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Die schwierigen Schritte beim Tanz gegen die Pandemie

Für Katerstimmung in den Tanzschulen sorgen nicht lange Ballnächte, sondern Covid-19-Bestimmungen. Wir haben uns umgehört.

Eröffnung Opernredoute 2018
© Marija Kanizaj, Opernredoute Die zweite verlorene Ballsaison und der Wegfall von Polonaisen machen Tanzschulen schwer zu schaffen.

Viel Staub hat sich in den 30 steirischen Tanzschulen angesammelt. Lockdown, Umsatzeinbußen und der Ausfall der bereits zweiten Ballsaison treffen die Unternehmer hart, die nicht selten im „Alleintanz“ ums Überleben kämpfen. So auch Helmut Nebel (Tanzschule Nebel), der nach über drei Jahrzehnten Selbständigkeit als Tanzlehrer bittere Bilanz zieht: „Nur meine Stammkunden halten mich wirtschaftlich noch am Leben, lernwilliger Nachwuchs kommt kaum noch, zuletzt hat die 2G-Regel die Zahl der Kurseinheiten drastisch einbrechen lassen.“ Schwierig ist die Situation auch für Bernia Ogger (Bernia tanzt), die erst im Oktober, knapp vor Ausbruch der Pandemie, ihre „fahrende“ Tanzschule gegründet hat und sofort in die wirtschaftliche Misere geschlittert ist: „Tanzen ist mein Leben“, begründet die 44-Jährige ihren Schritt in die Selbständigkeit. Aufgeben ist für die Tanzlehrerin keine Option. Sie hält sich mit staatlichen Hilfszahlungen und Tanzstunden für Privatkunden über Wasser: „Ich unterrichte in der Garage, in Kellerräumen, im Wohnzimmer, eben überall dort, wo Menschen für Hochzeiten oder einfach zum Spaß Schritte am Parkett lernen oder perfektionieren möchten. Anfragen werden gerne entgegengenommen.“ 

Dramatische Umsatzeinbußen

53 Jahre Tanztradition  hält hingegen Patrizia Stieder-Zebetin hoch, die 2003 die Tanzschule Schweighofer in der Grazer Elisabethstraße übernommen hat. Auch sie kämpft mit wirtschaftlichen Problemen, die den Griff in die Privatschatulle notwendig machen, „weil seit November kein zugesagtes Hilfsgeld geflossen ist“. Aufgeben ist trotzdem keine Option, vor allem weil ihr ein Stammpublikum die Treue hält und sie dem Lockdown mit Online-Kursen Paroli geboten hat, „wofür mir eine tanzfreudige Klientel unglaublich dankbar war“. Was Stieder-Zebetin kritisiert, ist, dass bei den zahlreichen Diskussionen um die Gesundheit der Menschen niemals die Sprache auf den Tanz kommt, der mehr sei, als nur Spaß an der Bewegung: „Tanzen stärkt das Immunsystem.“ 

Das kann auch Claudia Eichler (Tanzschule Eichler) nur unterschreiben, die die älteste Tanzschule Europas, seit 1835 in Graz etabliert, unter normalen Umständen mit Musik und viel Leben füllt: „Die Tanzschulen sind zwar nur eine kleine Kommune, sie bewegen aber Tausende Menschen, darauf wird einfach vergessen.“ Auch für Eichler ist Aufgeben keine Option, obwohl die wirtschaftliche Situation auch für sie mehr als durchwachsen ist. Sie sieht hinter der Krise aber auch eine Chance und ist froh, zur Zeit arbeiten zu können, und hofft, auf viele nachgeholte (Matura-)Bälle und Hochzeiten im Frühling und Sommer. Diese Hoffnung kann Pierre Gider, Verbandsobmann der Tanzlehrer in der Steiermark, nicht ganz teilen: „Tanzschulen sind kein Gasthaus,  das man nach längerer Abstinenz gleich wieder aufsucht. Die Gewohnheit, zu tanzen, wurde abgestellt, es wird rund fünf Jahre dauern, bis wir wieder das Niveau vor der Pandemie erreichen werden.“

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