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Energietransfer ohne Kabel: Steirer "beamen" Strom

„Strom-Beamen“ über 50 Zentimeter Distanz: Die Eibiswalder Inkol GmbH macht aus der EnergieVision Nikola Teslas die Innovation der Zukunft.

© Michael Pereckas
Der Stromkreis, unendliche Weiten… und mittendrin die Eibiswalder Inkol-GmbH, die es geschafft hat, Energie ganz ohne Kabelverbindung von A nach B über eine Distanz von einem halben Meter zu „beamen“.

Klingt eigentlich wie Science Fiction, doch stammt die Grundidee dafür bereits aus der Jahrhundertwende. Kein Geringerer als Nikola Tesla trieb um 1900 seine große Vision, die Welt einfach drahtlos mit Energie zu „befunken“, mit energischem Eifer voran. Der 1901 in Long Island errichtete 57 Meter hohe Wardenclyffe Tower war lange Zeit Sinnbild dafür, welches Potenzial Tesla in der drahtlosen Energieübertragung sah. Doch es sollte bis heute dauern, um zumindest einen kleinen „Funken“ dieser Vision verwirklicht zu sehen.


Konkret fündig wird man in der Eibiswalder Elektromagnete-Tüftelschmiede Inkol. „Naja, wir können nicht den ganzen Globus drahtlos mit Strom ,befunken‘, aber wir haben es zumindest geschafft, kabellos Energie über eine Distanz von 50 Zentimetern zu schicken“, erzählt Inkol-Geschäftsführer Christoph Kovacic. Die Wirkungsweise ist schnell erklärt, man kennt das Thema Induktivladung mittlerweile sogar aus einem großen schwedischen Möbelhaus, wo man auf die Spezialfläche am Nachtkasterl das Handy legt, damit dieses sich auflädt. Ohne Kabel, aber mit „Kontakt“ funktioniert das also bereits bei jedem zu Hause. „Was aber bislang fehlte, ist die kabellose Stromübertragung per Funk über eine weitere Distanz“, erklärt Kovacic. Weltweit arbeiteten Forscherteams am Thema, so Kovacic, „doch wir sind die Ersten, die diese Technik in einen Elektromagneten für die praktische Anwendung integrieren konnten.“ Auf 50 Zentimeter Reichweite hat es das „Elektromagneten-System ohne Stromkabel“ schon gebracht, Kovacics Ziel ist ein Meter.


Warum es so wichtig ist, Energie von Stromquelle bzw. Sender ohne Verbindungskabel an den Elektromagneten, also Empfänger, zu funken? Kovacic: „Die praktischen Anwendungsbereiche sind vielfältig. Eine Idee ist es etwa, mit diesen speziellen Elektromagneten in Türen den Öffnungsmechanismus auslösen zu können – an Stellen, wo keine stationäre Stromverbindung besteht. Die Tür könnte man sogar mit dem Auto oder dem Handy öffnen.“ Alle Infos auf www.inkol.at.


Quergefragt

Wie kamen Sie dazu, an diesen Magneten zu tüfteln?
Wir sind immer auf der Suche nach Innovationen. Einen Elek­tromagneten ohne Kabel zu bauen? Diese Idee hat uns gefallen.
Gibt es bereits Einsatzpläne für den Magneten?
Der große Roll-out ist mit Ende 2017 geplant, wir sind aber schon in Gesprächen mit einem Produzenten von Sicherheitssystemen.  
Wo laden Sie selbst Ihre Batterien wieder auf?
Die innovative Arbeit selbst beflügelt mich natürlich immer wieder, aber am meisten Kraft hole ich mir bei meiner Familie.


Autorin: Veronika Pranger

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