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Deutschlandsberg: Nach Lockdown starten Betriebe wieder

Nach wochenlangen Schließungen sind die Betriebe in der Weststeiermark jetzt wieder geöffnet – wenn auch mit Einschränkungen, Maskenpflicht und Abstandsregeln. Doch die Freude bei den regionalen Unternehmern und Kunden überwiegt.

Ilse Pichler in ihrem Modegeschäft
© Pichler Ilse Pichler betreibt seit 30 Jahren mit ihrem Mann das gleichnamige Modegeschäft in Deutschlandsberg.

Ilse Pichler kann durchatmen. Nach wochenlanger Schließung konnten ihr Mann und sie vor wenigen Tagen ihr Modegeschäft am Hauptplatz in Deutschlandsberg wieder aufsperren. "Die Kunden halten uns die Treue und kommen immer wieder", sagt die Unternehmerin. Das kommt dem Unternehmerpaar, das den Betrieb seit über 30 Jahren in der Weststeiermark führt, in herausfordernden Zeiten wie diesen entgegen. "Mit unserer Spezialisierung auf Zwischen- und Übergrößen, Zusatzangeboten wie Änderungen und viel persönlicher Beratung sind wir für viele Weststeirer zu einer Institution geworden", freut sich Pichler über die große Nachfrage nach Lockdown Nummer drei. Besonders gefragt sei derzeit bequeme sportive Kleidung statt eleganter Roben und Anzüge. Sie hofft jetzt, noch einiges an Umsatz aufholen zu können. "Denn das Zusperren im Jänner war für uns sehr schmerzlich, von der Winterware ist vieles übrig geblieben." Die Unberechenbarkeit der Pandemie mache ihr auch aus unternehmerischer Sicht große Sorgen: "Gerade in unserer Branche braucht es eine monatelange Vorlaufzeit. Wir kaufen jetzt die Herbst- und Winterware ein. Da ist die fehlende Planbarkeit schon ein Riesenproblem." Fix ist indes eins: "Ein nochmaliger Lockdown würde uns schwer treffen", sagt Pichler. Doch  ihre Kunden leisten einen wichtigen Beitrag, damit der Einkauf sicher stattfinden kann: "Die Kunden sind geduldig, die Maske ist Standard, es wird nicht gejammert." Und so blickt Pichler trotz der aktuellen Corona-Herausforderungen zuversichtlich in die Zukunft – und hofft auf baldige Rückkehr zur Normalität.

Das Geschäft mit den Schuhen läuft wieder

Ähnlich fällt die Bilanz von Michaela Simettinger aus, die ebenfalls im Herzen der Bezirkshauptstadt ein Schuh- und Lederwarengeschäft betreibt: "Das Geschäft ist nach dem Lockdown sehr gut angelaufen. Viele haben Einkäufe nachgeholt, der Bedarf ist einfach da." Viele Kunden brauchen für eine Kur oder eine Reha das passende Schuhwerk. "Hier ist unsere Qualitätsware und unsere Expertise vor Ort gefragt." Dementsprechend kaufen die Stammkunden lieber im Geschäft als online. "Beratung und persönliche Betreuung sind unseren Kunden enorm wichtig", so die Unternehmerin. Entsprechend werden die aktuell die Corona-Maßnahmen von den Kunden mitgetragen. "Die Masken werden anstandslos getragen, und es dürfen sich maximal fünf Kunden im Geschäft aufhalten. Das funktioniert einwandfrei", sagt sie. Ihre Mitarbeiterinnen sind noch in Kurzarbeit und sind abwechselnd im Dienst, "doch wir hoffen, dass sich die Corona-Situation bald entspannt und wieder ein normaler Betriebsalltag einkehren kann." 

Michaela Simmetinger
© kk

Michaela Simettinger

Michaela Schuhmoden & Lederwaren

Deutschlandsberg


Weniger erfreulich ist der Neustart bei Beate Müller ausgefallen, die in Frauental einen Friseursalon betreibt. Denn anders als nach den vorherigen Lockdowns und  bei so manchen Branchenkollegen hält sich diesmal der Andrang in Grenzen, wie sie berichtet: "Manche wollen sich gar nicht testen lassen, andere wiederum möchten nicht eine Woche auf einen Test und damit auf einen Friseurtermin warten", so die Bilanz der Unternehmerin. Die Folge: "Die Schwarzarbeit blüht, während wir noch freie Termine hätten. Wir sind bei weitem nicht ausgebucht." Müller wäre auch bereit, Schnelltests in ihrem Betrieb durchführen zu lassen, weil das den Aufwand für die Kunden minimiere, wie sie meint. "Wir halten uns streng an die Hygienemaßnahmen, bei uns wird laufend desinfiziert und Maske getragen", will sie maximale Sicherheit in ihrem Betrieb gewährleisten. "Das können die schwarzen Schafe in der Branche mit Sicherheit nicht bieten." Derzeit beschäftigt Müller zwei Friseurinnen und appelliert an die Vernunft: "Die Corona-Maßnahmen sollen als das verstanden werden, was sie sind: Notwendige Vorgaben zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter – und auch der Kunden selbst. Wer sich ohne Test und Maske die Haare schneiden lässt, gefährdet sich selbst und andere." 

Beate Müller
© kk

Beate Müller

Beate's Hairstyle

Frauental


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