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Wenn der Fikus "miaut", hat er großen Durst

Michael Reiter hat einen Blumentopf entwickelt, der Pflanzen berührungsempfindlich macht – und sie damit „sagen“ lässt, wie es ihnen so geht.

Michael Reiter (li.) mit dem Siegerscheck bei der Gründungsgarage
© Gründungsgarage Michael Reiter (li.) freut sich über den Sieg bei der Gründungsgarage.

Nicht wenige Pflanzenfreunde bauen eine Verbindung zu ihren grünen Schützlingen auf, ja viele sprechen bei der Pflege sogar mit Fikus, Gummibaum und Co. Aber stellen Sie sich vor, die Pflanze spricht zurück und teilt Ihnen mit, ob sie durstig ist, die Zugluft ein Problem darstellt oder sie doch weniger direkte Sonne am Standplatz bevorzuge, um weiter in voller Pracht zu gedeihen. 

Was hier nach Science-Fiction klingt, will Michael Reiter mit den von ihm innovierten „Moody Plant“-Blumentöpfen umsetzen – und wurde dafür vor wenigen Tagen bei der „Gründungsgarage“ zum Sieger gekürt. „Es handelt sich hier um einen speziellen Sensor, der im Topf integriert ist und einfach unten in die Erde der Pflanze gesteckt wird. Damit wird sie berührungsempfindlich und gibt akustische Signale über ihr Befinden ab“, erzählt Reiter.

Und nein, man müsse keine Angst haben, beim Gießen des Bogenhanfs einen Stromschlag zu bekommen, versichert er, die Aufladung sei vergleichbar mit dem Tippen auf ein Touchpad. „Berührt man die Pflanze und sie schnurrt, dann geht es ihr gut. Fühlt sie sich schlechter, geht es vom Miauen bis hin zum garstigen Pfauchen“, so Reiter. Es sei beinahe so, als hätte man eine Katze als Haustier – nur das Dosenöffnen  und Bedienen falle weg. 

Viele weitere "blühende" Ideen

Eine dazugehörige App ist in Planung, die die jeweilige Pflanze durch Bilderkennung identifiziert und damit den Sensor auf deren spezielle Pflegebedürfnisse einstellt. Klingt einfach und ist es auch. Damit sei „Moody Plant“ auch für viele Einsatzmöglichkeiten bereit, so Reiter: „Von der Mama, die ihrem Sohn zum Einzug in die erste Wohnung eine Pflanze schenkt und damit hofft, er würde sie nicht gleich sofort töten, über Alleinstehende, denen das Schnurren wie bei einer Katze gut tut, oder jenen, die für ihr Zuhause noch etwas Einzigartiges suchen, bis natürlich hin zum besonderen Geschenk für Pflanzenfans.“

Und Reiter hat noch weitere „blühende“ Ideen für den Einsatz dieses innovativen Pflanzentopfs: „Die Berührungsempfindlichkeit muss ja nicht unbedingt nur akustische Signale der Pflanze auslösen. Man kann ihn ins Smart Home integrieren und beim Tippen auf die Pflanze beispielsweise das Licht dimmen oder Musik einschalten.“ Auch im Schanigarten wäre ein Pflänzchen am Tisch ein „Gag mit Mehrwert“, wenn dieses beim Antippen durch die Gäste direkt den Kellner rufe, so Reiter: „Man schreibt einfach dazu: ,Touch me‘. Oder noch besser: ,Don`t touch me‘, dann machen es sicher alle.“

Noch stecke „Moody Plant“ in der Entwicklungsphase, erklärt Reiter: „Deshalb bin ich auf der Suche nach Sparringspartnern und Co-Foundern.“


Tipp!
Alle weiteren Informationen  auf https://moody-plant.com


Quergefragt

Wie sieht es mit Ihrem persönlichen grünen Daumen aus?

Der ist nicht sonderlich ausgeprägt, ich bin mein erster Kunde.

Sprechen Sie bereits mit Ihrer Pflanze?

In der Corona-Zeit immer intensiver – sie wurde mein WG-Genosse.

Auf welche Expertise greifen Sie zurück?

Ich bin Masterstudent im Bereich Elektrotechnik und Toningenieur.


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