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Der Sprung ins Paralleluniversum

Das Metaverse ist in aller Munde und definiert gerade die virtuelle Zukunft. Doch was genau haben diese Paralleluniversen zu bieten? Und warum könnte das Metaverse für Unternehmen relevant sein? Wir haben uns schlau gemacht.

Fluch oder Segen? Experten sind sich noch unsicher, ob das Metaverse mehr Vor- oder Nachteile mit sich bringen wird.
© AdobeStock/Golden Sikorka Fluch oder Segen? Experten sind sich noch unsicher, ob das Metaverse mehr Vor- oder Nachteile mit sich bringen wird.

1. Was steckt hinter dem Begriff „Metaverse“?

Unter einem Metaverse versteht man ein digitales Universum, das aus persistenten, gemeinsam genutzten, virtuellen 3D-Räumen besteht, die zu einem wahrgenommenen virtuellen Universum verbunden sind. Im Metaversum können User die Welten mitgestalten und dort leben, lieben, wohnen, einkaufen, lernen, arbeiten und feiern. Ziel ist es, das real existierende Internet zu einer gigantischen Parallelwelt in 3D weiterzuentwickeln – ganz nach dem Motto „Mittendrin statt nur dabei“. Wir beamen uns mit Hilfe von VR-Brillen quasi in eine von uns neu erschaffene, digitale Welt. Das Metaverse spielt sich in Echtzeit ab, daher ist das Leben im Metaverse-Universum in der Regel auch nicht vorhersehbar und planbar. 

2. Warum erlebt Metaverse gerade so einen Hype? 

Große Firmen wie „Meta“ (vormals Facebook),  „Epic Games“ oder „Baidu“ stecken gerade mehrere Milliarden Euro in die Entwicklung von neuen Metaversen. Grund dafür ist das enorme Wachstum und die damit verbundenen Chancen, die sich niemand entgehen lassen will: In der künstlichen Welt werden neue Technologien zum Einsatz kommen, um dort spielen, einkaufen oder handeln zu können – ein profitabler Markt, auf dem nun jeder mitmischen möchte. 

3. Welchen Mehrwert haben User im Metaverse?

Anders als bis dato sollen sich User mit jedem über eine Blockchain vernetzen können. Das Netz soll also dezentral werden und somit quasi unabhängig von den Plattformen großer Tech-Unternehmen. Auch der Schutz von sensiblen Daten soll dadurch besser funktionieren – so zumindest die Theorie.  

4. Mit welcher Währung wird im Metaverse gehandelt?

Mit Hilfe von Kryptowährungen entsteht im Metaverse eine eigene, dynamische Wirtschaft. Im Decentraland wird beispielsweise mit „Mana“ gehandelt. Diese Währung ermöglicht es den Spielern, sich an Aktivitäten zu beteiligen, mit denen sie wiederum „Geld“ verdienen, Marken aufbauen und handeln können. 

5. Wie verdient man Geld?

Vom Kauf und Verkauf von Immobilien bis hin zum Handel mit NFTs – die Wirtschaft von Metaverse ermöglicht es, sofort beträchtliches Geld zu verdienen. Eine weitere Möglichkeit ist die Vermarktung von eigenen Talenten: Als Künstler, Musiker oder Stand-up-Comedian kann man Geld verdienen, indem man bei Metaverse-Events auftritt. Ebenfalls lukrativ ist der Handel mit Zubehörartikeln für Avatare. Auch ein Besuch im virtuellen Casino kann das digitale Geldbörserl aufwerten. 

6. Wie können Unternehmen von Metaverse profitieren?

Wie im echten Leben wollen auch die Avatare im Metaverse einkaufen gehen, wohnen und ihre Freizeit gestalten. Mit eigens für das Metaverse kreierten Produkten, Spielen oder Waren können Unternehmen auch in der virtuellen Welt erfolgreich sein. Aber auch Dienstleistungen wie Fitnesscoachings oder Mode- und Finanzberatungen lassen sich im Metaverse umsetzen, da die User untereinander wie im echten Leben interagieren könnnen. 

7. Welche Vorteile bietet das Metaverse gegenüber der realen Welt?

Abgesehen von einem eigenen, ständig wachsenden Wirtschaftssystem und der Tatsache, dass User das Metaverse aktiv mitgestalten können, besticht es durch seine unendliche Größe: Alle haben zeitgleich die Möglichkeit, an jedem Ort zu sein, an jedem Event teilzunehmen und jede Aktivität durchzuführen. Besonders im Tourismus und in der Eventbranche bietet diese Tatsache enorm viele Vorteile. Auch die Möglichkeit, nachhaltiger und ressourcenschonender zu verreisen, lockt User an. 

8. Welche Unternehmen investieren in das Metaverse?

Der Sportartikelhersteller Nike entwickelt gerade ein virtuelles Nikeland. Hier sollen virtuelle Wettbewerbe parallel zu großen Sportereignissen stattfinden. Die Präsentation von Sportartikeln darf dabei natürlich nicht fehlen. Auch der Modekonzern H&M will sich in die virtuellen Welten begeben und seinen Kunden künftig ermöglichen, in einer 3D-Filiale zu shoppen. Microsoft hingegen will ein virtuelles Office entwickeln, in dem Nutzer miteinander interagieren können. 

9. Welche Gefahren lauern im Metaverse?

Die Grenzen zwischen virtuellem und realem Leben könnten beim Nutzen von Metaversen noch stärker verschwimmen. Dahinter verbergen sich Milliardenmärkte – aber auch große soziale Probleme wie Vereinsamung, digitales Mobbing oder die Flucht vor realen Problemen. Auch die Tatsache, dass der Eintritt ins Metaverse fortschrittliche Technologien und schnelles Internet voraussetzt, deutet darauf hin, dass das Metaverse ein echter „Energiefresser“ sein wird. 

10. Eintagsfliege oder Zukunftsmusik?

Aktuell scheiden sich die Geister, wenn es um Metaverse geht: Während die einen bereits klare Vorstellungen davon haben, wo sie ihr virtuelles Haus kaufen (Modedesigner Philipp Plein hat unlängst im Decentraland ein digitales Grundstück um 1,4 Millionen Euro erworben), hadern die anderen mit der Frage nach dem „Warum“. Wohin die Reise genau gehen wird, weiß niemand. Fakt ist aber, dass sie noch lange nicht vorbei ist.

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