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Die große steirische Winterbilanz

Ob Schigebiete, Thermen, Sporthändler oder Hotellerie: Der Traumwinter hat den Umsätzen im ganzen Land kräftig eingeheizt. Wermutstropfen sind die Versicherungen, die wegen des strengen Frosts und der üppigen Schneemengen mehr Schadensfälle verzeichnen.

Die steirische Winterbilanz: Man freut sich quer durch's Land über einen Bilderbuchwinter.
© Steiermark Tourismus | Harry Schiffer Die steirische Winterbilanz: Man freut sich quer durch's Land über einen Bilderbuchwinter.

Mit dichtem Schneefall und arktischer Kälte  hat der Winter zuletzt noch einmal ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Doch jetzt scheint er endlich da zu sein, der Frühling. Zeit also, um eine erste wirtschaftliche Winterbilanz zu ziehen – und diese fällt aus weiß-grüner Sicht großteils äußerst positiv aus,  wie ein Rundruf der „Steirischen Wirtschaft“ zeigt.

So kommt etwa Steiermark-Tourismus-Boss Erich Neuhold ob des „Bilderbuchwinters“ ins Schwärmen: „Die steirischen Gastgeber sprechen von  sehr zufriedenen Gästen. Während die einen den Tag auf der Piste nützen, suchen die anderen eine Auszeit in der Therme.“ Unterm Strich schlagen die Erholungssuchenden mit 840.600 Gästen allein von November bis Ende Jänner zu Buche – das ist ein Plus von 5,7 Prozent. Auch die Zahl der Übernachtungen hat kräftig zugelegt, und zwar um 4,6 Prozent auf 2,627 Millionen Übernachtungen von November bis Ende Jänner. Die meisten ausländischen Gäste kommen aus Deutschland, gefolgt von Ungarn und Tschechien. 

Für die Seilbahnbetreiber hätte der Winter ebenfalls  nicht besser laufen können. „Der Schneefall Ende November hat die Lust am Schifahren schon früh geweckt“, so Arthur Moser, Obmann der Seilbahnen. Unterm Strich wird bei den Skigästen ein Plus von vier Prozent verzeichnet, die Umsatzsteigerung für die Seilbahnen wird mit acht Prozent beziffert. „Vor allem die kleineren Gebiete haben von der guten Schneelage profitiert.“ Das „weiße Gold“ in den Ballungszentren habe das Übrige getan, das „Feeling“ , die „Winterstimmung“ war perfekt, betont Moser: „So wurde im ganzen Land Gusto aufs Skifahren gemacht.“

Zufrieden mit der Buchungslage und Auslastung ist auch die weiß-grüne Hotellerie. Kerstin Schütter vom Pichlmayrgut in Pichl bei Schladming berichtet etwa, „dass wir die guten Ergebnisse der Vorjahre heuer noch toppen konnten“. Der Jahresbeginn sei „sehr stark“ gewesen, jetzt laufe das Ostergeschäft an. Auch im Stegerhof in Donnersbachwald ist die bisherige Saison hervorragend verlaufen, verrät Chefin Alexandra Gürtler: „Wir sind von 25. Dezember bis Ostern ausgebucht.“ Ebenso eine positive Bilanz zieht man in den Thermen. So spricht etwa Günter Riedenbauer, Geschäftsführer  der Therme Nova in Köflach, von einem „sehr guten Verlauf unserer Buchungs- und Auslastungssituation“. Thermen würden als „wetterunabhängige Urlaubsdestination“ punkten. 

Und auch die Sporthändler haben am Umsatzkuchen im heurigen Winter kräftig mitgenascht, wie Obmann Harald Scherz erklärt: „Ich rechne mit einem Plus von bis zu fünf Prozent.“ Das sei insofern beachtlich, als schon in den Vorjahren Top-Ergebnisse erzielt wurden. „Alpinski sind nach wie vor die Nummer eins, doch wir haben auch viel Langlauf-, Tourenski- und Scheeschuh-Ausrüstung verkauft“, erklärt Scherz. 

Wermutstropfen des strengen Winters sind die Frostschäden, die die Schadensmeldungen bei den Versicherungen in die Höhe schnellen lassen. Und viele sind noch gar nicht bekannt, weiß Klaus Scheitegel, Vorstandsvorsitzender der GRAWE: „Wir gehen davon aus, dass noch zahlreiche Schäden gemeldet werden. Schäden wie Rohrbrüche werden oft erst bei Tauwetter bemerkt.“

Das sagen die Unternehmer und Experten: 

Arthur Moser, Fachgruppenobmann Seilbahnen: „Vor allem die kleineren Gebiete hatten eine Top-Saison wegen der guten Schneelage. Das zeigt sich auch an den Zahlen: plus vier Prozent bei den Skigästen, plus acht Prozent Umsatzsteigerung für die Seilbahnen.“

Harald Scherz, Obmann Sporthandel: „Nach dem Top-Vorjahr konnte der Sporthandel heuer noch einmal eins drauflegen – ob Alpinski, Rodeln, Schneeschuhe oder Langlaufski: Wintersportgeräte gehen weg wie die warmen Semmeln. Ich rechne mit einem Plus von fünf Prozent.“

Erich Neuhold, Steiermark Tourismus: „Die Steiermark kann sich über einen Bilderbuchwinter freuen. Die Stimmung ist allerorts sehr gut: Die steirischen Gastgeber sprechen von sehr zufriedenen Gästen, die ihren Urlaub in vollen Zügen  genießen.“

Klaus Scheitegel, Vorstandsvorsitzender Grawe: „Im Kfz-Bereich ist aufgrund der großen Schneemenge und Straßenglätte eine merkbare Steigerung der Schadenanzahl erkennbar. Für die Kälteperiode im Februar gehen wir davon aus, dass noch viele Frostschäden gemeldet werden.

Von Karin Sattler

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