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Ennstal: Verhaltener Start nach dem dritten Lockdown

Durchwachsen fällt die Bilanz der Ennstaler Betriebe aus: Während etwa Baumärkte und der Schuhhandel noch auf eine "Aufholjagd" hoffen, ist die Stimmung bei den Sporthändlern im Tourismus-Hotspot Schladming im Keller – weil mit den Gästen auch der Umsatz fehlt.

Johannes Mandl im Baumarkt
© WKO Steiermark Der Gröbminger Unternehmer Johannes Mandl in seinem Betrieb auf einem Archivbild.

Es ist eine zwiespältige Bilanz, die die obersteirischen Unternehmer im Ennstal nach dem dritten Lockdown ziehen: Einerseits ist man froh, die Geschäfte nach Wochen wieder aufsperren zu können, andererseits bleiben gerade in Tourismusgemeinden wie Schladming mit den Gästen auch die Umsätze aus.

Letzteres bestätigt etwa Michael Tritscher, Geschäftsführer des gleichnamigen Sporthandelbetriebs in Schladming: "Als touristischer Handelsbetrieb leben wir zu 90 Prozent von den Touristen. Doch wenn die Gastronomie und die Hotellerie geschlossen halten muss, bleiben die Gäste aus – und wir können keinen Umsatz machen." Allein die Sporthändler-Dichte in Schladming mit sieben Betrieben bei rund 6.000 Einwohnern zeige die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Tourismus. Und so ist es wenig verwunderlich, dass bei Tritscher neben dem Sportgeschäft auch in der Schischule und beim Schiverleih die Umsätze ausbleiben: "Es ist ein Nullsummenspiel, ein Totalausfall. Unterm Strich zahlen wir drauf, wenn wir öffnen. Was nützt es uns, wenn wir aufsperren dürfen, wenn keiner kommt", fragt er. Tritscher selbst hat erst im Vorjahr groß in Rohrmoos investiert, "doch nach monatelangen Schließungen verlieren wir auch als gesunder Betriebe immer mehr an Substanz." Der Betrieb, der in der Hochsaison weit über 100 Mitarbeiter beschäftigt, fährt derzeit auf Sparflamme: "Die Lage ist dramatisch. Unsere Regale sind voll, doch die Gäste dürfen nicht kommen. Die Ware muss bezahlt werden, die Fixkosten laufen weiter." Tritscher, der vor seiner unternehmerischen Laufbahn im Ski-Weltcup für Furore sorgte, hofft auf eine baldige Normalisierung der Lage: "Wir setzen alles auf die nächste Wintersaison. Denn da werden 80 Prozent der Wertschöpfung gemacht."


Michael Tritscher
© kk

Michael Tritscher

Geschäftsführer von Sport Tritscher

Schladming


Starkes Ostergeschäft als Umsatzbringer

Auch unweit davon, in Gröbming, hat die Corona-Krise in den Betrieben tiefe Spuren hinterlassen. Im Fachmarkt von Johannes Mandl, der unter "Let's do it" firmiert, ist man zwar froh, wieder aufsperren zu dürfen, doch die Nachfrage ist trotz wochenlanger Schließung überschaubar. "Es gab jetzt nicht mehr diese Nachholeffekte wie nach dem ersten und zweiten Lockdown", so der Chef. Die Kunden hätten sich zwar mit dem Maskentragen arrangiert, für die zehn Mitarbeiter sei das stundenlange Tragen von FFP2-Masken aber eine große Belastung, resümiert er. "Die Abstandsregeln lassen sich bei uns problemlos einhalten, und da auch die Verweildauer bei uns im Geschäft nicht so lang ist, dürfte das Ansteckungsrisiko minimalst sein." Neben dem stationären Handel habe man auch das Online-Geschäft forciert: "Wir sind mittlerweile im Web so präsent wie auf der Fläche. Allerdings kann auch das Online-Geschäft die Verluste nicht ausgleichen, die im stationären Handel entstehen." Er hofft jetzt auf ein starkes Ostergeschäft und dass mit frühlingshaften Temperaturen auch die Heimwerker und Gartenbesitzer wieder ihre Pläne umsetzen: "Da lässt sich dann schon noch einiges wettmachen." Ein weiterer Lockdown, sagt Mandl, wäre allerdings "gerade in unserer umsatzstärksten Zeit eine echte Katastrophe" und würde wieder den Handelsriesen in die Hände spielen.

Aufholjagd in Sachen Umsatz

Zuversichtlicher zeigt sich Birgit Wieser vom Schuhhaus Krenn in Gams. Nach wochenlanger Schließung darf sie mit ihren fünf Mitarbeitern endlich wieder Kundschaft im Geschäft begrüßen. „Unsere Kunden tragen die Corona-Maßnahmen mit. Sie sind froh, endlich wieder einkaufen zu dürfen.“ Bei der Umsetzung der Corona-Regeln gäbe es keinerlei Probleme, "wir haben ja genug Verkaufsfläche." 15 Kunden dürften sich rein rechnerisch gleichzeitig im Geschäft aufhalten, "doch das schaffen wir am Land eh nicht", schmunzelt sie. Auch Wieser hofft jetzt auf eine "Aufholjagd" in Sachen Umsatz: "Im letzten Jahr mussten wir drei von zwölf Monaten geschlossen halten. Diese Einbußen lassen sich sicher nicht mehr zur Gänze wettmachen, aber wir hoffen, sie reduzieren zu können. Das Wetter ist ja noch winterlich, wir verkaufen jetzt noch gut Winterware." Auch letzten Sommer, erinnert sich die Unternehmerin, sei das Geschäft mit Wanderschuhen gut gelaufen: "Viele haben ihren Urlaub im Inland verbracht und haben sich eine neue Wanderausrüstung zugelegt." Davon konnten freilich kleine regionale Betriebe vor Ort wie das Schuhhaus Krenn profitieren. Allerdings nur kurzfristig, denn im Herbst hieß es schon wieder: Der Handel bleibt geschlossen. Während der Lockdowns musste die Unternehmerin ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, doch jetzt hofft sie nach dieser zähen Durststrecke wieder auf dauerhaftes Aufsperren, "damit wir Unternehmer wieder eine Perspektive haben."


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