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Erste Bilanz bringt leichtes Lüfterl

3,8 Milliarden Euro wurden im heimischen Handel im ersten Halbjahr lukriert, der große Konjunkturimpuls fehlt aber noch.

Das erste Halbjahr im steirischen Einzelhandel ist geschlagen - Zeit, um Bilanz zu ziehen: Kurzgefasst zeigt diese, dass in den ersten sechs Monaten 47 Prozent der Handelsunternehmen Umsatzzuwächse lukrieren konnten, während 38 Prozent Rückgänge hinnehmen mussten. Unterm Strich konnten in den ersten beiden Quartalen insgesamt 3,8 Milliarden Euro umgesetzt werden. "Damit konnte der Handel nominell um 0,8 Prozent und real um 0,3 Prozent zulegen", rechnet Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria vor. Das sei eine Entwicklung, die im Österreich-Schnitt liege und die Umsatzentwicklung in den ersten beiden Quartalen zeige sich somit besser, als dies in den letzten drei Quartalen des Vorjahres der Fall war.

Leichtes Lüfterl

Dennoch: Der von der Steuerreform erhoffte Konjunkturaufschwung stehe aber noch aus, erklärt dazu Spartenobmann Gerhard Wohlmuth: "Es ist ein leichtes Lüfterl, aber kein starker Aufwind, den unsere Betriebe verzeichnen. Und den werde es wohl auch in den kommenden Monaten nicht geben, wie die Umfrageergebnisse unter den Händlern zeigen. Hier gehen 91 Prozent der steirischen Einzelhändler mittelfristig von gleichbleibenden Umsätzen aus, vier Prozent rechnen auch mit einem Wachstum. Insgesamt sei jedoch zu betonen, so Wohlmuth, dass sich der Handel erneut als wichtiger und stabiler Arbeitgeber im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung erwiesen habe: "Zum Vergleichszeitraum des Vorjahres gab es ein leichtes Minus von 200 Beschäftigten - bei insgesamt 44.400 Mitarbeitern."

Stichwort Digitalisierung

Das Onlineshopping hat sich erneut als Turbo erwiesen, knapp 510.000 Steirer haben im Vorjahr übers Internet Waren erstanden. "55 Prozent der Steirer im Alter zwischen 16 und 74 Jahren kaufen auch online. Das ist natürlich eine enorme Chance für unsere Händler, es bedeutet aber auch große Herausforderungen", erzählt Wohlmuth und verweist darauf, dass es nach wie vor im E-Commerce-Wettbewerb "an einem Rahmen mit fairen Spielregeln für alle auf europäischer Ebene" mangelt.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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