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Ein Merkur fürs Lebenswerk, das Europa aufhorchen lässt

Waltraud Schinko-Neuroth hat das Erbe der Großtante zum europaweit höchst erfolgreichen Hörakustikunternehmen geführt. 

Bei der Gala zur Verleihung des „Handelsmerkurs“ am Dienstagabend spitzten die Anwesenden im wahrsten Sinne des Wortes die Ohren – schließlich wurde Waltraud Schinko-Neuroth mit dem Preis für ihr Lebenswerk geehrt (s. auch Story S. 42). „Sie hat mit ihrem Mann Pionierarbeit geleistet. Wir sind stolz, ein solches Unternehmen in der Steiermark zu haben“, unterstreicht Spartenobmann Gerhard Wohlmuth den Juryentscheid.

Und das Wort Pionierleistung ist hier mehr als nur angebracht, denn der Drang, Neues zu wagen, liegt in der Familie. So hat Waltraud Schinko-Neuroths Großtante Paula Neuroth vor knapp 110 Jahren mitten in Wien das erste Fachgeschäft für Schwerhörigenapparate aufgesperrt. 72 Jahre später war es wiederum eine starke Frau aus dem Neuroth-Clan, die das Hörgerätebusiness übernahm: Waltraud Schinko-Neuroth stieg mit nur 29 Jahren in die Geschäftsführung ein. Wenig später schon wurde das zweite Fachinstitut in Graz eröffnet und der Firmensitz in die Steiermark verlegt. Gemeinsam mit ihrem Mann Georg Schinko hat sich die Unternehmerin seitdem ganz der Expansion über die rot-weiß-roten Grenzen hinaus verschrieben: Zuerst waren es die Schweiz und Liechtenstein, dann folgten Kroatien und Slowenien. Heute zählt das von Sohn Lukas in vierter Generation geführte Unternehmen 240 Fachinstitute in sieben Ländern und ist Arbeitgeber für rund 1.200 Mitarbeiter.

Lebensfreude geben

Aber nicht nur ihr Innovationsgeist und Erfolg im Bereich der Hörakustik, auch ihr großes Engagement für Wirtschaft und Gesellschaft zeichnen Schinko-Neuroth aus. Nicht zuletzt honorieren das Anerkennungen, wie das große Ehrenzeichen der Republik Österreich, die Medaille des dänischen Königs für die besonderen Dienste um die dänische Wirtschaft oder auch der internationale „Entrepreneur of the Year 2011“ in Monte Carlo, den Waltraud Schinko-Neuroth als erste Frau überhaupt verliehen bekam.

„So vielen Menschen mit Hörminderung wie möglich ein Stück Lebensfreude zurückzugeben“, beschreibt Schinko-Neuroth das nach wie vor geltende Ziel, das sie selbst mehr als 30 Jahre lang als Vorstandsvorsitzende des Unternehmens verfolgt hat. Und Aufklärungsarbeit zu leisten, „damit ein Hörgerät kein Tabu mehr ist“. Den Merkur fürs Lebenswerk nimmt sie „mit großer Freude“ entgegen, wenngleich dieser nicht nur ihr gebühre, sondern vielmehr „auch der Familie, den Mitarbeitern und den Kunden.

Steirische Hörgeräte jenseits der Grenzen 

  • 1907 hat Waltraud Schinko-Neuroths Großtante Paula Neuroth, selbst an Hörverlust leidend, in Wien das „1. Spezialhaus für Schwerhörigenapparate“ eröffnet.
  • 1979 übernimmt Waltraud Schinko-Neuroth nach dem Tod ihres Vaters die Geschäfte.
  • 1980 übersiedelt der Firmensitz in die Steiermark und das zweite Fachinstitut wird in Graz eröffnet.
  • Das Headquarter der Neuroth-Gruppe befindet sich bis zur neuerlichen Verlegung – 2013 nach Graz – in Schwarzau im Schwarzautal (Südoststeiermark). Das gesamteuropäische Technik- und Logistikcenter befindet sich weiterhin in Schwarzau.
  • Insgesamt ist die Neuroth-Gruppe mittlerweile in sieben Ländern Europas (Österreich, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Slowenien, Kroatien und Frankreich) mit mehr als 240 Fachinstituten bzw. Hörcentern tätig und beschäftigt 1.200 Mitarbeiter – mehr als 400 Jobs sind es in der Steiermark.
  • Das Unternehmen setzte im Wirtschaftsjahr 2014/15 in seinen Bereichen „Hörgeräte & Zubehör“, „Kinder-Akustik“, „Gehörschutz“, „Optik“ und „Medizintechnik“ 120 Millionen Euro um.


Mehr zum Unternehmen auf www.neuroth.at


Von Veronika Pranger (Steirische Wirtschaft),

erschienen in der Steirischen Wirtschaft


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