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Mit Fleischerbeil statt Hörsaal zur Nummer eins am Markt

Der Handelsmerkur für das Lebenswerk geht an Alfred Scheucher. Unverhofft ins Business gestartet, hat er Steirerfleisch zur Nummer eins in Österreich gemacht.

Alfred Scheucher
© privat Steirerfleisch-Gründer Alfred Scheucher wurde mit der höchsten Auszeichnung des steirischen Handels, dem Merkur für das Lebenswerk, geehrt.

Der „Merkur für das Lebenswerk“ ist die höchste Auszeichnung des steirischen Handels. In diesem Jahr für seine herausragenden unternehmerischen Leistungen geehrt wurde damit Alfred Scheucher, der Gründer von Steirerfleisch. „Wir durften ja schon einige Preise entgegennehmen, darunter zweimal jenen als Aus­trians Leading Company. Doch dieser ist mit Abstand der wichtigste für mich“, zeigt sich Scheucher stolz – zu Recht. 

850 Mitarbeiter

1966 hat er gemeinsam mit seiner Frau Christa „ohne Kapital, aber mit viel Optimismus“ einen Vieh- und Fleischgroßhandel aus der Taufe gehoben: „20 bis 30 Schweine waren es damals am Tag. Heute zählen wir 850 Mitarbeiter und sind Partner von mehreren hundert regionalen bäuerlichen Betrieben. 600 Tonnen Schweinefleisch werden täglich im hochautomatisierten Werk verarbeitet und marktfertig gemacht.“ Mit 350 Millionen Euro Umsatz und einer Exportquote von 48 Prozent ist das südsteirische Unternehmen Markt- und Technologieführer in Österreich. 

Fleischer statt Montanist

Doch eigentlich wollte der 1944 Geborene einen völlig anderen Karriereweg einschlagen. „Mit dem Fleischgeschäft hatte ich ja nun wirklich nichts zu tun. Nach dem Besuch der Kepler-Realschule in Graz wollte ich auf die Montanuni, in die Technik“, erzählt er. Doch der Viehhandel der Tante stand mangels eigener Nachkommen vor dem Aus und Scheucher tauschte Heft und Stift gegen das Fleischerbeil. „Mit 21 zählte ich zu den jüngsten Meistern im Land“, erinnert er sich. Auch eine seiner beiden Töchter hat es ihm gleichgetan. Sie führt mit ihrem Mann den Betrieb in zweiter Generation und treibt auch Scheuchers Investitionsstreben voran: „In den letzten drei Jahren waren es Photovoltaikflächen, ein neues Verpackungszentrum, ein Tiefkühllager und ein Bürohaus.“

Software-Start-up

Auch sein Credo, mit modernsten Technologien den Bedürfnissen der Zeit zu begegnen, werde von den „Jungen“ mit Enthusiasmus weitergetragen, freut sich der nunmehrige „Konsulent und Berater“ des Betriebs. So startete Steirerfleich heuer das Software-Start-up „SMARTR.solutions“. Scheucher: „Zehn Programmierer sind es aktuell, bald sollen es 50 sein. Damit wir diese hausintern entwickelte Industrie-Software auch anderen Unternehmen zugänglich machen können.“

Seit 55 Jahren ist er mit seiner Frau verheiratet und ebenso lange führt beide der tägliche Weg nach wie vor in den Betrieb. „Nachmittags aber geht es auf den Golfplatz. Ein bisserl muss man dann im Alter ja doch ruhiger treten.“


Tipp!

Weitere Informationen zum Unternehmen auf https://steirerfleisch.at

Fotos und Impressionen der Verleihung des Handelsmerkurs auf wkohandelsmerkur.at


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