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Doppelter Umsatz mit digitaler Wende

Höchststand: Fünf Milliarden Euro an Umsatz verzeichnet die steirische Medizintechnik im 15. Jubiläumsjahr.

Umsatzverdoppelung im 15. Jubiläumsjahr:  HTS-Geschäftsführer Johann Harer.
© Helmut Lunghammer Umsatzverdoppelung im 15. Jubiläumsjahr: HTS-Geschäftsführer Johann Harer.

Die steirische Medizintechnik-Branche pulsiert stärker denn je: In den vergangenen fünf Jahren konnte der Umsatz verdoppelt werden. Während 2014 die knapp 80 Clustermitglieder etwa 2,5 Milliarden Euro Umsatz generierten, beläuft sich die steirische Wertschöpfung in der Humantechnologie mittlerweile auf rund fünf Milliarden Euro – bei mehr als 130 Mitgliedsunternehmen. Der vor 15 Jahren von Land und Industriebetrieben ins Leben gerufene Humantechnologiecluster ist federführend für die dynamischen Entwicklungen, bestätigt Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl: „Mit zahlreichen Cluster-Schwerpunkten im Bereich der Internationalisierung und Vernetzung ist es gelungen, diese Stärken weit über die Landesgrenzen zu transportieren – und die Steiermark als hochinnovativen Standort in der Medizintechnik international zu positionieren.“ 

Alternde Gesellschaft als neue Chance

Im Hinblick auf die demografische Entwicklung dürften steirische Innovationen aus dem Bereich der Humantechnologie künftig noch wichtiger werden, betont HTS-Geschäftsführer Johann Harer: „Die gesteigerte Nachfrage nach besseren Diagnose- und Therapiemöglichkeiten und insbesondere nach neuen altersgerechten Produkt- und Dienstleistungsangeboten eröffnet für innovative steirische Unternehmen völlig neue Möglichkeiten.“

Boom bei digitalen Medizin-Lösungen

Die Lösungen für die stark alternde Gesellschaft kommen dabei zunehmend aus dem Bereich „Digital Health“: „Wir erleben zurzeit einen wahren Boom bei digitalen Medizin-Anwendungen. Mehr als jedes dritte Mitgliedsunternehmen ist bereits in diesem Sektor tätig. Die Hälfte aller Neugründungen in der Branche geht auf den ‚Digital Health‘-Sektor zurück. Wir sehen hier auch in den kommenden Jahren großes Wachstumspotenzial“, sagt der HTS-Manager. Konkret beginne das bei der Entwicklung von Gesundheitsapps bis hin zur Prozessoptimierung in der Pharmabranche. Harer: „Unsere Unternehmen und Forschungspartner sind aber auf diese Trendwende bereits bestens vorbereitet.“ Zukünftig will der Humantechnologie-Cluster daher verstärkt die Kommunikations- und Informationstechnologien im Gesundheitsbereich forcieren und versuchen, das Umfeld für Unternehmensgründungen in diesem Bereich zu verbessern.

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