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Das bringt 2016 für Unternehmer

Das neue Jahr verspricht zahlreiche Sportevents der Sonderklasse - aber auch für die Unternehmer hält 2016 eine Vielzahl an Neuerungen parat. 

Steuerreform
5,4 Milliarden Euro beträgt das Gesamtvolumen, Entlastungen bei Lohn- und Einkommensteuer sind das Ziel der mit 1. Jänner in Kraft getretenen Steuerreform. Damit verbunden sind zahlreiche arbeits- und sozialrechtliche Auswirkungen und Änderungen. Die wichtigsten sozialpolitischen Aspekte der Steuerreform sind der "einheitliche Dienstgeber- und Dienstnehmer-Beitragssatz in der Krankenversicherung für Arbeiter und Angestellte", die "Annäherung der Bemessungsgrundlage zwischen Steuer und Sozialversicherung" oder auch die "Senkung der GSVG- Mindestbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung". Detaillierte Informationen gibt es hier.

Barrierefreiheit
Seit Jahresbeginn müssen alle Waren und Dienstleistungen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, barrierefrei angeboten werden. Unter bestimmten Voraussetzungen gewährt das Bundesministerium auch Förderungen für bauliche Maßnahmen zum Abbau von Barrieren. Informationen und Online-Check zur Barrierefreiheit im Unternehmen finden Sie hier

Registrierkassenpflicht
Mit der Steuerreform kam auch die Pflicht zur elektronischen Registrierkasse für Unternehmen, wenn der Jahresumsatz netto 15.000 Euro und die Barumsätze dieses Betriebes netto 7.500 Euro im Jahr überschreiten. Ebenso muss bei Barzahlung ein Beleg erstellt werden. Die Anschaffungskosten der Kasse sind im Jahr des Aufwands in voller Höhe als Betriebsausgaben anzusetzen. Für die Anschaffung der Registrierkasse ist eine Förderung vorgesehen, die beim Betriebsfinanzamt beantragt werden kann. Alle Details liefert unser Ratgeber.

Arbeits- und Sozialrecht
Im Zuge von Steuerreform und Arbeitsmarktgipfel gibt es auch im Arbeits- und Sozialrecht zahlreiche Neuerungen. Die tägliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden darf künftig um bis zu zwei Stunden überschritten werden, wenn es sich dabei um eine aktive Reisezeit (zum Beispiel bei Montage oder Dienstreisen) handelt. Im Hotellerie- und Gastgewerbe kann die tägliche Ruhezeit während der Saison auf mindestens acht Stunden verkürzt werden. Bei neu abgeschlossenen All-in-Vereinbarungen muss der Grundlohn (das ist der Lohn für die Normalarbeitszeit ohne Überstunden) im Dienstvertrag/ Dienstzettel ausgewiesen sein. Wird der Grundlohn nicht angegeben, gilt ein angemessener Ist-Grundlohn als vereinbart. Die wichtigsten Änderungen können Sie hier nachelsen.

Lohnnebenkosten
Mit Anfang diesen Jahres wird der Beitrag zum Insolvenzentgeltfonds auf 0,35 Prozent, der Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds ab 1. Jänner 2017 um 0,4 und zum 1. Jänner 2018 um weitere 0,2 auf 3,9 Prozent gesenkt. Ebenso sieht ein Verordnungsentwurf die Senkung des Nachtschwerarbeitsbeitrags von 3,7 auf 3,4 Prozent vor. Insgesamt sollen von 2016 bis 2018 die Lohnnebenkosten um fast eine Milliarde Euro sinken – was nicht nur eine unmittelbare Entlastung in den Betrieben bedeutet, sondern auch den Arbeitsmarkt stützt. Beispiel: Bei einem durchschnittlichen Einkommen pro Arbeitnehmer von 41.000 Euro brutto pro Jahr ergibt sich für einen Betrieb mit 20 Arbeitnehmern eine Einsparung von bis zu 5.740 Euro, mit 100 Arbeitnehmern eine Einsparung von bis zu 28.700 Euro. Rechtsinfos zu "Arbeit und Soziales" gibt es über wko.at/stmk/rs.

Best- statt Billigstbieterprinzip
Das Bestbieterprinzip wird ab 1. März klare Wettbewerbsbedingungen auch für Klein- und Mittelbetriebe schaffen. So werden bei öffentlichen Bauvorhaben mit einem Volumen von mehr als einer Million Euro für den Zuschlag neben dem Preis auch andere Faktoren wie Regionalität oder Folgekosten entscheidend sein. Die damit verbundene Erhöhung der Transparenz hilft, Lohn- und Sozialdumping zu bekämpfen. Infos bietet www.faire-vergaben.at.

Lkw- und Bus-Maut
Die Lkw-Maut wurde transparenter, wirtschaftsverträglicher und für Betriebe leichter planbar gestaltet. Anstatt um die zuvor vom Verkehrsministerium angedachten 20 Prozent stiegen die Mautsätze ab 1. Jänner 2016 um nur ein Prozent. Dies schlägt sich in einer Mautersparnis in Höhe von 65 bis 75 Millionen Euro für das Jahr 2016 nieder. Die Anpassung der "Tarifspreizung" nach EURO-Klassen kommt nicht. Damit bleiben die Mautsätze, abgesehen von der Indexierung, auch 2016 gleich. News zum Thema "Lkw- und Bus-Maut" gibt es hier.

Lohnsteuerbefreiung
Mit dem Steuerreformgesetz wurden auch Änderungen im Bereich der Steuerbefreiung festgelegt, die mit 1. Jänner in Kraft traten. Das betrifft etwa Mitarbeiterrabatte (ab 2016 ist hier der um übliche Preisnachlässe verminderte Endpreis des Abgabeorts heranzuziehen), Essensgutscheine (die Einschränkung an "nahe gelegene Gaststätten" wurde aufgehoben) oder die Gesundheitsvorsorge (kostenlose oder verbilligte betriebliche Vorsorge als steuerfreie Zuwendung an den Arbeitnehmer wurde um Impfungen, betriebliche Gesundheitsförderung und präventive Maßnahmen erweitert). Weitere Informationen zum Thema "Steuern" finden Sie hier.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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