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Die Hoteliers fürchten eine Stornowelle

Die Verschärfung der Coronaregeln hat die Stimmung in der Gastlichkeit zusätzlich gedämpft, wie ein Rundruf bestätigt.

Schifahrer
© Steiermark Tourismus, Ikarus Ungetrübtes Schivergnügen gibt es auch heuer wieder nur unter strengen Regeln.

Nach einem traumhaften Sommer und der Hoffnung, die guten Gästezahlen auch in den Winter zu retten, treiben verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen seit Mitte November  den heimischen Hoteliers vom Dachstein bis ins Thermenland massive Sorgenfalten ins Gesicht. 

Stornowelle rollt

Anton Stocker vom Hotel Schwaigerhof in Schladming-Dachstein bringt es auf den Punkt: „Ich habe in nur zwei Tagen 20.000 Euro an Anzahlung refundiert und mehr Buchungen storniert als Neuanfragen beantwortet. Das sagt wohl alles.“ Nach einem Buchungshoch Anfang November hat seiner Meinung nach vor allem die Ausweitung der Impfpflicht für Kinder ab zwölf Jahren die Gäste aus Deutschland und England unglaublich verunsichert. „Ein Familienurlaub im Winter unter diesen Voraussetzungen kommt für sie in Österreich nicht mehr in Frage.“ Mit der 2G-Regel haben Stocker und seine Gäste kein Problem, aber wenn ganze Familien fehlen, dann werden seine 77 Zimmer wohl nicht ausgebucht sein. Und das in der wichtigsten Zeit des Jahres. 

Diese Sorgen kennt Sigrid Fasching nicht, die mit ihrem Mann zwölf Holzboxen auf  der Planneralm betreibt: „Wir sind sehr zufrieden mit den Buchungen, die Gäste schätzen es, in den Apartments unter sich und sicher sein zu können.“  Sehr durchwachsen skizziert auch Bojana Müller vom Hotel Lercher in Murau die Situation: „Buchungen kommen nur tröpferlweise, man spürt die generelle Verunsicherung, auch bei den Stammkunden. Buchungen aus Deutschland sind bis dato überhaupt ausgeblieben.“ Ausgebucht sind die 50 Zimmer nur zu Silvester. „Aber auch da haben wir Sorge, dass es sich die Gäste noch anders überlegen.“

Etwas rosiger sind die Aussichten im Hotel Fasching in Fischbach mit 58 Zimmern und 60 Mitarbeitern, wo Juniorchefin Anna Fasching die Buchungslage als gut  bezeichnet: „Es könnte zwar immer mehr sein, aber wir sind zufrieden, zu Weihnachten, Silvester, aber auch im Jänner und Februar sind wir gut ausgelastet.“ 3G/2G-Regelung sind für Fasching und auch ihre Gäste und Mitarbeiter kein Problem, auch die Maskenpflicht, die für alle Hoteliers allerdings zu kurzfristig verordnet wurde, trübt die Vorfreude auf den Winter nicht.

Rosige Aussichten kennt Gerald Stoiser in seinem Thermenhotel in Loipersdorf kaum mehr: „Wir sind gut in den November gestartet, die 2G-Regel hat uns aber 15 Prozent Stornos beschert.“  Zusätzlich schmerzt den Hotelier, dass der Seminarbetrieb fast auf null zurückgegangen ist. Er resümiert die Maßnahmen der Regierung mit Bitterkeit: „Eine Stornowelle rollt über uns hinweg.“ Für Stoiser persönlich gibt es nur eine Möglichkeit, die Saison zu retten, „einen Lockdown“.

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