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Ein Jahr Arbeit in der Corona-Pandemie

Zum Tag der Arbeit legt die steirische Wirtschaft Zeugnis ab und zeigt, wie essentiell der Zusammenhalt von Mitarbeitern und Betrieben in Zeiten wie diesen ist.

Homeoffice
© Adobe Stock/fizkes Digital und mit Distanz: Corona hat die Arbeitswelt im letzten Jahr massiv verändert.

Pünktlich zum 1. Mai hat es Tradition, jene ins Rampenlicht zu holen, die mit ihrem Einsatz Tag für Tag für Wohlstand und wirtschaftliche Stabilität im Land sorgen. Und wie wichtig gegenseitiges Vertrauen und engagierte Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Unternehmen ist, wird in diesem Jahr zum Tag der Arbeit wohl deutlicher als je zuvor. Denn seit am 13. März 2020 das „virologische Quartett“ der Bundesregierung vor die Kameras trat, um den ersten Corona-Lockdown im Land zu verkünden, ist alles anders: Nicht nur das private Leben wurde von heute auf morgen mit Distanzregeln, Reisebeschränkungen oder Ausgangssperren komplett auf den Kopf gestellt, auch Arbeitswelt und Wirtschaft mussten sich seitdem ständig adaptierten Corona-Maßnahmen und damit verbundenen, zum Teil massiven Einschränkungen stellen.

Restart der Wirtschaft

Aber auch wenn beinahe alle der insgesamt 78.681 steirischen Betriebe der gewerblichen Wirtschaft in unterschiedlichem Ausmaß von der globalen Corona-Krise betroffen sind, so zeigt sich dennoch eines: Sie alle bieten gemeinsam mit ihren insgesamt 384.272 Mitarbeitern der Krise die Stirn. Ja, mehr noch – die heimischen Unternehmen sind trotz Pandemie händeringend auf der Suche nach Fachkräften, – um für den nun erhofften Restart der Wirtschaft entsprechend gerüstet zu sein.

Finanzielle Zeichen trotz Handelshürden

Und wie wichtig eine (wieder) florierende Wirtschaft ist, zeigt der Blick auf die Sozialbilanz: So flossen aus den weiß-grünen Unternehmenskassen zuletzt knapp vier Milliarden Euro allein zur Absicherung des Sozialstaats direkt in die unterschiedlichsten Sozialtöpfe (Pensions-, Kranken-, Unfall-, Arbeitslosenversicherung etc.). Aber auch international setzten die steirischen Betriebe trotz Handelshürden finanzielle Zeichen. Sie konnten im ersten Corona-Halbjahr 2020 allen Widrigkeiten zum Trotz dennoch Güter im Wert von 10,4 Milliarden Euro exportieren (1. HJ 2019: 13,4 Milliarden). Damit zeigt sich der Export bzw. der Außenhandel insgesamt als jener Bereich, der zwar als Erster massiv von den weltwirtschaftlichen Corona-Problemen betroffen war, der aber nun als Erster wieder leichte Silberstreifen am Horizont erkennen lässt. 

Auch gesamtwirtschaftlich weisen die Zahlen ein Jahr nach dem ersten „harten“ Lockdown, wenn auch zaghaft, wieder in die richtige Richtung: Denn musste man österreichweit im Vorjahr noch einen bislang nie dagewesenen BIP-Einbruch von minus 6,6 Prozent verkraften (minus 12,6 Prozent im 2. Quartal 2020), konnte Ende März bereits wieder ein Plus von 2,6 Prozent verzeichnet werden.

Unterstützt werden die Betriebe in ihrem Engagement, den Wirtschaftsmotor im Land wieder zum Laufen zu bringen, auch durch zahlreiche Hilfspakete: Insgesamt wurde von der Regierung dafür ein Corona-Rettungsschirm mit knapp 51 Milliarden Euro geschnürt, 35 Milliarden sind hier bin Form von Kurzarbeit, Ausfallsbonus, Fixkostenzuschuss oder auch Härtefallfonds bereits genehmigt bzw. ausbezahlt worden.

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