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Damit die Krankheit nicht den Job kostet

Seit 1. Juli soll eine sogenannte Wiedereingliederungsteilzeit die Rückkehr in den Job nach langer Abwesenheit aufgrund einer Krankheit erleichtern.

Rückenprobleme sind häufige Ursachen für Langzeitkrankenstände. Eine neue Teilzeit soll Wiedereingliederung fördern.
© Gina Sanders/stock.adobe.com Rückenprobleme sind häufige Ursachen für Langzeitkrankenstände. Eine neue Teilzeit soll Wiedereingliederung fördern.

Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer besteht die Möglichkeit, nach langer Abwesenheit aufgrund einer Krankheit eine befristete Teilzeit – die sogenannte Wiedereingliederungsteilzeit – zu vereinbaren. Karin Loh, Expertin im WKO-Rechtsservice: „Es handelt sich dabei um eine freiwillige Vereinbarung, die schriftlich getroffen werden muss. Voraussetzung dafür ist ein Dienstverhältnis vor dem Krankenstand, das mindestens ununterbrochen drei Monate gedauert hat, und ein mindestens sechswöchiger durchgängiger Krankenstand.“

Plan ist zu erstellen
Darüber hinaus muss ein Wiedereingliederungsplan, der von dem chefärztlichen Dienst der zuständigen Gebietskrankenkasse zu genehmigen ist, erstellt werden. Der Arbeitnehmer muss mittels ärztlicher Bestätigung für arbeitsfähig erklärt worden sein. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben vor der Plan-Erstellung eine Beratung durch „fit2work“ in Anspruch zu nehmen. Statt dieser Beratung kann die Zustimmung auch durch einen Arbeitsmediziner zur Wiedereingliederungsteilzeit erfolgen.

Wer zahlt was?
Der Plan hat Beginn, Dauer, Ausmaß und Lage der Arbeitszeit, also den Ablauf der Wiedereingliederung, zu umfassen.Während der gesamten Dauer der befristeten Teilzeit zahlt der Arbeitgeber das der Arbeitszeit entsprechend reduzierte Entgelt inklusive der Lohnnebenkosten. Der Mitarbeiter erhält zusätzlich von der Krankenversicherung eine finanzielle Unterstützung, und zwar das Wiedereingliederungsgeld in der Höhe des erhöhten Krankengeldes. Für die Dauer des Bezuges ist der Dienstnehmer in der Pensionsversicherung teilpflichtversichert. Loh über die arbeitsrechtlichen Voraussetzungen: „Arbeitsrechtlich muss die Arbeitszeit im Rahmen der Wiedereingliederung gegenüber der vorherigen Normalarbeitszeit um mindestens ein Viertel, höchstens jedoch um die Hälfte reduziert werden. Mindestens müssen jedenfalls zwölf Stunden pro Woche vereinbart werden.“
Während der vereinbarten Wiedereingliederungsteilzeit darf der Arbeitgeber weder Mehrarbeit noch eine Änderung der Lage der Arbeitszeit anordnen. Diese besondere Teilzeit kann für maximal sechs Monate mit einer einmaligen Verlängerungsmöglichkeit um maximal drei Monate vereinbart werden.

Motivkündigungsschutz
Für die Dauer der Vereinbarung genießen die Dienstnehmer einen Motivkündigungsschutz (Motivkündigung ist eine Kündigung, die wegen eines verpönten bzw. unzulässigen Kündigungsmotivs ausgesprochen wird). Dieser gilt auch für jene Arbeitnehmer, die den Abschluss einer Wiedereingliederungsteilzeitvereinbarung ablehnen.


Alle Informationen
zu einer neuen Teilzeit, die kranken Mitarbeitern helfen soll: Rechtsservice, Tel. 0316/601-601, E-Mail rechtsservice@wkstmk.at.

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