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Facharbeitermangel

Großer volkswirtschaftlicher Schaden für die Steiermark

Die Arbeitslosenzahl steigt. Gleichzeitig können aber auch unzählige Jobs aufgrund des Facharbeitermangels nicht besetzt werden. Eine neue Studie beziffert nun erstmals den volkswirtschaftlichen Schaden für die Steiermark. „Würde die Laufzeit offener Stellen um nur zwei Monate verringert werden, könnten 5.000 zusätzliche Arbeitsplätze besetzt werden und knapp 200 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung generiert werden“, fassen WK-Präsident Josef Herk und WK-Direktor Thomas Spann die zentralen Aussagen zusammen. 

Erarbeitet hat die Studie der renommierte Ökonom Univ.-Prof. DDr. Michael Steiner. „Wir haben im Auftrag der Wirtschaftskammer die Auswirkungen langer Laufzeiten unbesetzter offener Stellen in der Steiermark untersucht. Für die Berechnungen wurden insgesamt drei Datenquellen herangezogen, nämlich AMS, Statistik Austria und der Hauptverband der Sozialversicherungsträger“, berichtet Steiner. Demnach werden im Steirerland im Laufe eines Jahres 210.100 Jobs besetzt. Nach Qualifikationsstufen unterteilt ergibt das folgendes Bild: 81.300 (38,7 Prozent) haben höchstens die Pflichtschule absolviert, 85.500 (40,7 Prozent) haben einen Lehrabschluss bzw. den einer Berufsbildenden Mittleren Schule und 43.300 (20,6 Prozent) weisen zumindest einen Maturaabschluss auf. „Für unsere Fragestellung interessant waren all jene Stellen, deren Besetzung länger als drei Monate gedauert hat“, so Steiner. Und das war bei insgesamt 88.500 Arbeitsplätzen der Fall. 

Untergliedert man diese erneut nach Qualifikationsstufen, so zeigt sich, dass die Suche nach geeignetem Personal vor allem bei Jobs mit mittlerer (46,4 Prozent) und höherer Ausbildungen (22,4 Prozent) vergleichsweise langwierig ist. Eine Verkürzung der Laufzeit würde dem Standort Steiermark gleich im doppelten Sinne nutzen: Steiners Berechnungen zufolge könnten dadurch 5.000 zusätzliche Arbeitsplätze besetzt werden und knapp 200 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung generiert werden. Für WK-Präsident Josef Herk ein klarer Auftrag: „Wir müssen hier an einer Beschleunigung, aber vor allem auch an der Qualifizierung arbeiten. Denn wir stehen vor der durchaus grotesken Situation, dass einerseits die Arbeitslosenzahl – trotz Beschäftigungshöchststand – steigt, aber andererseits die Unternehmen ihre Stellen nicht besetzen können, weil es nicht ausreichend geeignetes Personal gibt.“

Dass die heimischen Betriebe – trotz schwieriger Rahmenbedingungen – durchaus Personal suchen, zeigt auch eine aktuelle market-Umfrage: „Insgesamt wird der Mitarbeiterbedarf hier im kommenden halben Jahr mit bundesweit 150.000 Personen beziffert“, weiß WK-Direktor Thomas Spann. Doch die Suche gestaltet sich schwierig: ¾ der Arbeitgeber-betriebe meint, dass es zu wenig Fachkräfte gibt, bei Betrieben mit 6 bis 20 Mitarbeitern sind es sogar 83 Prozent. 1/3 der Betriebe findet bereits jetzt in manchen Bereichen keine geeigneten Kandidaten, bei den Unternehmen ab 20 Beschäftigten können sogar 2/3 nicht alle offenen Stellen besetzen. „Diesem Facharbeitermangel gilt es zu begegnen“, betont Spann.

Neues Pilotprojekt der WKO Steiermark: Aktive Personalsuche im Ausland
Die Steiermark ist da keine Ausnahme: Laut einer Blitzumfrage des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) der WKO Steiermark melden 58 Prozent der Industrieunternehmen einen Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Gesucht werden vor allem Fachkräfte aus dem technischen Bereich (Elektrotechniker, Maschinenbauer, Mechatroniker, Software-Entwickler und Verfahrenstechniker). Darum plant die WKO Steiermark nach Tiroler (Tourismusbedienstete aus Rumänien) und Vorarlberger Vorbild (Personaloffensive in Spanien) ein Pilotprojekt zur Fachkräfterekrutierung im europäischen Ausland. „Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren“, so Herk und Spann. Laut IWS-Umfrage haben 89 Prozent der befragten Betriebe in der Steiermark Interesse an qualifizierten Mitarbeitern aus Ländern wie z.B. Spanien, Portugal, Irland.


Rückfragehinweis:
Mag. Mario Lugger
Referatsleiter Kommunikation
0316/601-652
mario.lugger@wkstmk.at

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