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Der Röntgenblick für die Mülltonne

Die Gleisdorfer Firma Redwave kann erstmals effizient Nicht-Eisen-Metalle trennen und hebt damit die Recyclingquote enorm.

Was so alles im Müll landet, würde man manchmal gar nicht glauben. Darunter sind auch viele Wertstoffe, die man wiederverwerten kann - sofern man sie vom restlichen Müll und Schmutz effizient herausfiltern kann. Gerade bei Nicht-Eisen-Metallen war das bislang eine sehr aufwendige Prozedur: Mit einem speziellen Schwimm-Sink-Verfahren war das zwar möglich, aber aufgrund hoher Kosten nicht besonders wirtschaftlich. Materialien wie Kupfer und Aluminium galten in Legierungen bislang sogar als unsortierbar. Das könnte sich nun aber ändern.

Hochwertige Sekundärrohstoff

Die Gleisdorfer Firma "Redwave", eine Division der BT-Wolfgang Binder GmbH, hat mit der "Redwave XRF Sortiermaschine" in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Anton Mayer GmbH ein Verfahren entwickelt, das eben diese Wertstoffe trennen und weiterverarbeiten kann und so wieder zu hochwertigen Sekundärrohstoffen macht: Das System, im Fachbegriff Röntgenfluoreszenztechnik, basiert darauf, dass jedes Metall eine charakteristische Röntgenstrahlung abgibt, sobald es von einer Röntgenröhre angeregt wird. Anhand dieser Resonanz lässt sich also jedes Material exakt bestimmen - und folglich auch trennen. "Dieses Verfahren ist deutlich billiger als aufwendige Schwimm-Sink-Verfahren", erklärt Redwave-Geschäftsführerin Silvia Schweiger-Fuchs. Enorme Mengen an Wasser sowie teure Zusatzstoffe wie Ferrosilizium seien dabei nötig gewesen. Darüber hinaus sei die Trennschärfe dieser Methode äußerst limitierend gewesen und zog meist eine manuelle Nachsortierung nach sich. Daraus ergab sich aber schon das nächste Problem: Gleichfarbige Metalle konnten letztlich in der Praxis nicht mehr unterschieden werden.

Hohe Sortenreinheit, effizientes Recycling

Faktoren wie Verschmutzung oder Feuchtigkeit spielen bei der Röntgenfluoreszenztechnik ebenfalls keine Rolle mehr. Das Ergebnis dieser neuartigen Sortierprozesse sind folglich hochreine Metallfraktionen, die direkt und gewinnbringend verkauft werden können. Wie wirtschaftlich das System ist, zeigt sich anhand von Zorba, einer Zusammensetzung aus verschiedenen Metallen (wie Aluminium, Messing, Zink, Kupfer, Eisen etc.): Unter Annahme der aktuellen Erlöse für gewonnene Metalle ist der Payback der Maschine inklusive Betriebs- und Personalkosten bereits nach nur einem Jahr erreicht. Damit wird die Recyclingquote des in der Herstellung energieintensiven Leichtmetalls Aluminium enorm gehoben. "Vor eineinhalb Jahren starteten wir die ersten Gehversuche. Mittlerweile haben wir eine ausgereifte Maschine in Serienproduktion", erklärt Schweiger-Fuchs. Das brachte zuletzt auch den größten Auftrag in der Firmengeschichte ein.

Kurzportrait: Firma Redwave

Das Unternehmen ist eine Division der BT-Wolfgang Binder GmbH mit Sitz in Gleisdorf. Redwave bietet innovative Wertstoffsortieranlagen sowie schlüsselfertige Abfallbehandlungsanlagen an. Im Bereich der sensorgestützten Sortiermaschinen zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern. Redwave ist weltweit tätig, hat seine Hauptsitze in Österreich und Deutschland sowie Niederlassungen in China und den USA. In der Steiermark sind Redwave-Sortiermaschinen u. a. bei Saubermacher (Graz), Müllex (St. Margarethen) und bei Thermo-Team (Retznei) im Einsatz.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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