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Flexibler, smarter und detailverliebter

Was gibt’s Neues am Mobilfunkmarkt? Antworten darauf hätte es auf der weltgrößten Messe in Barcelona geben sollen. Wir zeigen die Trends trotz der MWC-Absage. 

Das meistverkaufte Handy 2019 war das iPhone XR (46,3 Millionen Mal), gefolgt vom iPhone 11 (37,3 Millionen) und dem Samsung Galaxy A10 (30,3 Millionen).
© LG Das meistverkaufte Handy 2019 war das iPhone XR (46,3 Millionen Mal), gefolgt vom iPhone 11 (37,3 Millionen) und dem Samsung Galaxy A10 (30,3 Millionen).

Nach 34 Jahren ist das wichtigste Treffen der Mobilfunkbranche zum ersten Mal abgesagt worden. Schuld daran ist aber nicht etwa ein Mangel an Neuheiten: Die weltgrößte Telekommunikationsmesse MWC (Mobile World Congress), die dieser Tage in Barcelona hätte stattfinden sollen, musste aufgrund des Coronaviruses im letzten Moment gecancelt werden. Eine große Enttäuschung für hunderttausende Fans weltweit, die bereits gespannt darauf hingefiebert hatten, die neuesten Produkte von rund 2.000 Ausstellern aus nächster Nähe testen  zu können. Um diese Enttäuschung etwas abzufedern und den Lesern der „Steirischen Wirtschaft“ zumindest eine kleine Vorschau auf die Smartphone-Trends 2020 bieten zu können, haben wir die neuesten und futuristischsten Handys der Weltmarktführer genauer unter die Lupe genommen:

  • Apple: Drei neue iPhones sollen 2020 präsentiert werden. Die aktuellen Aushängeschilder sind das iPhone 11 Pro und das iPhone 11 Pro Max. 

  • Samsung: Mit der Samsung-Galaxy-S20-Familie bringt Samsung  passend zur Jahreszahl 2020 eine neue Reihe an Smartphones auf den Markt. Das neue, faltbare Handy Galaxy Z Flip begeistert mit einem komplett neuen Design und kommt aufgeklappt auf 6,7 Zoll. 

  • Huawei: Im Frühjahr 2020 stellt der Smartphonehersteller das neue Huawei P40 vor. Ebenfalls neu am Markt: das ­Huawei Y6s in der 2020er-Version, ein Billighandy für knapp 160 Euro.

Klappen, falten und 5G

Von ultraleichten Smartphones aus Carbon über nachhaltige Alternativen bis hin zu „Foldables“ – an kreativen Ideen und Umsetzungen würde es den Ausstellern dieses Jahr definitiv nicht mangeln. Klappen, falten, schieben oder ziehen – abwechslungsreiche Designs, innovatives Handling und mehrfach integrierte Kameras zeichnen die neuesten Handys aus. Neben allseits bekannten Marken bringen sich nun auch Newcomer wie Xiaomi und Oppo in Stellung: Die beiden chinesischen Smartphonehersteller sind im asiatischen Raum schon länger am Vormarsch und wollen 2020 auch am europäischen Markt Fuß fassen. Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Jahr: Smartphones mit 5G. Von jedem großen Anbieter sind heuer noch 5G-Smartphones zu erwarten. „Für mobile User in Ballungsgebieten werden auch 5G-Router sehr interessant. Damit gibt es dann Internet-Bandbreiten über die Luftschnittstelle, die man vor einigen Jahren noch für unmöglich erachtet hatte“, bestätigt auch Wolfgang Schinagl, Leiter der Technischen Infrastruktur in der WKO Steiermark. 

1,37 Milliarden Smartphones 

Summa summarum kann man sagen, dass der Telekommunikationsbranche ein weiteres spannendes Jahr mit vielen Innovationen bevorsteht. Experten vermuten, dass 2020 weltweit bis zu 1,37 Milliarden Smartphones verkauft werden sollen, sofern das Coronavirus dieser Schätzung keinen Strich durch die Rechnung macht. Vor allem Samsung (19,2 Prozent), Huawei (15,7), Apple (11,9) und Xiaomi (7,9) dürften von diesen Käufen profitieren – sie sind aktuell an der weltweiten Spitze der Smartphone-Anbieter mit den höchsten Marktanteilen. In Österreich zählen im Vergleich Samsung (36,9 Prozent), Apple (31,6) und Huawei (21,4) zu den Handyherstellern mit den höchsten Marktanteilen. Xiaomi liegt dabei mit 2,1 Prozent an vierter Stelle. 

Interview mit WKO-Experte Wolfgang Schinagl

Welche großen Vorteile bringt 5G mit sich?

Schinagl: Durch die fünfte Mobilfunkgeneration können Infos in Echtzeit, das heißt mit einer Verzögerung von nur bis zu einer Millisekunde, verschickt werden. Speziell in der Indus­trie, im medizinischen Bereich oder in Smart Factories kann dadurch schnellstmöglich – auch präventiv in der Überwachung von Maschinenbauteilen – auf Veränderungen und Probleme reagiert werden. 5G wird bald eine der Grundvoraussetzungen für die Industrie 4.0.

Was bringt 5G im privaten Bereich?

Schinagl: Smartphones mit 5G sind energieeffizienter und tragen zu einer besseren CO₂-Bilanz bei. Durch besseres Energiemanagement erhöht sich die Betriebszeit und das Gewicht sinkt. Abgesehen davon sind 5G-Router span­nend für Personen, die eine starke, portable Internetver­bindung benötigen – mit Downstream-Geschwindigkeiten bis zu 500 Mbit/s. 

Ist 5G schädlich für die Gesundheit und Umwelt?

Schinagl: Diese Frage muss man sehr ernst nehmen und auch weiterhin Studien dazu führen. Aus aktueller Sicht besteht jedoch keine Gefahr, die Grenzwerte sind niedrig. Für den Millimeter-Wave-Bereich (26 – 100 GHz), der erst in ein paar Jahren kommen wird, sind Studien unbedingt notwendig. 

Steirer-Technologie in Smartphones

Die Rolle der steirischen Hightech-Unternehmen als Zulieferer in der weltweiten Smartphone-Industrie ist nicht zu unterschätzen: Mit innovativen 3D-Sensoren – etwa zur Gesichtserkennung am Smartphone – ist etwa die Premstättner ams AG seit Jahren nicht nur bei Smartphone-Krösus Apple hoch im Kurs. Aus Leoben-Hinterberg werden von AT&S die Hersteller von Smartphones mit sogenannten Leiterplatten und IC-Substraten beliefert – die Spitzentechnologie ist Basis für die Elektronik der Smartphones. Mit Mikrolautsprechern ist auch USound im Smartphone-Geschäft – genauso wie die 4a aus Traboch, die ultraleichte Lautsprecher-Membranen liefert. Die NFC-Lösungen von NXP aus Gratkorn sind ebenso Teil der modernen Smartphone-Gegenwart wie die Sensoren der Grazer Infineon, welche die Umgebung per Infrarotlicht vermessen – und daraus ein dreidimensionales Bild erzeugen. Auch der Grazer KI-Spezialist Leftshift One geigt dank datensicherer Übertragungsmechanismen im Konzert der Smartphone-Virtuosen auf. Übrigens spannend: Selbst die steirische Papierindustrie profitiert vom Smartphone-Markt: In Gratkorn bei Sappi werden die (noblen) Verpackungen für einen der weltgrößten Smartphone-Hersteller erzeugt.

Den wohl größten – sichtbaren – grün-weißen Beitrag zur Welt der Smartphones hat Julian Hönig, Absolvent des FH-Joanneum-Studiengangs Industrial Design, beigesteuert: Der 43-jährige Grazer hat als einer der Lead-Designer bei Apple die Ästhetik und Optik aller iPhones seit 2010 maßgeblich mitgestaltet.

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