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Energie und Krieg treiben Rezessionsrisiko

Die Situation für Industriebetriebe verschärft sich weiter: Energiepreise steigen und der Ukraine-Krieg sorgt zudem für Ausfälle von Vorprodukten.

Innenansicht einer Energieanlage, darüber Strom- und Gaspreisindex-Grafik
© dobeStock/chitsanupong_eigene Grafik Um 465,7 Prozent höher liegen die Großhandelspreise bei Gas im April 2022 gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres.

Keine Verschnaufpause gibt es für die heimischen Industriebetriebe: So kletterten die Strom-Großhandelspreise im April um 13 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 279,52 Prozentpunkte (ein Plus gegenüber April 2021 von 163,2 Prozent) und auch der Gaspreisindex bleibt weiter auf Rekordhoch. Hier stiegen die Preise im Vergleich zum März um sieben Prozent, gegenüber dem April 2021 liegt der Preis um 465,7 Prozent höher.  

Doch nicht nur die steigenden Energiepreise setzen den produzierenden Betrieben immer stärker zu, nach wie vor sorgen die globalen Pandemie-Auswirkungen für Lieferkettenproblematiken und der Ukraine-Krieg verursachte zudem Ausfälle von Vorprodukten, etwa im Automotive- oder dem Agrar-Bereich. Lieferengpässe, Rohstoff- und Materialmangel – etwa Halbleiter, Aluminium, Kupfer und Nickel – treiben die Inflation nach oben und lassen das Risiko einer Rezession wachsen, heißt es in der aktuellen Konjunktur-Analyse der Bundessparte. 

Heruntergebrochen auf die Nahrungs- und Genussmittelindustrie etwa, kämpfen die Betriebe hier mit einer „historischen Kostenwelle“ – Rohstoffe, Energie und Verpackung treiben die Preise und  durch den Ukraine-Konflikt fehlen Erntehelfer. Schon jetzt, nach zwei Monaten Kriegsgeschehen, verzeichne man bei den Getreidepreisen neue Höchststände.

„Einige Industriebetriebe mussten aufgrund der exorbitant hohen Energiekosten ihre Produktionen deutlich drosseln bzw. vorübergehend einstellen.“
Max Oberhumer

Gasembargo: Jeder vierte Betrieb würde stillstehen

Als energieintensive Branchen seien auch „Bergwerke & Stahl / Nichteisen-Metall“ besonders betroffen, mache doch der Anteil der Energiekosten hier mehr als ein Drittel der gesamten Produktionskosten aus, weiß auch der steirische Spartenobmann Max Oberhumer: „Eine Abschaltung der Gasversorgung wäre ein Supergau: kein Gas, keine Produktion.“ Vor einem solchen Worst-Case-Szenario warnt auch die metalltechnische Industrie. Längst habe sich die Margensituation von der Produktionslage entkoppelt – Preise, Frachtkosten und Verfügbarkeit lassen keine Entspannung erwarten. Vom Ukraine-Krieg und den Sanktionen zeigen sich in dieser Branche 87 Prozent der Betriebe betroffen und geben an, diese Krise habe bereits substantielle Auswirkungen auf das Geschäftsjahr. Ein mögliches Gasembargo – wie es seit Wochen europaweit diskutiert wird – würde aber noch weit verheerendere Auswirkungen haben: Jedes vierte Unternehmen in dieser Branche würde bei einer Drosselung der Gaslieferungen stillstehen.


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