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EIN Taxitarif für die Steiermark

Bei der Fachgruppentagung wurde die Einführung eines einheitlichen Tarifsystems für die gesamte Steiermark beschlossen.

Derzeit bestehen verbindliche Taxitarife nur in Graz und dessen südlichen Umlandgemeinden, in der Stadt Leoben, Niklasdorf sowie in den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg. Im Rahmen der Fachgruppentagung der Taxi- und Mietwagenunternehmer wurde nun die Einführung eines einheitlichen Tarifsystems für die gesamte Steiermark beschlossen. Ein Schritt, der auch von den Arbeitnehmervertretern unterstützt wird. Die grüne Mark wäre damit das erste große Flächenbundesland, das einen überregional einheitlichen Tarif besitzt. 

Demokratische Abstimmung

Mit 71 Prozent "Ja"-Stimmen fiel der Beschluss der Taxibranche im Rahmen ihrer Fachgruppentagung mehr als eindeutig aus. Demnach ist ein steiermarkweit verbindlicher Taxitarif mittels Taxameter in sämtlichen Fahrzeugen umzusetzen. Die Taxameter können dabei gleichzeitig auch als Registrierkassa fungieren und sind in weiterer Folge mit einem Drucker und einer elektronischen Signatureinheit verbunden. Derzeit bestehen solche Tarife nur in wenigen Regionen. Mit dem Beschluss der Branche soll das Tarifgebiet nun auf die gesamte Steiermark ausgeweitet werden. "Die Steiermark wäre nach Wien und Vorarlberg das erste Flächenbundesland, in dem ein überregional einheitlicher Taxitarif verordnet würde", weiß Fachgruppenobfrau Sylvia Loibner zur berichten.

Gesetzliche Details

Der Tarifantrag wird nun an den zuständigen Landesrat Christian Buchmann gerichtet, der in weiterer Folge das gesetzlich vorgeschriebene Anhörungsverfahren unter Einbeziehung von Arbeiterkammer und WKO Steiermark durchführen kann. Wie die Beispiele Vorarlberg und Salzburg, wo ebenfalls weitläufig Tarife verordnet sind, oder auch Deutschland zeigen, führt ein verbindlicher Taxitarif zu mehr Transparenz und letztlich auch zu mehr Preissicherheit für die Konsumenten. "Gleichzeitig kann ein verbindlicher Tarif auch als Berechnungsgrundlage für die in vielen Regionen angedachten Mobilitätskonzepte dienen", betont Peter Lackner, Geschäftsführer der Sparte Transport und Verkehr in der WKO Steiermark. Der von der Fachgruppe vorgeschlagene Tarif wurde auch bereits einer betriebswirtschaftlichen Überprüfung unterzogen. Im Detail: Der städtische Grundtarif soll 3,90 Euro betragen, das zusätzliche Kilometerentgelt - je nach Tages- oder Nachtzeit bzw. Länge der Fahrt - 1,50, 1,70 oder 1,90 Euro. Der Bezirkstarif dagegen soll 4 Euro betragen und 2 bzw. 2,30 Euro pro gefahrenen Kilometer, wieder abhängig von der jeweiligen Tages- oder Nachtzeit. Dazu wird ein einheitliches Warteentgelt von 30 Euro vorgeschlagen.

Wettbewerbsgleichheit

Gleichzeitig wird mit der Verbindung aus Registrierkassa und Taxameter für mehr Wettbewerbsgleichheit gesorgt. Davon verspricht sich ÖGB-Landesvorsitzender Horst Schachner, der den Tarifvorstoß unterstützt, zusätzliche Vollzeitarbeitsplätze in der Branche: "Nachdem wir für das Jahr 2016 eine Kollektivvertrags-Erhöhung auf 1.170 Euro und ab 2017 auf 1.200 Euro erreicht haben, gleichzeitig in der Steiermark die höchste Spesenvergütung in Österreich besteht (max. 333 Euro/Monat), ist auch die Basis für eine faire Entlohnung gelegt", so Schachner.


Rückfragen:
Mag. Mario Lugger
Referatsleiter Kommunikation
0316 601-652
E mario.lugger@wkstmk.at

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