th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Eine Stadt, die einfach gut schmeckt

Zehn Jahre Genusshauptstadt Graz sind eine Erfolgsstory, die auf der Zunge zergeht. Wir haben Waltraud Hutter, die Frau dahinter, gefragt, welche Bilanz sie zieht.

Waltraud Hutter ist der Kopf hinter der Genusshauptstadt Graz.
© Foto Fischer Waltraud Hutter ist der "Kopf" hinter der Genusshauptstadt Graz.

Ein sicher spannender Blick zehn Jahre zurück. Wie hat 2008 alles angefangen?

Hutter: Die Tourismusverantwortlichen wollten Graz ein neues Profil geben. Die Kulturhauptstadt war seit 2003 Vergangenheit, etwas Neues sollte Einheimische und Touristen begeistern. Es wurde ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, zu dem auch ich eingereicht und für mein Konzept Genusshauptstadt Graz den Zuschlag bekommen habe.  

Was war die Idee dahinter?

Hutter: Die Idee war, Gastronomen und Produzenten gemeinsam auf die kulinarische Schiene Regionalität zu bringen. Ich habe mein ganzes Leben als gelernte Hotelfachfrau in der Gastlichkeit gearbeitet und mich zunehmend gewundert, dass es viel schicker war, zum Beispiel Lobster aus Asien aufzutischen statt heimischen Fisch. 

Wie groß war die Begeisterung für das neue Konzept Regionalität in Hotellerie und Gastronomie?

Hutter: Es war zu Beginn ein unglaublich zähes Ringen um Partner. Schlussendlich konnte ich zwölf Gastronomiebetriebe in Graz davon überzeugen, sich der Regionalität in Küche und Keller vertraglich zu verpflichten und damit Partner der Genusshauptstadt zu werden. Heute sind es 30. 

Wie konnten die Produzenten gewonnen werden?

Hutter: Das war  nur mit tatkräftiger Unterstützung von Margareta Reichsthaler möglich, die österreichweit quer über die Genussregionen ein Netzwerk spannt und mir die Türen zu den heimischen Produzenten vor der Haustüre geöffnet hat. Graz ist ja immerhin die größte Bauerngemeinde der Steiermark.

Wie ist der Schulterschluss gelungen, Köche und Bauern an einen Tisch zu bringen?

Hutter: Die Bereitschaft war da, aber die Bauern haben damals nicht an die Gastronomie geliefert und die Köche auch nicht direkt bestellt. Dieser Weg musste erst geebnet werden. Auch der Großhandel musste für die Direktvermarkter geöffnet werden. 

Was war der nächste Schritt?

Hutter: Die Genusshauptstadt Graz national und international zu vermarkten. Und das war nur möglich, wenn man sie auch an Events festmachen konnte. 2010 schlug die Geburtsstunde der „Langen Tafel“, die eine unglaubliche Erfolgsstory ist und Gäste aus der ganzen Welt begeistert. Die 750 Karten für die Tafel am 18. August waren in zwei Minuten ausverkauft.

Woher kommen die Gäste?

Hutter: Aus Australien, Großbritannien, China, aus der ganzen Welt. Die wichtigsten aber kommen aus Graz, der Steiermark und Österreich. Wir sind kein Touristenghetto und setzen auch bei Events auf steirische Gemütlichkeit. Es ist ganz wichtig, dass die Menschen, die hier leben, die Genusshauptstadt (mit)tragen.

Welche Highlights gibt es im Jubiläumsjahr?

Hutter: Die Genussreise im Museum, das Foodfestival, ein Trüffelfestival im November mit Grazer Burgundertrüffel und vieles mehr. Und die kulinarischen Rundgänge, die in zehn Jahren bereits 15.000 Einheimische und Touristen begeistert haben. Alle Infos und Events: www.genusshauptstadt.at.

Die Genusshauptstadt wird von vielen Partner getragen, auch wenn Sie mit Ihrer Agentur als Person dahinter stehen.

Hutter: Ich bin nur ausführendes Organ, hinter mir und diesem Erfolgskonzept stehen der Tourismusverband Graz, das GTG-Stadtmarketing mit einem großartigen Dieter Hardt-Stremayr und vor allem die Grazer Gastronomie.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Gewerbe und Handwerk
Lisa Hoffmann (18) bloggt für die Friseure.

Steirerin wird zum digitalen Sprachrohr der Friseure

Sie bloggt für ihre Zunft: Die Facebookseite der österreichischen Friseure wird seit August von Lisa Hoffmann bespielt. mehr

  • Gewerbe und Handwerk
In Sachen Effizienz und Umweltfreundlichkeit hat sich bei den Klimaanlagen in den letzten Jahren so einiges getan.

Trotz Hitze eine coole Rechnung

Klimaanlagen sind als Stromfresser verschrien. Wer beim Kauf auf Energieeffizienz achtet, beugt bösen Überraschungen vor. mehr