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Die EU ist der wichtigste Handelspartner

Die EU-Länder sind bedeutendster Absatzmarkt für Produkte und Dienstleistungen „made in Styria“. Seit Österreichs EU-Beitritt haben sich die Beziehungen verstärkt.

Die Steiermark  zählt beim Export zu den  führenden Bundesländern.
© Rob - stock.adobe.com Die Steiermark zählt beim Export zu den führenden Bundesländern.

Mehr als jeder zweite steirische Euro wird mittlerweile im Außenhandel erwirtschaftet. Was das in der Praxis bedeutet, das zeigt die Detailbetrachtung: Wichtigstes heimisches Exportgut sind Technologien, etwa in Form von Kraftwagen, (Zug-)Maschinen oder elektrotechnischen Waren. Aber auch Rohstoffe – wie Eisen und Stahl – nehmen einen gewichtigen Stellenwert ein (siehe oben). So gelangten allein im ersten Halbjahr 2017 Waren im Wert von 10,41 Milliarden Euro aus der Steiermark in alle Welt. Wirft man einen Blick darauf, wie viel davon in die 28 EU-Staaten gegangen ist, so wird die enorme Bedeutung der Europäischen Union als Absatzmarkt für heimische Erzeugnisse rasch deutlich: Denn es waren im ersten Halbjahr 2017 knapp sieben Milliarden Euro, die aus dem Handel mit anderen EU-Ländern lukriert wurden. Bundesweit gehen 70 Prozent unserer Exporte in die EU, wobei diese vielfach aber auch als „Hub“ dienen – so gelangen beispielsweise in Graz produzierte Autoteile, die in Deutschland verbaut werden, letztendlich als Teil eines neuen Autos in die USA. 

„Die Beziehungen mit unseren unmittelbaren Nachbarn sind seit jeher stark ausgeprägt“, weiß Jürgen Roth, Aufsichtsratsvorsitzender des Internationalisierungscenters Steiermark (ICS). So ist es nicht überraschend, dass das wichtigste Zielland für heimische Güter Deutschland ist, mit Exporten im Wert von rund 3,1 Milliarden Euro. Platz zwei nimmt Italien ein, mit rund 693 Millionen Euro, gefolgt vom Noch-EU-Mitglied Großbritannien mit 422 Millionen Euro. „Dass steirische Unternehmen auch über die Grenzen hinaus ihre Geschäfte tätigen, ist schon allein deshalb so wichtig, weil unser Land als Absatzmarkt für viele Branchen schlicht und einfach viel zu klein wäre“, so Roth. Unterstützung erhalten exportinteressierte Firmen übrigens vom Enterprise Europe Network. Es dient als Anlaufstelle für EU-Fragen und bietet neben professioneller Beratung auch Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen. Zudem greift es auf einen Pool von rund 3.000 Experten aus 60 Ländern zu, die sich vor Ort auf die Suche nach möglichen Kooperationspartnern für heimische Unternehmen machen. 

Weitere Infos dazu unter www.enterpriseeuropenetwork.at.

Export-Fakten

  • Im 1. HJ 2017 gelangten Waren im Wert von 6,99 Mrd. € aus der Steiermark in die EU.
  • Die Importe aus der EU in die Steiermark lagen bei rund 6,04 Mrd. €.
  • Steirische Exporte gehen allem voran nach Deutschland, Italien und Großbritannien. Bei Importen führen Deutschland, Italien, Tschechien. 

Von Petra Mravlak.

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