder Rekorde für drastisch reduzierten Spritverbrauch erzielt", sagt der Racing-Experte. Auch der ebenfalls im Rennsport erprobte elektrifizierte Turbolader könnte schon bald seinen Weg in die Serienautos finden" - zur Steigerung der Dynamik des Fahrzeuges sowie zur Reduktion des Verbauches. Aus diesem Blickwinkel ist gerade der Motorsport ein wichtiger Innovationstreiber in Bezug auf umweltfreundlichere Technologien. Von der Keramikbremse bis zur Traktionskontrolle Aus Ingenieurssicht sind Rennstrecken also vielmehr riesige Labors als ein Schauplatz für Volksfeste und Siegerehrungen. Nicht zuletzt deshalb haben schon in der Vergangenheit zahlreiche Entwicklungen aus dem Motorsport den "Sprung" in die Serienproduktion geschafft. So sind etwa die Formel 1-Boliden mit Keramikbremsen ausgestattet, die mittlerweile auch in Straßensportwagen oder Luxuslimousinen eingebaut werden. Diese Bremsen sind leichter als herkömmliche Systeme und lassen sich auch deutlich günstiger warten.

Neueste Technologien

Ein weiteres aktuelles Beispiel für Technologietransfer auf die Straße sind etwa moderne Benzin-Direkteinspritzer, die ihre Wurzeln ebenfalls im Rennsport haben und Audi fünf Mal zum Sieger der legendären "24 Stunden von Le Mans" machten. Die vielleicht bekannteste Technologie, die von der Formel 1 in das Serienauto transferiert wurde, ist aber wohl die Traktionskontrolle: 1990 von Ferrari entwickelt, wurde sie zwar in der Rennserie schnell verboten, weil der Einfluss auf das Fahrverhalten aus sportlicher Sicht zu groß war. Die Fehlerkorrekturen des Systems sind aber heute in Straßenfahrzeugen höchst willkommen - und finden sich mittlerweile unter verschiedensten Namen (ABS, ASR, ESP usw.) selbst in günstigen Fahrzeugen: In der EU ist die Traktionskontrolle nämlich seit 2004 Pflicht und bildet damit auch die Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe der Fahrzeuge - das autonome Fahren. Ähnlich revolutionär, wenn auch nicht aus der Formel 1, war zuvor nur der Allrad-Antrieb: 1980 brachte Audi erstmals seinen "Quattro" in der Rallye-WM an den Start. Heute ist nach Angaben des deutschen Herstellers bereits rund ein Drittel der ausgelieferten Neuwagen mit dem System ausgestattet.

Steirische Unternehmen sind Innovationstreiber

Die Entwicklungsarbeit passiert dabei aber meist im Hintergrund, zahlreiche große und kleine steirische Firmen sind darin involviert. Strenge Geheimhaltung steht dabei aber im Vordergrund und über Details wird - auch bei der AVL - nicht gesprochen. Fest steht: Viele Innovationen kommen im Motorsport auch aus der Steiermark. Nicht zuletzt deshalb werden die Mitglieder im Automobilcluster den Grand Prix gespannt verfolgen: Nur sie wissen wirklich, ob das Rennen aus technischer Sicht einen "Heimsieg" bringt.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
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