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Die größte Investition in der Geschichte von Mayr-Melnhof

Um 100 Millionen Euro wird das Mayr-Melnhof-Kartonwerk in Frohnleiten erneuert. Zudem bereitet die Gruppe den Kauf einer Fabrik in Finnland vor. 

Frohnleiten, Mayr-Melnhof-Karton
© Mayr-Melnhof Mayr-Melnhof produziert in Frohnleiten Recyclingkarton.

„Es ist das größte Investment, das die Mayr-Melnhof-Gruppe je in Österreich getätigt hat“, beschreibt CEO Peter Oswald die auf zwei Jahre angelegten Pläne für das Stammwerk in Frohnleiten. Im Zentrum der 100 Millionen Euro schweren Investition stehen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Kapazitätserweiterung. Dadurch soll unter Einsatz modernster Technologien die Zukunft gesichert werden. 

Ziel ist es, mit innovativen und volldigitalisierten Prozessen die Effizienz in der Altpapieraufbereitung deutlich zu erhöhen und zugleich den Energie- und Wasserverbrauch zu senken. Durch den Einsatz neuester Produktionstechnologien in der Kartonfertigung würden sowohl die Produktqualität als auch die Kapazitäten gesteigert. Und das sei die Voraussetzung für weitere Einsatzmöglichkeiten von Recyclingkarton, so etwa als Ersatz von Kunststoff. Zudem werde hochautomatisierte Logistik die Warenbewegung signifikant beschleunigen. „Kreislaufwirtschaft ist ein integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit der Mayr-Melnhof-Gruppe, Technologieführerschaft und Nachhaltigkeit sind ein wesentlicher Teil unseres langfristigen Erfolgskonzepts“, so Oswald. Die historische Großinvestition in Frohnleiten sei ein „Triple-Win“, denn sie schaffe nicht nur neue Absatzmöglichkeiten und eine Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks, sondern trage auch wesentlich zur Absicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen am Standort bei.

Mayr-Melnhof-Gruppe auf Expansionskurs

Das Werk in Frohnleiten mit seinen 570 Mitarbeitern ist Teil der Mayr-Melnhof-Gruppe, die mit rund 10.000 Mitarbeitern weltweit und einer Produktionsmenge von 1,7 Millionen Tonnen Karton pro Jahr Europas größter Hersteller von Faltschachteln ist. 

Aktuell laufen auch die Vorbereitungen für den Erwerb eines Frischfaserkartonwerks in Finnland im Wert von rund 425 Millionen Euro. Kotkamills – so der Name des Unternehmens – verfügt über zwei Karton- beziehungsweise Papiermaschinen, beschäftigt etwa 500 Mitarbeiter und erwirtschaftete in den letzten zwölf Monaten einen Umsatz von rund 380 Millionen Euro. Der Abschluss der Transaktion soll Mitte 2021 über die Bühne gehen. „Die Übernahme von Kotkamills ergänzt unser bestehendes Kartongeschäft in idealer Weise“, fasst Oswald zusammen. „Sie stärkt das Geschäftsmodell von Mayr-Melnhof als Karton- und Faltschachtelhersteller mit starker Position bei Frischfaserkarton. Zudem leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie von Mayr-Melnhof und bietet innovative Lösungen für Kunststoffersatz.“

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