th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Der große Hype um Clubhouse

Seit Anfang 2021 sorgt die App Clubhouse für Gesprächsstoff. Nun ist der Trend auch in Österreich angekommen. Wir haben bei Experten nachgefragt, welche Chancen die App bietet und welche Risiken sie birgt.  

Im Jahr 2020 ging die App online. Clubhouse wurde von Paul Davison und dem ehemaligen Google-Mitarbeiter Rohan Seth gegründet.
© MichaelJBerlin/AdobeStock Im Jahr 2020 ging die App online. Clubhouse wurde von Paul Davison und dem ehemaligen Google-Mitarbeiter Rohan Seth gegründet.

Sie wollten sich schon immer in die Redaktionssitzung der renommierten deutschen Wochenzeitung „Zeit Online“ einbringen und Ihre Themenvorschläge oder Kritik live vor der gesamten Redaktion kundtun? Oder dabei zuhören, wie NASA-Ingenieure mit Schamanen diskutieren? 

Clubhouse macht genau das möglich. Und nicht nur das – die Möglichkeiten, die das audiobasierte soziale Netzwerk bietet, sind nahezu unendlich. Dank sogenannter themenspezifischer „Rooms“ können sich Menschen mit den gleichen Interessen, Anliegen, Berufen oder Meinungen virtuell treffen, interagieren und sich über Gott und die Welt austauschen. „Das Tolle dabei ist, dass man dadurch Menschen kennenlernt, mit denen man sonst nie in Kontakt treten könnte“, betont Jörg Wukonig, Inhaber der gleichnamigen Grazer Online-Marketingagentur und Clubhouse-Vorreiter in der Steiermark. Mittlerweile finden sich auch hierzulande Talks mit weit über 1.000 Zuhörern. 

iPhone-Besitzer im Vorteil

Doch wie funktioniert die App? Was muss man tun, um mit bekannten Unternehmern, Politikern, Künstlern oder Influencern ins Gespräch zu kommen? Derzeit benötigt man in erster Linie das Apple-Betriebssystem iOS. Auch wenn die App in naher Zukunft auch für Android-Nutzer zugänglich sein soll, bleibt sie vorerst Apple-Nutzern vorbehalten. Mit dem Download ist es aber nicht getan: Der Zutritt ins „Clubhouse“ wird nur durch Eintrittskarten gewährt, die durch bereits angemeldete User vergeben werden. Der Trick dabei: Jeder Nutzer darf nur zwei dieser goldenen Tickets vergeben – so wird den Mitgliedern Exklusivität versprochen. Durch die künstlich erzeugte Knappheit werden Clubhouse-Einladung mittlerweile auch für Unsummen verkauft. 

Ein zusätzlicher Faktor, der für eine lange Warteliste sorgt, ist das enorme Staraufgebot: Elon Musk, Oprah Winfrey, Florian Gschwandtner, David Alaba oder Paris Hilton – sie alle sind dank Clubhouse so nahbar wie noch nie. „Durch ein Handzeichen kann man in den Rooms auf sich aufmerksam machen und wird mit etwas Glück dann auf die virtuelle Bühne zu den Moderatoren geholt. Dadurch wird das eigene Mikrofon freigeschalten und man kann mit einer riesigen Community – oder eben auch bekannten Persönlichkeiten – in Kontakt treten“, erklärt Wukonig. 

Perfekter Zeitpunkt

Doch wie konnte eine App, die bereits seit über einem Jahr in den USA am Markt ist, plötzlich einen solchen Hype in Europa auslösen? „Der Zeitpunkt ist ideal. Durch die Lockdowns ist der allgemeine Redebedarf gestiegen, viele Menschen sitzen allein zu Hause. Ohne Corona wäre der Clubhouse-Boom wohl nicht so massiv ausgefallen“, so Wukonig. Davon ist auch WKÖ-Präsident und begeisterter Clubhouse-Nutzer Harald Mahrer überzeugt. „Natürlich steht in Zeiten wie diesen die digitale Kommunikation hoch im Kurs. Jede Plattform erlebt zu Beginn einen großen Hype, aber ich glaube, dass diese Live-Audio-Talks auch nach Corona Bestand haben werden. Auch deshalb, weil es nicht viel braucht, um dabei zu sein.“

Lob und Kritik

Trotz des Hypes und der immer größer werdenden Fanzahl musste die App auch schon viel Kritik einstecken: Um etwa Freunde einladen zu können, müssen Nutzer ihr Handy-Adressbuch mit dem Unternehmen teilen. Auch werden laut Clubhouse sämtliche Gespräche mitgeschnitten. Begründet wird dies damit, etwa im Falle von rassistischen oder sexistischen Beleidigungen besser gegen solche Verstöße vorgehen zu können. In China wurde die App beispielsweise bereits verboten. Der Grund: Nachdem die Zahl der chinesischen Nutzer stetig zugenommen hatte, die mit Hilfe der Plattform über heikle Themen diskutierten, wurde diese jetzt von den Behörden gesperrt.

Auch wenn die Fassade des elitären „Clubhouses“ erste Risse bekommt, halten die Nutzer der App weiterhin die Treue. „Die Vorteile sind einfach enorm. Clubhouse baut auf bestehenden Trends wie Podcasts und digitalen Panels auf. Das Format passt also genau in die Zeit. Außerdem überzeugt die App durch das wertschätzende Miteinander“, betont Mahrer.  

Das könnte Sie auch interessieren

Die Palette der betroffenen Unternehmen reicht vom Lebensmittelgroßhändler über Weinhändler bis hin zu Obst- und Gemüsehändler.

Zulieferbetriebe brauchen Umsatzersatz

WKO-Steiermark Präsident Josef Herk und Handels-Spartenobmann Gerhard Wohlmuth alarmieren: Viele Branchen fallen nach wie vor durch den Förderrost.  mehr

Harald Mahrer, Hermann Schützenhöfer, Margarete Schramböck, Siegfried Nagl und Josef Herk (v. l.) gaben den neuen Termin der Berufs-EM in Graz bekannt.

Neuer Termin für EuroSkills 2021

Die Berufs-EM EuroSkills 2020 wird zu EuroSkills 2021, denn diese soll von 22. bis 26. September 2021 über die Bühne gehen. Damit kann die EM für Jungfachkräfte zu einem der ersten Lichtblicke in der Eventbranche nach längerer Zeit werden.  mehr