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Erfolgsbilanz: Bereits 1.500 Kindergartenkinder bei "English Native Speakers"

Dank der Partnerschaft mit dem Land Steiermark und der Stadt Graz konnten bereits 23 Kindergartengruppen zusammen mit "Native Speakers" spielerisch Englisch lernen. Dieser Tage wurde mit 1.500 teilnehmenden Kindern eine erfreuliche Schallmauer durchbrochen.

Gemeinsam mit der Stadt Graz hat das Land Steiermark 2012 das Projekt English native Speaker in steirischen Kindergärten gestartet.
© Foto Fischer Gemeinsam mit der Stadt Graz hat das Land Steiermark 2012 das Projekt "English native Speaker in steirischen Kindergärten" gestartet.

In Zeiten einer globalisierten Wirtschaft gehört Fremdsprachenkompetenz zum unumgänglichen Qualitätsmerkmal eines Wirtschaftsstandorts: Aus diesem Grund wurde 2012 auf Initiative der WKO Steiermark in Kooperation mit dem Club International (CINT, Servicestelle für internationale Fach- und Schlüsselarbeitskräfte und deren Familien) das Projekt "English Native Speaker" ins Leben gerufen. Ziel ist es seitdem, steirischen Kindern einmal wöchentlich die englische Sprache und Kultur spielerisch nahe zu bringen. Die für das Projekt gewonnenen native Speaker bringen den Kindern bei ihrem Besuch spielerisch einen Zugang zur englischen Sprache nahe, beispielsweise über englische Lieder, Geschichten und Bücher. Damit soll nicht nur der Erwerb der Fremdsprache gefördert werden, sondern auch multikulturelles Verständnis aufgebaut werden. "Fremdsprachenkenntnisse werden immer mehr zu einem wesentlichen Standortfaktor, wobei vor allem Englisch eine entscheidende Bedeutung zukommt. Es ist mir dabei ein großes Anliegen, bereits bei den Jüngsten anzusetzen", sagt Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

Um hier ein möglichst effektives und zugleich kindgerechtes Englischprogramm bieten zu können, werden die Native Speaker vorab im Rahmen eines pädagogischen Trainings von den Experten des Spracheninstituts „Seddwell Learning“ geschult. Und das mit großem Erfolg: Dieser Tage konnte die Schallmauer von 1500 teilnehmenden Kindern durchbrochen werden. 

Sprache als Schlüssel für mehr Verständigung und Verständnis

Ein wichtiges Projekt, denn Sprach- und Gehirnforschung zeigen, dass der frühkindliche Kontakt mit einer Fremdsprache einen großen Vorteil für den späteren Spracherwerb bieten und sogar die Kompetenzen in der eigenen Muttersprache Deutsch verbessern können. "Daher unterstütze ich die Initiative gerne, trägt sie doch dazu bei, frühzeitig Interessen der Kinder zu wecken sowie ihre Begabungen und Talente zu fördern, was in seiner Nachhaltigkeit ungemein wertvoll ist", so Ursula Lackner, Landesrätin für Bildung und Gesellschaft.Diese gelebte Diversität bzw. der Abbau von Berührungsängsten gegenüber Menschen aus dem Ausland ist ein wichtiger Aspekt in Bezug auf eine weltoffene Gesellschaft bzw. auf unseren internationalen Wirtschaftsstandort. "Sprache ist aber auch ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung. Mehrsprachigkeit ist für mich die Chance die Steiermark auch weiterhin als ein führendes Exportbundesland zu positionieren", betont auch Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner. 

Native Speaker Teacherin Norma van Laer, CINT-Vizepräsident Jürgen Roth, die beiden Landesrätinnen Barbara Eibinger-Miedl und Ursula Lackner sowie Stadtrat Kurt Hohensinner (v. l.).
© Foto Fischer Native Speaker Teacherin Norma van Laer, CINT-Vizepräsident Jürgen Roth, die beiden Landesrätinnen Barbara Eibinger-Miedl und Ursula Lackner sowie Stadtrat Kurt Hohensinner (v. l.).

Für das Exportland Steiermark ein zukunftsweisendes Projekt, da Sprache ein wesentlicher Schlüssel zur Erschließung neuer Märkte ist. "Im Zeitalter vom globalen und digitalen Arbeitsumfeld ist Englisch als Sprache Nummer Eins unbestritten. In der Steiermark wollen wir mit unserem Projekt bereits bei den Jüngsten anfangen und die Fremdsprachförderung forcieren", sagt Jürgen Roth, Vizepräsident WKÖ und Vizepräsident CINT. Gemessen am Warenexport und der Exportquote zählen wir mit Oberösterreich und Niederösterreich zu den drei führenden Bundesländern (Warenexporte erstes Halbjahr 2018 in Mio. €: 12.436). Mit einem Zuwachs von 19,5 Prozent verzeichnete die grüne Mark im Vorjahr sogar das mit Abstand größte Exportplus im Bundesländervergleich. Die wichtigsten Außenhandelspartner sind Deutschland (28,6% der steirischen Gesamtexporte), die USA (8,2%) und Italien (6,9%), gefolgt von UK (5,2%) und Frankreich (3,6%). Hauptexportgüter sind Kraftfahrzeuge (3,44 Mrd. Euro), Maschinen (1,29 Mrd. Euro)) sowie Eisen- und Stahl (897 Mio. Euro) sowie Waren daraus (761 Mio. Euro). Englisch ist dabei in der Geschäftsabwicklung ein absolutes „Must-Have“: Deshalb müssen nicht nur die Unternehmer, sondern auch deren Mitarbeiter bestmöglich darauf vorbereitet werden.

Vom Pilot- zum Vorzeigeprojekt

Für die Kindergärten ist dieses Angebot kostenlos. Die Projektkosten werden zum größten Teil durch die Wirtschaftskammer Österreich getragen; das Projekt wird vom CINT - Club International operativ durchgeführt. Dank den zusätzlichen Förderungen durch das Land Steiermark (Ressort für Ressort für Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung sowie Ressort Bildung und Gesellschaft) und die Stadt Graz entwickelte sich das Pilotprojekt nun zu einem Erfolgsprojekt in der Steiermark: Dieser Tage wurde die Schallmauer von 1.500 Kindern, die von diesem Projekt profitiert haben, durchbrochen. Die Zufriedenheit mit dem Projekt liegt bei nicht mehr zu übertreffenden 100 %, wie eine Erfolgsmessung unter den Eltern, Kindergartenpädagogen und Native Speakern im vergangenen Jahr gezeigt hat. Auch halten über 95 % der Eltern fremdsprachliche Frühförderung für wichtig. Die Erfolge in der Steiermark machen „English Native Speaker in Kindergärten“ zu einem Vorzeigeprojekt. "Die Erfahrung, durch dieses Projekt mit Kindern zu arbeiten und ihnen meine Muttersprache Englisch - auf eine ansprechende und lustige Weise zu vermitteln – ist unglaublich positiv", freut sich auch Norma van Laer, Nativ Speaker und Teacher im Betriebskindergarten Andritz AG.

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