th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Das bange Hoffen auf Weihnachten

Der Lockdown sorgt in den Tourismus- und Freizeitbetrieben für existenzbedrohende Anspannung. Wir haben uns in einigen Branchen umgehört.

Hotelrezeption
© adobestock,contrastwerkstatt Stillstand in Gastronomie, Hotellerie, den Thermen, bei den Bahnen, in Tanzschulen, Fitnesscentern und anderen Freizeitbetrieben.

Stillstand herrscht im für viele Betriebe umsatzstärksten Monat November. Die Gemütslage bei den Unternehmern schwankt zwischen Verständnis für die Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19 und Hilflosigkeit, wie man den zweiten Lockdown überstehen kann, wenn nicht ganz rasch und endlich Geld fließt. Klaus Friedl, Fachgruppenobmann Gas­tronomie, bringt es  auf den Punkt: „Nur wenige Betriebe haben bis dato Geld bekommen, Fixkostenzuschüsse fließen viel zu zäh. Funktioniert hat die Unterstützung bei der Kurzarbeit. Wenn die zugesagten (bis zu) 80 Prozent (siehe dazu auch die Seiten 2-3) Umsatzersatz, basierend auf den Novemberzahlen 2019, jetzt rasch fließen, dann haben alle geschlossenen  Betriebe Hoffnung.“ Auf diesen Rettungsanker setzen auch Gerald und Judith Schwarz für ihre neun „Aiola“-Betriebe in Graz. „Wir werden die Krise mit staatlicher Unterstützung überstehen, auch weil wir immer gut gewirtschaftet haben.“ 

Kaum Hoffnung setzt das gastliche Unternehmerehepaar auf das Weihnachtsgeschäft: „Wir glauben, dass es erst wieder Anfang Jänner losgehen wird, und erwarten uns echte Entspannung erst für April.“ Diese Einschätzung teilt auch Christian Schuster vom Stüblergut auf dem Gaberl: „Nach einem Supersommer sind mit dem Lockdown die für uns wichtigsten Monate November und Dezember nicht mehr zu retten. Alle Feiern sind abgesagt, das wird nix mehr.“ Anspannung herrscht auch in der (Stadt-)Hotellerie, die der Virus seit dem Ausbruch finanziell besonders gefordert hat. Auch bei Alexander Gerlach, Juniorchef im Grazer Hotel Gollner, der Covid-19 unternehmerisch die Stirn bietet: „Wir haben – ich denke – als einziges Hotel in der Murmetropole, unser Haus für Geschäftsreisende im November geöffnet, was uns vor allem unsere Stammkunden danken.“ Gerlach, der mit seinem Familienbetrieb die Krise überstehen wird,  hofft auf ein wenig Weihnachtsgeschäft mit Graz-Urlaubern aus Österreich. 

Da die Seilbahnen die Motoren der Tourismus- und Freizeitwirtschaft sind, haben wir Fabrice Girardoni, Obmann der steirischen Bergbahnen und Geschäftsführer am Stuhleck, um seine Prognose für den Skiwinter gebeten: „Nur dann, wenn wir, aber auch die Tourismusbetriebe Anfang Dezember starten können, dürfen wir Hoffnung schöpfen.“

Das könnte Sie auch interessieren

LKW Frachtentladung

Große Probleme mit der "kleinen Not"

Mit Schwierigkeiten der ganz anderen Art haben die Frächter zu kämpfen. Fahrern wird bei Zulieferung der Zutritt zu Sanitäranlagen verweigert mehr

Sessellift

Kein Platz für Corona in den Bergbahnen

Seilbahn- und Schleppliftbetreiber sind bestens vorbereitet. Mit Desinfektion, maximaler Beförderungskapazität und Schlauchschals für alle. mehr