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Der Griff ins Ausland nach den Vorsteuern

Am 30. September läuft die Frist aus, um die Rückerstattung von Vorsteuern für 2017 aus EU-Mitgliedsstaaten zu beantragen. Was rät der Experte?

Bis 30.September können Unternehmer nach Vorsteuern im Ausland greifen.
© Chaiyawat - stock.adobe.com Bis 30.September können Unternehmer nach Vorsteuern im Ausland greifen.

Es handelt sich um eine Fallfrist, die nicht verlängerbar ist. Langen die vollständigen Anträge nicht fristgerecht im Erstattungsmitgliedsstaat ein, erfolgt ein abschlägiger Bescheid. Christian Haid, Experte im WKO-Rechtsservice, mit den Details: „Beantragt werden können die Vorsteuern jeweils über das Portal Finanz-Online des BMF, und zwar für jeden Staat extra. Die Vorlage einer Unternehmerbescheinigung U 70 oder von Originalrechnungen ist im elektronischen Verfahren nicht mehr erforderlich, außerdem können alle Anträge in Deutsch gestellt werden.“ Der Erstattungsmitgliedsstaat kann jedoch bei Rechnungen über 1.000 Euro bzw. bei Kraftstoffrechnungen über 250 Euro die Vorlage einer Kopie beantragen. Haid mit einem wichtigen Hinweis: „Die Steuerverwaltung Deutschlands verlangt die Übermittlung der Rechnungen mit den oben angeführten Wertgrenzen zwingend. Das hat in den letzten Jahren zu Ablehnungen von Erstattungsanträgen geführt. Jetzt bekommt der Antragsteller per E-Mail die Aufforderung, die Belege nachzureichen, wenn diese nicht schon beim Antrag übermittelt wurden. Auch die Belege sind bis zum Ende der Frist einzureichen, da der Antrag sonst abgewiesen wird.“

Mindestbeiträge

Die Mindestbeträge für eine Erstattung betragen 50 Euro (als Jahresmindestbetrag bzw. Restwert eines Jahres) bzw. bei unterjährigem Mindestzeitraum von drei Monaten 400 Euro. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen weist Haid darauf hin, „dass je Erstattungsantrag maximal 40 Einzelpositionen angegeben werden können“.

Über Finanz-Online werden das Einlangen des Antrags sowohl in Österreich als auch im Erstattungsmitgliedsstaat bestätigt. Zu beachten ist laut Haid auch, dass über Finanz-Online Vorhalte und Bescheide zugestellt werden. Allerdings in der jeweiligen Amtssprache des Erstattungsmitgliedsstaates. Details dazu: wko.at/steuern. Ein Leitfaden zum Antrag auf Vorsteuererstattung in einem anderen Mitgliedsstaat, der vor allem über die technische Abwicklung, Eingabe etc. informiert, steht als Download zur Verfügung: www.bmf.gv.at.

Die Vorsteuerrückerstattung in Drittländern ist nur mittels Formular möglich ist. Eine Unternehmerbescheinigung U 70 ist bis 30. Juni vorzulegen, wobei das Risiko eines langen Postweges zu Lasten des österreichischen Antragstellers geht. Da in den einzelnen Drittstaaten unterschiedliche Möglichkeiten der Erstattung bestehen, ist vor dem Einbringen eines Erstattungsantrags die Kontaktaufnahme mit dem örtlichen Außenwirtschaftscenter der WKO zur Abklärung von Details ratsam.

Haid: „Dort erfahren Betroffene auch, für welche Lieferungen und Leistungen Vorsteuer erstattet werden kann. Das ist nämlich von Land zu Land unterschiedlich und hängt von den nationalen Vorschriften des Erstattungsmitgliedsstaates ab.“

Alle Informationen:

WKO Rechtsservice, Tel. 0316/601-601, E-Mail: rechtsservice@wkstmk.at.


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