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Design-Feuerwerk in der Murmetropole

Am 4. Mai startete die mittlerweile zehnte Auflage des Designmonats Graz. Wir haben das Jubiläum zum Anlass genommen, um Bilanz zu ziehen und den wirtschaftlichen Mehrwert von Design zu hinterfragen.

1,6 Milliarden Euro Umsatz machen die steirischen Kreativunternehmen pro Jahr. Insgesamt beschäftigen die 4.350 Betriebe mehr als 15.000 Mitarbeiter. Bereits jedes zehnte Unternehmen ist in der Kreativszene verankert.
© Evgeni - stock.adobe.com 1,6 Milliarden Euro Umsatz machen die steirischen Kreativunternehmen pro Jahr. Insgesamt beschäftigen die 4.350 Betriebe mehr als 15.000 Mitarbeiter. Bereits jedes zehnte Unternehmen ist in der Kreativszene verankert.

Stylishe Loungemöbel in der Stadt, hippe Architekturprojekte und kleine Shops als Treffpunkt für Designer: Wenn sich die Murmetropole vom 5. Mai bis zum 3. Juni in ein urbanes Kreativpflaster verwandelt, ist wieder der „Designmonat Graz“ angesagt. Und zum  zehnjährigen Jubiläum hat man sich heuer ganz besonders „herausgeputzt“. Entsprechend bunt und vielfältig ist das Programm, das diesmal dem Thema „Toleranz“ gewidmet ist (Schwerpunkte siehe Box unten). Als Brückenbauer steht die Creative Industries Styria (CIS) hinter der Leistungsschau der Kreativen: „Früher mussten wir mühsam erklären, was kreative Arbeit leistet und warum es wichtig ist, sie zu fördern. Heute gibt es ein breites Commitment dazu und auch ein Bewusstsein für die Bedeutung der Kreativwirtschaft“, sagt CIS-Chef Eberhard Schrempf.

Dass Design also mehr ist als die „Behübschung“ von Oberflächen und Objekten, zeigt auch ein Blick auf die Wertschöpfung, die damit verbunden ist: Sage und schreibe 1,6 Milliarden Euro wurden zuletzt mit kreativen Ideen im Steirerland umgesetzt. Bereits 4.350 Unternehmen mit 15.270 kreativen Köpfen tüfteln von Schladming bis Bad Radkersburg an Design-Innovationen und sorgen quer durchs Steirerland für viel kreativen Output – von der Architektur über Design und Medien bis hin zur Werbung. Bereits jedes zehnte weiß-grüne Unternehmen wird mittlerweile der Kreativwirtschaft zugerechnet.

„Kreativität und Design sind wesentliche Stärken der steirischen Wirtschaft. Die Kreativwirtschaft arbeitet eng mit Unternehmen aus anderen Branchen zusammen, gemeinsam lassen sie innovative Produkte und Dienstleistungen entstehen“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Das Veranstaltungsformat habe sich zu einem veritablen „Design-Feuerwerk“ in der Murmetropole gemausert, sagt sie, das allein im Vorjahr mehr als 91.000 Besucher anlockte. Dass Design aber auch abseits der Metropolen stattfindet, soll mit der Kreativregion Hartberg-Pöllau unter Beweis gestellt werden. Mit an Bord sind regionale „Flaggschiffe“ wie Andy Wolf, Kapo und Ringana.

Für die Kreativen da wie dort ist das Event eine tolle Gelegenheit, ihre Ideen, Visionen und Produkte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Denn der unternehmerische Mehrwert ist breit gefächert, wie das Beispiel von  Josef Krenn und Barbara Sitzwohl aus Edelsbach bei Feldbach zeigt. Er ist Winzer, sie Grafikdesignerin – und sie sind ein (höchst kreatives) Paar. „Mir hätte nichts Besseres passieren können, als mit Barbara eine Quereinsteigerin in den Betrieb zu holen, die eine andere Sichtweise einbringt“, streut er seiner Partnerin Rosen. Gemeinsam haben sie das kleine, feine Weingut des Großvaters mit einer Fläche von fünf Hektar auf neue Beine gestellt. Josef zeichnet für die Weinlinien verantwortlich, Barbara für die Markenpositionierung, das Design, die Werbung. „Allein die Farbwahl des Etiketts ist wesentlich, wenn man als biozertifizierter Betrieb wahrgenommen werden will“, sagt sie. „Die erdigen Farben sind selbsterklärend. Wir werden jetzt viel besser wahrgenommen.“ Beim Designmonat sind die beiden heuer als Weinpartner „Krenn49“ dabei. Zum zweiten, aber sicher nicht zum letzten Mal.

Das sind die Schwerpunkte

  • „Design in the City“: 34 Shops machen ihre Verkaufsflächen zu Ausstellungsräumen und Treffpunkten für Designer.
     
  • „Loungemöbel für die Stadt“: Eine Kooperation mit dem Holzcluster, der urbane Raum wird buchstäblich „besetzt“.
     
  • „Dutch Design“: Präsentiert werden Design-Produkte aus Holland im Joanneumsviertel. 
     
  • Regionaler Hotspot ist diesmal Hartberg-Pöllau: Dabei sind Andy Wolf, Kapo, Ringana & Co.
     
  • Alle Details und Termine: www.designmonat.at


Von Karin Sattler.

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