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Flächendeckenden Lkw-Maut: Fatal für die gesamte Wirtschaft

Obmann Albert Moder: „Maut auf niederrangigem Straßennetz ruiniert die regionalen Strukturen und die dort ansässige Wirtschaft.“

Scharfe Kritik erntet SPÖ-Verkehrslandesrat Jörg Leichtfried für seine neuerliche Zustimmung über die Medien eine flächendeckende Maut einführen zu wollen. „Es ist kurzsichtig neue Verkehrsabgaben für die Transportwirtschaft einzuführen, wenn man damit die gesamte regionale Wirtschaft belastet und ruiniert“, schimpft Albert Moder, Obmann der steirischen Transporteure und verweist auf eine Studie der WU-Wien von Prof. Sebastian Kummer, die auch hier downgeloadet werden kann. „Und dann, wenn die Regionen zerstört sind, werden die großzügig errechneten Einnahmen der flächendeckenden Maut ausfallen, aber dann wird auch die Straßen wohl keiner mehr brauchen.“


Abgesehen davon, dass man mit der flächendeckenden Maut nicht nur wieder den Frächtern zusätzliche Kosten aufbürdet, „da man in der Transportbranche kaum alles 100-prozentig weiterverrechnen kann, so wird die gesamte Wirtschaft, die Lkw über 3,5 t hzG nutzt (kurz Werkverkehr genannt) unter der Einführung einer flächendeckenden Maut leiden.“ Gewerbebetriebe, die Bauarbeiten und Installationen oder Reparaturen vor Ort machen, Müllentsorger, Zusteller für den Handel, die etwa Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfe bringen, Zusteller für Tourismusbetriebe, Transport vom oder zum produzierenden Betrieb, Baustellenverkehre – „um nur einige stellvertretend zu nennen, werden in den Regionen mit der flächendeckenden Maut einen gewaltigen Standortnachteil haben“, stellt Moder fest. „Abwanderung wird für sie die einzige Möglichkeit bleiben, auch künftig wettbewerbsfähig zu sein.“ Mit dem Abwandern der Betriebe werden auch die Menschen folgen – wegen der verlorenen Arbeitsplätze und den nicht mehr vorhandenen Ausbildungsplätzen und der fehlenden Nahversorgung.“


„Unser Film ,Ein Leben ohne Lkw‘ veranschaulicht klar, was es bedeutet, wenn allein unsere Räder in der Güterbeförderung still stehen“, sagt Moder und bedauert, dass die Politik kaum für die heimische Transportwirtschaft hat. (Der Film kann übrigens abgerufen werden unter: https://www.youtube.com/watch?v=0t2pNAiWiiA)


Gefrustet und zornig ist Moder, weil die Transportwirtschaft ständig zur Kasse gebeten wird. „Wenn man bedenkt, dass die Transportwirtschaft jährlich fast 12 Milliarden Euro an Abgaben und Steuern bezahlt, dann sind weitere Belastungen einfach nicht mehr hinnehmbar“, betont Moder. „Und vor dem Hintergrund, dass die Asfinag für das vergangene Jahr 200 Millionen Euro Dividende an den Staat ausbezahlt hat, sieht die Überlegung einer flächendeckenden Maut wie reine Schikane aus, zumal der Bund damit Budgetlöcher stopft, anstatt es zweckgewidmet in die Infrastruktur der 9 Bundesländer zu stecken“, sieht Moder einen Ansatz. Wenn allerdings Belastungen dieser Art weiter ansteigen, werden weitere Schritte in Richtung Vertreibungspolitik der Transportbranche ins Ausland gesetzt. „Bereits jetzt schon ist jeder zweite schwere LKW im Ausland angemeldet. Dass das Ausflaggen eines LKW die Republik Österreich bis zu 55.000 Euro pro Fahrzeug und Jahr kostet, scheint aber in den Berechnungen der Regierung keinen Eingang gefunden zu haben“, so der Branchensprecher.


Rückfragehinweis:

DI Anja Genser
Geschäftsführerin der Fachgruppe Güterbeförderung
WKO Steiermark
T 0316/601-655
anja.genser@wkstmk.at

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