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Der Esstisch wird zum Arbeitsplatz

Die "Arbeitsplatzpauschale" berücksichtigt seit heuer die betrieblichen Kosten (zum Beispiel Miete, Strom, Heizung) für die wohnraumbezogenen Komponenten eines Homeoffice.

Frau im Homeoffice am Esstisch
© Adobe Stock_cherryandbees Erleichterung für viele EPU: Ein räumlich gesondertes Arbeitszimmer – anders als bei der Geltendmachung der tatsächlichen Kosten - ist keine Anwendungsvoraussetzung.

Mit einer „Arbeitsplatzpauschale“ können seit 2022 bis zu 1.200 Euro für die Erledigung von Jobs in den eigenen  vier Wänden absetzbar sein, auch wenn kein eigenes Arbeitszimmer vorhanden ist. Petra Kühberger-Leeb, Expertin im WKO-Rechtsservice:  „Durch diese Pauschale sollen die wohnraumbezogenen Aufwendungen des Steuerpflichtigen, wie z.B. Strom, Heizung, Beleuchtung oder die AfA, abgegolten werden.“ 

Pauschale nimmt keinen Bezug auf die Kosten

Die Pauschale stellt eine Vereinfachung dar, weil sie nicht auf die tatsächlichen Kosten Bezug nehmen muss. Zudem ist ein räumlich gesondertes Arbeitszimmer – anders als bei der Geltendmachung der tatsächlichen Kosten - keine Anwendungsvoraussetzung. Hinweis der Expertin: „Aufwendungen oder Ausgaben für ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer und dessen Einrichtung sind nur dann abzugsfähig, wenn es den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen bildet.“

Wann und wem die Pauschale zusteht 

Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist, so Kühberger-Leeb, dass dem Unternehmer Aufwendungen entstehen. Steht die Wohnung zum Beispiel unentgeltlich zur Verfügung, dann kann  auch keine Pauschale geltend gemacht werden. Keinesfalls muss es sich bei der Wohnung um den Hauptwohnsitz handeln. Wichtig ist zu beachten, dass dann, wenn tatsächliche Aufwendungen für ein Arbeitszimmer im Wohnungsverband berücksichtigt werden, die Pauschale nicht in Anspruch genommen werden kann.

Steht die Pauschale dem Grunde nach zu, ist sie in unterschiedlicher Höhe zu berücksichtigen: Werden keine anderen Einkünfte aus einer aktiven Erwerbstätigkeit erzielt, für die dem Steuerpflichtigen außerhalb der Wohnung ein anderer Raum zur Verfügung steht, oder betragen diese höchstens 11.000 Euro, dann steht eine Pauschale in Höhe von 1.200 Euro zu.

Übersteigen die anderen Einkünfte aus einer aktiven Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen, für die ihm außerhalb der Wohnung ein anderer Raum zur Verfügung steht, 11.000 Euro, dann beträgt die Pauschale 300 Euro. Neben dieser Pauschale sind nur Aufwendungen und Ausgaben für ergonomisch geeignetes Mobiliar (insbesondere Schreibtisch, Drehstuhl, Beleuchtung) im Höchstausmaß von maximal 300 Euro pro Kalenderjahr zusätzlich abzugsfähig. Kühberger-Leeb mit einem Hinweis: „Stehen diese Ausgaben auch im Zusammenhang mit einer unselbständigen Tätigkeit, können sie entweder zur Gänze als Betriebsausgaben oder als Werbungskosten geltend gemacht werden und müssen nicht aufgeteilt werden.“ Die WKO hat sich lange und intensiv für die Einführung eingesetzt. Damit ist endlich eine wichtige Erleichterung für viele EPU erreicht worden.


Tipp!
Weitere Informationen dazu direkt auf https://bit.ly/3ppg9ll bzw. 

im Rechtsservice der WKO Steiermark: Tel. 0316/601-601, rechtsservice@wkstmk.at


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